Die Entscheidung im Hindenburgpark: Der Ichenhauser Yannick Maurer hat den Duracher Torwart bereits umspielt und lässt sich auf dem Weg zum 2:0 nicht mehr aufhalten.
Die Entscheidung im Hindenburgpark: Der Ichenhauser Yannick Maurer hat den Duracher Torwart bereits umspielt und lässt sich auf dem Weg zum 2:0 nicht mehr aufhalten. – Foto: Ernst Mayer

Ichenhauser Sieg war nie gefährdet

Landesligist schlägt Durach mit 2:0 +++ Sonthofen verteidigt den knappen Vorsprung +++ Nördlingens Perfetto erwischt Sahnetag

Wenn es in der Landesliga Südwest so etwas wie ein Tabellenmittelfeld gibt, dann führt das der SC Ichenhausen an. Nach oben haben die Königsblauen einen Rückstand von sieben Zählern, auf die Abstiegszone ist das Polster nach dem 2:0-Sieg gegen den VfB Durach bequem und sorgt jetzt schon für eine mehr oder weniger sorgenfreie Frühjahrsrunde. Positiven Druck hat weiter der TSV Nördlingen, der zusammen mit dem TSV Gilching den Spitzenreiter jagt. Durch den 6:1-Sieg gegen den TuS Geretsried bleiben die Rieser dem 1. FC Sonthofen auf den Fersen, der mit dem FC Ehekirchen einmal mehr so seine Schwierigkeiten hatte.

SC Ichenhsn.
2:0
VfB Durach
Sp

Der SC Ichenhausen, bei dem Assistenzcoach Xhelal Miroci den verhinderten Trainer Oliver Unsöld erfolgreich vertrat, erwischte gegen den ersatzgeschwächten VfB Durach einen Start nach Maß. Bereits in der dritten Minute landete eine Flanke von Pierre Heckelmüller bei Dario Nikolic, der den Ball mit einem sehenswerten Kopfball in den Winkel wuchtete. Im Anschluss war der SCI spielbestimmend, hatte aber ein bisschen Pech bei zwei, drei Schüssen von der Strafraumumrandung. Ichenhausens Torwart Liridon Rrecaj wurde erstmals in der 24. Minute gefordert, als Tim Seefried ihn zu einer Parade zwang.
Die Führung zum Seitenwechsel ging demnach absolut in Ordnung und geriet nach der Pause nur einmal in Gefahr, als ein von Timo Hössl ausgeführter Freistoß aus 16 Metern haarscharf am Tor vorbei zischte (60.). Auf der anderen Seite des Spielfelds fiel dann der erlösende zweite Treffer. Ugur Kiral bediente Maurer, der mit feiner Einzelleistung Keeper Julian Methfessel umkurvte, und die Kugel aus kurzer Distanz über die Linie brachte. Damit war die Sache durch. (ica) Lokalsport GZ
Schiedsrichter: Tobias Barth (Peiting) - Zuschauer: 105
Tore: 1:0 Dario Nikolic (3.), 2:0 Yannick Maurer (75.)
Gelb-Rot: Kilian Kustermann (82./SC Ichenhausen)

