Benfes Gerrit Becher (l.) ließ gegen TSV-Kicker Dario Steinbeck (r.) nichts anbrennen.
Benfes Gerrit Becher (l.) ließ gegen TSV-Kicker Dario Steinbeck (r.) nichts anbrennen. – Foto: tika (2), vö (1)

Sonneborn luchst Benfe „Dreier“ ab

Aue-Wingeshausen punktet im Derby beim FCB – Weißtals Reserve stolpert erneut, bleibt aber Spitzenreiter – Ebenauer Traumstart hält an

TSV Weißtal II
0:0
SV Dreis-Tie

Die Reserve des TSV Weißtal kam in den frühen Mittagsstunden gegen den SV Dreis-Tiefenbach nicht über eine „Nullnummer“ hinaus und verliert damit aber nicht die Tabellenführung, weil die Verfolger aus Benfe und Aue-Wingeshausen sich im direkten Duell die Punkte teilten. Es war nach dem 1:1 beim TuS Diedenshausen bereits die zweite Punkteteilung in Folge für die Elf vom „Henneberg“. Die zweite „Welle“ des Landesligisten schaffte es über die kompletten 90 Minuten nicht, ihre spielerischen Vorteile auszunutzen, kam daher nur zu wenigen Chancen und hatte am Ende gegen wacker verteidigende Gäste noch Glück, als ein SVD-Akteur die Kugel aus etwa fünf Metern freistehend über den Kasten bugsierte (89.).

Ansonsten verteidigte die TSV-Reserve die meisten langen Bälle des Gegners weg, aber vorne fehlte trotz einer besseren zweiten Hälfte mit ein, zwei Hochkarätern die Durchschlagskraft, um gegen Dreis-Tiefenbach mehr als einen Punkt mitzunehmen. „Wir hatten uns mehr vorgenommen. Am Ende ist das 0:0 aber ein gerechtes Ergebnis, weil wir gegen einen sehr robusten Gegner nach vorne nicht die richtigen Lösungen gefunden haben. Positiv ist aber, dass wir zu Null gespielt haben und weiter ungeschlagen sind“, urteilte Weißtals Co-Trainer Andre Seither, der den privat verhinderten Bernard Krasniqi an der Seitenlinie vertrat.

SpVg Kre/Mü
0:0
Eckmannshsn

Auch das zweite Siegerländer Duell endete, ohne dass eine von beiden Mannschaften ins Tor treffen konnte. Die SpVg. Kredenbach/Müsen kann mit dem 0:0-Remis gut leben, anders als der SV Eckmannshausen, der bereits zum vierten Mal über ein Unentschieden nicht hinaus kommt und mit vier Punkten im unteren Tabellendrittel steht.

Für Soren Münker, Trainer der Elf vom „Kellershain“ war das Spiel jedoch eine typische „Nullnummer“, die zurecht keinen Sieger fand: „Das war ein ausgeglichener Schlagabtausch mit viel Mittelfeldgeplänkel und wenigen Chancen auf beiden Seiten. Vielleicht hatten die Eckmannshausener minimal die besseren Möglichkeiten, aber auch wir hatten das eine entscheidende Tor auf dem Fuß.“


SV Banfetal
2:3
VfB Banfe

Derby-Zeit am Halberg in Hesselbach – da hatte Schiedsrichter Bernd Pöppel alle Hände voll zu tun. Am Ende gewann der Gast aus Banfe in der kampfbetonten Partie durch Tore von Marvin Vahland (13.), Tim Schmidt (64.) und Alexander Klaus (68.) bei Gegentreffern von Lukas Lang (35.) und Malik Ramovic (81.). „Wir haben diese Woche Charakter bewiesen. Das war wichtig“, freute sich VfB-Trainer René Röthig. Ein „intensives Spiel“ sahen die Zuschauer, wobei Banfe „in der ersten Viertelstunde gut drin war“, wie Röthig fand. Das Tor seiner Elf sei dann auch super herausgespielt gewesen. „Und das 2:1 kam aus dem Nichts.“ Mit dem 3:1 sei das Spiel eigentlich gelaufen. „Wir sind nach vorne schnell, trotzdem war das ein glücklicher Sieg.“

Sein Gegenüber Marco Schiavone verkrümelte sich nach dem Derby am Vereinsheim in die Ecke: „Wir waren die bessere Mannschaft und spielbestimmend“, so der Trainer des SV Oberes Banfetal. „Wir schießen aber drei Eigentore und verbummeln einen Elfmeter.“ Was er nicht verstehe: „Jede Chance gegen uns wird dann auch genutzt. Das dürfen wir nicht zulassen.

Hilchenbach
5:1
SV Schameder

Erst, als die Partie eigentlich schon gelaufen war, fand der SV Schameder beim FC Hilchenbach ins Spiel – am Ende stand eine 1:5 (0:3)-Niederlage für den kriselnden SVS. „Als die Nummer rum war, haben wir es geschafft, Fußball zu spielen“, haderte SVS-Spielertrainer Kevin Knebel, der sich in der ersten Hälfte zwei individuelle Fehler leistete – beide führten zu Gegentoren.

Der umtriebige Ole Schmitt (37./45.+1), Pascal Timo Krömpel (39.), Tristan Juksaar (81.) und Julian Hille (90.+4) sorgten für den Sieg der Hausherren. Moritz Braun (70.) sorgte per Nachschuss – zuvor war er mit einem Foulelfmeter an FCH-Keeper Markus Weber gescheitert – für den Gästetreffer. „Wir waren nicht komplett chancenlos. Bis zum vierten Gegentreffer war Glauben in der Mannschaft“, resümierte ein enttäuschter Coach Knebel.


