
Der SV Miesbach erzwingt ersten den VfB-Punktverlust. In der ersten Hälfte spielte Forstinning zu unsauber, haderte Trainer Lösch.
Die erste Bremsspur legte der VfB Forstinning am siebten Spieltag in der Bezirksliga Ost hin. Gegen den SV Miesbach kam der Tabellenführer trotz aller Bemühungen nicht über ein 1:1-Remis hinaus und blieb erstmals in dieser Saison ohne die volle Punktausbeute. Die Gäste verdienten sich den einen Zähler allerdings auch mit einer disziplinierten und engagierten Abwehrleistung.
Die Vorzeichen sprachen nach sechs Siegen eigentlich komplett für den Spitzenreiter. Die Gäste reisten mit einer kleinen Krise aus drei Niederlagen in Folge an. Doch von Beginn an fehlte beim VfB trotz hoher Ballbesitzanteile der Zug in den gegnerischen Strafraum, auch Mike Opara fand keine Sprintlücken.
Forstinning wird der Punktverlust am Ende nicht weh tun. Und uns tut er gut.
Miesbach-Coach Grünwald
„Wir haben in der ersten Halbzeit auch zu unsauber gespielt“, monierte Trainer Gery Lösch die fehlende Passgenauigkeit. Die Gäste staffelten sich zunächst geschickt in der eigenen Hälfte ein, wurden dann aber nach zwanzig Minuten ein wenig frecher. Und führten plötzlich. Omer Berbic bekam aus kurzer Distanz und unabsichtlich den Ball an die Hand, den fälligen Freistoß schlenzte Miesbachs Neuzugang Drilon Shukaj ganz tückisch ins linke Eck zum 0:1 (22.). VfB-Schlussmann Michael Heidfeld kam zwar noch an den Ball, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern.
Damit kassierte Forstinning den ersten Gegentreffer auf eigenem Feld in diesem Spieljahr und geriet zudem das erste Mal in Rückstand. „Das hat uns natürlich in die Karten gespielt“, freute sich Gäste-Trainer Hans-Werner Grünwald über das aufgegangene Konzept: „Reagieren ist natürlich einfacher als agieren.“ Grünwald sah dann aber auch nach der Pause den immer stärker werdenden Druck der Heimelf auf das Miesbacher Tor. Ajlan Arifovic setzte einen Freistoßaufsetzer als erste Duftmarke ab, Leo Gabelunke verfehlte zweimal das Gehäuse in aussichtsreicher Position. Auch Matija Milic vergab die Chance zum Ausgleich, ehe Gabelunke den VfB-Anhang jubeln ließ.
Nach einem Angriff über die rechte Seite egalisierte der dribbelstarke Offensivakteur mit einem vielleicht nicht ganz unhaltbaren Diagonalschuss ins kurze Eck (66.).
Forstinning blieb am Drücker, doch die in den vergangenen Spielen gezeigte Strafraumgefahr wollte sich auch nach dem Ausgleich nicht einstellen. Auf der Gegenseite besaß Forstinning einmal ein wenig Glück, als ein Gästeakteur ausrutschte, anstatt allein auf das VfB-Gehäuse zu stürmen.
„Zufrieden sind wir mit dem Unentschieden nicht, müssen es aber akzeptieren. Und Miesbach hat sich reingeschmissen und das Maximale rausgeholt. Solche Spiele gibt es halt“, resümierte Lösch die Partie. Und Grünwald befand: „Forstinning wird der Punktverlust am Ende nicht weh tun. Und uns tut er gut.“