FC Sonthofen
3:2
Ehekirchen

Der 1. FC Sonthofen machte es gegen den FC Ehekirchen bis in die Nachspielzeit spannend, ehe der Sieg schließlich feststand. Zweimal musste der FCS den Ausgleich hinnehmen, hätte in Hälfte zwei aber viel früher alles klarmachen können.
Der FC Ehekirchen war einmal mehr ein harter Prüfstein für die Schützlinge von Trainer Benjamin Müller. Die gingen zwar durch Marc Penz in Führung, verloren aber kurze Zeit später im Spielaufbau den Ball; Christoph Hollinger glich zum 1:1 aus. Eine gute halbe Stunde war vorbei, als der starke Kevin Haug die Oberallgäuer wieder in Front brachte. Dieser Vorsprung hatte erneut nicht lange Bestand: Michael Panknin nutzte einen Foulelfmeter zum 2:2. Weil Haug auf der Gegenseite einen Kopfball auf das Tornetz setzte, ging es mit dem Remis in die Pause.
Im zweiten Durchgang nahm der Sonthofer Druck zu. Andreas Hindelang hatte erst Pech mit einem Freistoß an die Latte, köpfte dann aber einen Flankenball von Penz zum 3:2 in die Maschen. Haug, Schäffler sowie Armin Bechter verpassten es danach, alles klar zu machen. Das hätte Ehekirchens Matthias Rutkowski in der Schlussphase aus spitzem Winkel beinahe noch bestraft. FCS-Kapitän Manuel Wiedemann fiel ein Stein vom Herzen: „Egal, wie wir das gewonnen haben, Hauptsache drei Punkte. Das war eine Willensleistung von uns“. Auch Coach Benjamin Müller sprach letztlich von einem „hoch verdienten Sieg“. (dl)
Schiedsrichter: Philipp Rank (München) - Zuschauer: 285
Tore: 1:0 Marc Penz (17.), 1:1 Christoph Hollinger (21.), 2:1 Kevin Haug (33.), 2:2 Michael Panknin (41./Foulelfmeter), 3:2 Andreas Hindelang (68.)

Gilching-A.
3:0
Illertissen II

Weitgehend auf verlorenem Posten stand der FV Illertissen II beim TSV Gilching-Argelsried. Lediglich einen Distanzschuss von Kristof Ott (5.) gab es zu notieren. „Die waren richtig gut“, sagte Illertissens Co-Trainer Matthias Linder und sprach von einer verdienten Niederlage seines Teams.
Dem frühen 1:0 der Hausherren war jedoch eine etwas strittige Situation vorangegangen: Gilching hatte dabei aus Sicht der Gäste von einem Handspiel profitiert. Murat Ersoy war der Torschütze. Vor der Pause musste Illertissens Torhüter Christian Hafner noch zwei Mal eingreifen, um Schlimmeres zu verhindern. Nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts, Illertissen wurde vor dem gegnerischen Gehäuse nicht mehr auffällig. Die Tore schoss nur der Tabellendritte. Erst gewann Maximilian Hölzel ein Laufduell und erhöhte auf 2:0. Murat Ersoy war eine gute Viertelstunde danach ebenfalls frei vor Torwart Christian Hafner. Mit seinem zweiten Tor sorgte er für den 3:0-Endstand. (jürs) Lokalsport IZ
Schiedsrichter: Simon Konrad (Adelzhausen) - Zuschauer: 220
Tore: 1:0 Murat Ersoy (4.), 2:0 Maximilian Hölzl (51.), 3:0 Murat Ersoy (67.)

Lange mussten die Anhänger des TSV Gersthofen warten, bis der SV Egg an der Günz in einem wahren Abnützungskampf mit 4:1 besiegt werden konnte. Ferkan Secgin (links) leitete den höchsten Saisonsieg mit dem Treffer zum 2:1 ein.
Lange mussten die Anhänger des TSV Gersthofen warten, bis der SV Egg an der Günz in einem wahren Abnützungskampf mit 4:1 besiegt werden konnte. Ferkan Secgin (links) leitete den höchsten Saisonsieg mit dem Treffer zum 2:1 ein. – Foto: Marcus Merk