FC Benfe
1:1
Wingeshausen

Die Entwicklung ist sichtbar – schon beim Blick auf die Tabelle. Und doch behält der FC Benfe die Bodenhaftung. „Es ist eine schöne Momentaufnahmen, dass wir da oben stehen“, erklärte Björn Küste. Der Trainer des FC Benfe wusste nach dem 1:1 (1:0)-Unentschieden am Sonntag gegen den TSV Aue-Wingeshausen, die Lage der Dinge einzuordnen. Zumal das Remis der beiden Tabellennachbarn in der Fußball-B-Kreisliga genügte, um geerdet zu bleiben. „Wir haben in der ersten Halbzeit clever gespielt, in der zweiten Hälfte aber den Faden verloren. Am Ende war das ein leistungsgerechtes Remis“, konstatierte Küste.

In der Beierbach-Arena in Benfe waren die Hausherren zunächst durch Pascal Ernst (35.) in Führung gegangen. Nach der Pause egalisierte Jens Sonneborn (53.) per Foulelfmeter für die Gäste. „Wir waren über 90 Minuten tonangebend, haben vieles von dem umgesetzt, was wir wollten. Wir haben uns viele klare Torchancen erarbeitet, gerade deshalb ist das Ergebnis ärgerlich – wir haben zwei Punkte verloren“, haderte Torben Belz. Der Coach des TSV Aue-Wingeshausen war reichlich bedient, auch ob der Fußverletzung von Keeper Marcel Sonneborn, der per Krankenwagen ins Krankenhaus gefahren wurde. „Wir haben uns in der ersten Halbzeit zu sehr dem Gegner angepasst und in der zweiten Hälfte die Dinge in die eigenen Hände genommen“, fasste Belz seine Sicht der Dinge zusammen.

Birkelbach II
2:1
Dautenbach

Spielerisch war der Sieg mitnichten verdient, dennoch war die Erleichterung bei der Reserve der Sportfr. Birkelbach groß. Der Fußball-B-Kreisligist feierte den ersten „Dreier“ der Saison – und dies im absoluten Kellerduell. Die gemeinsam von Christof Hoffmann und Markus Büdenbender gecoachte Elf sicherte sich einen 2:1 (1:0)-Sieg gegen Schlusslicht 1. FC Dautenbach. „Das war ein wichtiger Sieg. Allerdings war es nach dem Benfe-Spiel auch das schlechteste Spiel der Saison“, haderte Hoffmann.

Yannik Büdenbender (35.) und Jonah Stremmel (72.) per Foulelfmeter wickelten den Sieg der Gastgeber auf dem Sportplatz in Birkelbach in trockene Tücher. Zwischenzeitlich hatte Dautenbachs Christopher Hill (65.) den Ausgleich erzielt – ebenfalls per Foulelfmeter. Birkelbachs Nikolaj Hoff (85.) sah „Gelb-Rot“ wegen wiederholten Foulspiels. „Wir haben nie richtig die Ordnung gefunden. Der Kampf war da, deshalb haben wir uns die drei Punkte zum Schluss hin eher erkämpft. Ein Unentschieden wäre gerechter gewesen“, konstatierte Hoffmann, der den Sieg sportlich fair einordnete.


FC Ebenau
4:2
SpVg Bürbach II

Besser kann es für den FC Ebenau kaum laufen: Der Fußball-B-Kreisligist hat am Sonntag einen 4:2 (1:0)-Erfolg gegen die Reserve der SpVg. Bürbach gefeiert und seine Spitzenposition in der Tabelle manifestiert. „Wir haben hohe Qualität in der Mannschaft und kompensieren auch Ausfälle von Leistungsträgern“, erklärte FCE-Coach Boris Jonjic mit Blick auf die Ausfälle von Sven Grauel und dem langzeitverletzten Manuel Schlapp.

Auf dem Rasenplatz in Beddelhausen sorgte Rene Haushotte für die Führung, die David Limper (50.), Dennis Schmidt (60.) und Daniel Spies (66.) ausbauten. Auf Seite der Gäste traf Marcel Weber (48./82.). „Die Mannschaft hat es das gesamte Spiel über top gemacht. Zugleich sieht man, dass noch Luft nach oben ist, das ist positiv. Die Jungs sind willig und lernfähig. Die Chemie passt, der Erfolg ist da. Dass wir als Aufsteiger einen solchen Start hingelegt haben, ist wohl eine Überraschung für die gesamte Liga“, erklärte Jonjic. Bitter: In der Schlussphase musste FCE-Kicker David Limper nach einem Tritt ins Gesicht ins Krankenhaus, um genäht zu werden.

Eschenbach
3:4
Diedenshsn

Indes drehte der TuS Diedenshausen einen Drei-Tore-Rückstand noch zu einem Sieg. „Die ersten 25 Minuten haben wir komplett verschlafen und lagen verdient hinten. Danach hat die Mannschaft Moral bewiesen“, konstatierte Björn Kleinwächter. Der Coach des Fußball-B-Kreisligisten sprach nach dem 4:3 (1:2) beim SV Grün-Weiß Eschenbach von einem verdienten Sieg: „Wir waren am Ende das eine Tor besser.“

Durch einen Treffer von Luca Maciejewski (6.) und ein Eigentor von Philipp Dienst (21.) gerieten die Hausherren in Rückstand, den Thorsten Lückel verkürzte (32.). Nach der Pause traf Toni Schäfer für Eschenbach(52.), ehe die „sehr guten 15 Minuten“ der Gäste anbrachen: Marc Gaß (60.), Dienst diesmal auf der richtigen Seite (65.) und Nils Homrighausen (66.) drehten die Partie.

922 Aufrufe18.10.2020, 18:30 Uhr
klug/tika/vöAutor

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