Der TSV Ittlingen (blau, Archivfoto der letzten Saison) trifft am Samstag im Kreispokalfinale auf den VfB Eppingen II.
Der TSV Ittlingen (blau, Archivfoto der letzten Saison) trifft am Samstag im Kreispokalfinale auf den VfB Eppingen II. – Foto: P. Krauß

Ittlingen winkt die Krönung für die letzten Jahre

Kreispokal Sinsheim +++ 2019 spielte der TSV noch in der Kreisklasse B +++ Am Samstag könnte nach zwei Aufstiegen der Kreispokalsieg hinzukommen +++ Der VfB Eppingen II hat allerdings etwas dagegen

Jetzt gilt es nur noch zuzupacken. Ein Sieg noch und der TSV Ittlingen würde trotz aller Probleme rund um Corona den dritten großen Erfolg binnen drei Spielzeiten feiern. 2019 B-Klassen-Meister, 2020 der gleiche Erfolg in der Kreisklasse A und im definitiv letzten Pflichtspiel der Saison 2020/21 winkt der Sinsheimer Kreispokalsieg. Am Samstag um 17 Uhr steigt das Finale auf dem Sportgelände der SG Waibstadt gegen den Kreisliga-Konkurrenten VfB Eppingen II.

"Alleine das Finale zu erreichen ist schon ein großer Erfolg für den Verein, aber jetzt wollen wir unbedingt den letzten Schritt gehen und das Ding auch gewinnen", ist Ittlingens Trainer Martin Schenk hochmotiviert vor dem Endspiel. Sein Einstieg als Coach des Heimatvereins hätte bisher nicht besser laufen können, wohlwissend wie schwer selbiger sein würde. Er veranschaulicht: "Nach zwei Aufstiegen in Folge und Platz zwei in der Kreisliga zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs, kannst du als neuer Trainer eigentlich nur verlieren."

Der spezielle Spielplan, der die Austragung der 2020/21er Pokalsaison vorsah, gibt dem 38-Jährigen nun die Möglichkeit, mit einem Titel seine erste Saison beim TSV einzuläuten. Seine Schützlinge hat er diese Woche gezielt auf das Finale vorbereitet und ihnen vermittelt, dass sie es genießen und gleichzeitig alles raushauen sollen. Schenk fasst zusammen: "Ich habe den Jungs gesagt, dass viele Fußballer so eine Chance nie bekommen und wenn, dann meistens nur einmal. Von daher gilt es für jeden einzelnen alles zu geben und dann können wir schauen, was dabei herauskommt."

Mit dem Gegner will er sich bewusst gar nicht zu sehr beschäftigen. "Wir machen unser Ding und wer letztendlich beim VfB aufläuft, können wir ohnehin nicht beeinflussen", so Schenk, der mit dem Engagement seiner Mannschaft bis dato vollauf zufrieden ist, "die Truppe zieht richtig gut mit und setzt alles wie erhofft um."

Beim Finalgegner wurde nichts dem Zufall überlassen. Für die Trainingswoche vor dem Finale ging Trainer Falk Gerweck mit seinen Schützlingen extra ins Waldstadion, um sich an den Naturrasen zu gewöhnen, auf dem auch in Waibstadt gespielt wird. Der Finaltag ist detailliert geplant bei der Verbandsliga-Reserve. Am Samstag um 12 Uhr treffen sich die Eppinger zum gemeinsamen Mittagessen im eigenen Klubhaus. "Danach haben die Jungs anderthalb Stunden zur freien Verfügung, ehe wir die Besprechung machen und dann zusammen mit dem Bus nach Waibstadt aufbrechen", gibt Gerweck einen Einblick in den Tagesablauf.

Zum Spiel muss er sich in der vordersten Angriffsreihe etwas Neues überlegen. Die Eppinger Gallionsfigur fehlt nämlich gesperrt. Stefan Beierles Gelb-Rote Karte aus dem Halbfinale gegen den TSV Dühren könnte noch teuer werden. Die fehlende Erfahrung des routinierten Angreifers muss dafür von den Jungen aufgefangen werden. "Das wird eine ordentliche Aufgabe, Stefan hat in den letzten Pokalfinals immer gut gespielt und auch getroffen", weiß der Coach.

Ansonsten dürfte der Kader vollständig sein, auch der zuletzt angeschlagene Torhüter Michael Niefer ist wieder zurück im Trainingsbetrieb. Gerweck hat bei seiner Truppe eine große Vorfreude festgestellt: "Die Jungs sind richtig heiß, jung und frisch. Viele von ihnen freuen sich riesig nach gefühlt drei Wochen im Herrenfußball die Chance zu bekommen, einen Pokal in die Luft die Luft zu stemmen."

Den Gegner hat er ausgiebig beobachtet, wobei das gesehene 0:8 der Ittlinger im badischen Pokal gegen den ASC Neuenheim wenig bis gar keine Aussagekraft besitzt. "Daraus werten wir nichts", erläutert Gerweck, "Neuenheim war einfach sehr stark, was nichts daran ändert, dass wir großen Respekt vor Ittlingen haben."

Auf dem Sportgelände der SG Waibstadt gelten klare Regeln: Für die Zuschauer der beiden Teams, die jeweils 230 Karten bekommen, dieses Kontingent aber vermutlich nicht ganz ausschöpfen, sind feste Bereiche zugeteilt worden. Dazu gehören separate Eingänge und Stehbereiche, die zwingend einzuhalten sind. Auf dem gesamten Sportgelände ist während der Veranstaltung eine Mund-Nasenbedeckung zu tragen und der Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Die Zuschauerzahl ist auf 500 Personen begrenzt. Eine Kontaktdatenerfassung ist an den Eingängen über die Luca-App, oder per Kontaktformular möglich. Wer das Spiel vor Ort sehen möchte, soll über die beiden Endspielteilnehmer versuchen ein Ticket zu kaufen. Am Spieltag gibt es keine Tageskasse.

Aufrufe: 030.7.2021, 12:30 Uhr
red.Autor