Gersthofen
4:1
SV Egg/Günz

Unmittelbar vor dem Pausenpfiff hätten wohl die wenigsten Zuschauer daran geglaubt, dass sie gegen den SV Egg an der Günz noch den höchsten Saisonsieg des TSV Gersthofen miterleben würden. Die Heimelf agierte fahrig und unentschlossen, wie schon der erste Angriff zeigte, den Rudi Kine und Manuel Lippe viel zu umständlich versemmelten (2.). Mit weiten Bällen auf Manuel Schedel stürzten die Egger die TSV-Hintermannschaft von einer Verlegenheit in die andere.
Auch beim Elfmeter, den Simon Achatz mit gutem Einsatz herausgeholt hatte, machte der TSV keine gute Figur. Ibrahim Neziri hatte sich den Ball bereits geschnappt, ehe sich doch Stefan Heger die Kugel zurechtlegte. Seinen schwach geschossenen Strafstoß konnte Patrick Drexel mühelos parieren (18.). Egg witterte seine Chance gegen die unkonzentrierten Hausherren und ging durch den Schuss von Sebastian Egger in Führung.
45 Minuten waren bereits vorbei, als Simon Achatz mit einem Querpass Stefan Heger erreichte, der seinen ersten Treffer für den TSV Gersthofen erzielte. Nach diesem Tor pfiff der Unparteiische zur Pause. „Dieser Ausgleich war Gold wert“, so Trainer Hildmann. In der Tat: Während das Wetter immer trüber wurde, begann der TSV Gersthofen nun zu glänzen und überrannte den Gegner förmlich. Ferkan Secgin verwertete eine Flanke von Manuel Lippe zum 2:1, vier Minuten nach seiner Einwechslung stand Nico Baumeister frei vor Drexel und vollendete zum 3:1. Jetzt fiel der SV Egg endgültig auseinander, während die Gersthofer weitere Treffer auf der Pfanne hatten. Es hätte ein Schützenfest werden können, es fiel aber nur noch das 4:1 durch Safet Konakovic. (oli) Lokalsport Labo
Schiedsrichter: Thomas Wagner (Freyung) - Zuschauer: 123
Tore: 0:1 Sebastian Egger (40.), 1:1 Stefan Heger (45.+1), 2:1 Ferkan Secgin (57.), 3:1 Nico Baumeister (70.), 4:1 Safet Konakovic (90.+1)
Besondere Vorkommnisse: Stefan Heger (TSV Gersthofen) scheitert mit Foulelfmeter an Torwart Patrick Drexel (18.)

Nördlingen
6:1
Geretsried

„Wir wollten unseren Zuschauern nochmal zielstrebigen Offensivfußball bieten. Dies ist uns eindrucksvoll gelungen“, war nicht nur Nördlingens Trainer Daniel Kerscher nach dem klaren Heimsieg gegen den TuS Geretsried vollauf zufrieden. Auch Etienne Perfetto hatte allen Grund zum Strahlen. Der 21-Jährige war der Spieler des Tages und erzielte erstmals in der Landesliga einen lupenreinen Hattrick.
Dafür brauchte Perfetto gerade mal elf Minuten, nach einer halben Stunde hatte er den Ball dreimal im Netz der Oberbayern versenkt. „Nördlingen war diesmal einfach der falsche Gegner für uns“, musste Co-Trainer Christian Steeb feststellen, der diesmal den rotgesperrten Martin Grelics vertrat und auf zahlreiche Spieler verzichten musste. Sechs Geretsrieder, die diesmal auf dem Platz standen, kickten in der vergangenen Saison noch in der U19 und erhielten diesmal reichlich Anschauungsunterricht, wie zielstrebig nach vorne gespielt wird. Nach Perfettos Hattrick steuerte Alexander Schröter einen Doppelpack bei, sodass die Partie beim Stande von 5:0 kurz nach der Pause längst entschieden war.
Die Nördlinger Defensive ließ sich nur einmal bezwingen, als Christoph Klein mit einem Flachschuss den Geretsrieder ehrentreffer erzielte. Doch schon zwei Minuten später war der alte Abstandwieder hergestellt. Perfetto war von TuS-Kapitän Ludwig Buchmair gefoult worden und Manuel Meyer machte mit einem Strafstoß das halbe Dutzend voll. Der Nördlinger Torhunger war damit zwar gestillt. (jais) Lokalsport RN
Schiedsrichter: Maximilian Riedel (Horgau) - Zuschauer: 110
Tore: 1:0 Etienne Perfetto (19.), 2:0 Etienne Perfetto (28.), 3:0 Etienne Perfetto (30.), 4:0 Alexander Schröter (35.), 5:0 Alexander Schröter (49.), 5:1 Christoph Klein (56.), 6:1 Manuel Meyer (58./Foulelfmeter)

Garmisch-P.
1:2
SV Mering

Zufrieden lehnte Trainer Ajet Abazi vor der Türe zur Spielerkabine. Von innen drangen wummende Bässe in stattlicher Lautstärke nach außen. Eine zweifellos nachvollziehbare Freude. Denn der SV Mering revanchierte sich beim 1. FC Garmisch-Partenkirchen für die 2:3-Pleite im Hinspiel und landete den dritten Sieg in Folge.
„Über die gesamten 90 Minuten gesehen nicht ganz unverdient für uns“, konstatierte Abazi. Vor allem in der Anfangsphase setzten die Gäste mehr Akzente und hatten Chancen durch Manuel Salzmann und Lukas Kristen. Nach dem Seitenwechsel lief es allerdings zunächst überhaupt nicht für den MSV. Moritz Müller nahm einen Flugball von Immanuel Sierck mit der Brust an, machte noch einige Schritte und schloss zum 1:0 ab. Wie ihm Hinspiel geriet der MSV also in Rückstand, wie im ersten Saisonduell schlug der MSV aber zurück. Manuel Utz profitierte beim Ausgleich davon, dass der Ball noch abgefälscht wurde und sich unhaltbar unter die Querlatte senkte. Nach einem Zweikampf zwischen Utz mit Christoph Schmidt, entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß. Jeton Abazi übernam die Verantwortung und scheiterte zunächst an Garmischs Torhüter Salcher, doch im Nachschuss erzielte Merings Torjäger das 1:2. Zu diesem Zeitpunkt waren allerdings noch mehr als 20 Minuten zu spielen. Garmisch drängte in der Schlussphase auf den Ausgleich, doch die Meringer Defensive hielt gut dagegen. Als Turm in der Schlacht präsentierte sich einmal mehr Merings Torhüter Julian Baumann. (or) Lokalsport FA
Schiedsrichter: Michael Hagl (Grassau) - Zuschauer: 160
Tore: 1:0 Moritz Müller (54.), 1:1 Manuel Utz (59.), 1:2 Jeton Abazi (68.)
Bes. Vorkommnis: Jeton Abazi (SV Mering) scheitert mit Foulelfmeter an Torwart David Salcher (68.)

FC Kempten
4:1
FC Memmingen II

Die U21 des FC Memmingen kommt nicht aus der Negativspirale heraus. Beim FC Kempten setzte es eine ergebnismäßig deutliche Niederlage. „Wenn du 1:4 verlierst, hast Du keine Argumente“, zeigte sich FCM-Trainer Besim Miroci enttäuscht über das Ergebnis. Weil seine Mannschaft eigentlich eine gute Leistung zeigte, gut zusammenspielte und sich auch gute Tormöglichkeiten erarbeitete. „Letztendlich geht es darum, Tore zu erzielen und keine Geschenke zu verteilen“, lautete sein Resümee. Und er hatte schon einen Lösungsansatz: „Da hilft nur Training, Training und nochmals Training.“
Die Memminger wurden aber auch schon eiskalt erwischt: Kemptens Thomas Rathgeber spielte auf Matthias Jörg, der aus nächster Nähe schon in der fünften Minute zum 1:0 traf. Davon zeigte ich der wenig beeindruckt. Hasan Akcakaya vergab noch (17.), Kutay Yel sorgte für den Ausgleich.
Nach der Pause zeigte sich der FC Kempten abgezockter und ging gleich nach der Pause durch Christopher Duchardt erneut in Führung. Deniz Yilmaz baute per Kopfball die Führung aus, und während Yel den Memminger Anschlusstreffer vergab, sorgte Ex-Profi Thomas Rathgeber auf der Gegenseite mit dem 4:1 für die Entscheidung. (ass)
Schiedsrichter: Kevin Kassel (Unterhaching) - Zuschauer: 100
Tore: 1:0 Matthias Jörg (5.), 1:1 Kutay Yel (32.), 2:1 Christopher Duchardt (49.), 3:1 Deniz Yilmaz (55.), 4:1 Thomas Rathgeber (74.)

Aufrufe: 021.11.2021, 20:56 Uhr
Walter BruggerAutor

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