Zweimal lag der FC Ebenau (schwarze Trikots) beim SV Schameder in Front, doch der SVS sicherte sich letztlich doch einen Punkt gegen den zweifachen „Aue-Bezwinger“ der Vorwoche.
Zweimal lag der FC Ebenau (schwarze Trikots) beim SV Schameder in Front, doch der SVS sicherte sich letztlich doch einen Punkt gegen den zweifachen „Aue-Bezwinger“ der Vorwoche. – Foto: schn, ako

Benfe ballert sich an die Spitze

Vogelwildes 5:5 in Eckmannshausen – Diedenshausen fegt Dreis-Tiefenbach vom Ascheplatz – Aue-Wingeshausen erholt sich mit Zittersieg

SpVg Bürbach II
1:1
VfB Banfe

Wenn der VfB Banfe die 1:0-Führung durch Tim Schmidt (63.) etwas länger gehalten hätte, wäre sogar ein Auswärtssieg möglich gewesen. Doch Denis Wening (64.) egalisierte postwendend für den Gastgeber, sodass die Elf von Trainer René Röthig einen Punkt mit auf die Heimreise nahm und die Bürbacher Reserve wiederum ebenfalls einen Zähler am „Galgenberg“ behalten konnte.

Dautenbach
1:4
TSV Weißtal II

Auch das zweite Spiel in der noch jungen Saison konnte die Reserve des TSV Weißtal für sich entscheiden. Beim Aufsteiger FC Dautenbach fuhr die Elf vom „Henneberg“ einen 4:1-Auswärtssieg ein. Die Klasse des Titelaspiranten musste FCD-Coach Ali Senal neidlos anerkennen: „Weißtal war heute mindestens eine halbe Nummer zu hoch für uns. Bei unserer jungen Truppe fehlt noch in manchen Szenen die nötige Erfahrung, um gegen solche Gegner Punkte zu sammeln. Eine halbe Stunde lang haben wir richtig Dampf gemacht und hatten unsere Chancen. Am Ende ist die Niederlage aber auch in der Höhe verdient.“

Schon nach einer Minute klingelte es am „Sender“: Martin Harazim schoss die TSV-Reserve in Front (1.). Danach hielt Dautenbach lange dagegen, ehe Jan Christopher Patt mit einem Elfmeter den Vorsprung ausbaute (38.). Ein Strafstoß war es dann auch, den Henok Seyoum verwandelte und durch den die Dautenbacher nochmal an einem Punktgewinn schnupperten (58.). Doch der Gast aus Weißtal ließ in der Schlussphase nichts anbrennen und besiegelte durch Julius Spork (75.) und Max Schwunk (83.) die zweite Niederlage des Aufsteigers.

Eckmannshsn
5:5
Eschenbach

Wild, furios und torreich ging es derweil im Netphener Derby zwischen dem SV Eckmannshausen und Grün-Weiß Eschenbach zu. Am Ende standen zehn Eckmannshausener und zehn Eschenbacher am Platz und zehn Tore zu Buche, die auf beide Seiten jeweils zur Hälfte verteilt waren. SVE-Spielertrainer Matthias Friedrich sah das Ergebnis mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Einerseits muss man mit einem Punkt zufrieden sein, wenn man fast 70 Minuten in Unterzahl spielt. Andererseits ist das Ergebnis für Eschenbach schmeichelhaft, weil wir den Spielverlauf klar dominiert haben.“

Nach 20 Minuten gab's den ersten Aufreger. Wegen einer Notbremse von Tobias Fenner bekamen die Grün-Weißen einen Elfmeter zugesprochen, den Toni Schäfer zur Führung verwertete. Gleichzeitig flog Fenner aber mit glatt „Rot“ vom Platz. Den Ärger über die Dreifachbestrafung steckte Eckmannshausen gut weg und drehte dank zwei Toren von Jan Henrichs – eins aus dem Spiel heraus (37.), eins vom Punkt (45.) – das Spiel. Nach der Pause bauten Jan-Christopher Rosin (53.) und Julian Koch (66.) den Vorsprung weiter aus. Doch danach läuteten Fehler des SVE eine vogelwilde Schlusssphase ein:

Binnen drei Minuten hatten Marvin Weber (71.), Marvin Stephan (73. Foulelfmeter) und Benedikt Durgut (74.) für Eschenbach den Ausgleich besorgt, ehe Luca Maciejewski die Aufholjagd der Gäste mit dem Führungstreffer krönte (84.). Kurz vor Schluss wiederholte sich aber das Spiel der Anfangsphase – nur umgekehrt. Toni Schäfer wurde nach einem Foul im Strafraum mit der gelb-roten Karte des Feldes verwiesen (89.) und Jan Henrichs verwandelte den Strafstoß zum 5:5-Endstand (90.). „Unsere junge Mannschaft hat nach dem 4:1 den Kopf verloren, aber am Ende doch noch Moral gezeigt, daher überwiegt letztlich der Gewinn eines Punktes“, schloss Friedrich.

SV Schameder
2:2
FC Ebenau

Kevin Knebel, Spielertrainer beim SV Schameder, konnte seine Emotionen nur schwer in ruhigere Bahnen lenken. Sein Team musste in der 68. Minute und in der Nachspielzeit gleich zwei Ampelkarten wegstecken. Am Ende erkämpften sich die Gastgeber vom SV Schameder gegen die stark spielenden Aufsteiger vom FC Ebenau ein 2:2 (1:1)-Remis. „Die erste Gelb-Rote Karte gab es für drei Fouls, da darf man sich nicht beschweren. Was bei der zweiten gepfiffen wurde, das weiß keiner“, haderte Knebel ziemlich genau eine Dreiviertelstunde nach dem Spiel noch.

Vor allem in der ersten Halbzeit hätten die Hausherren das Spiel eigentlich schon eintüten können. Das sah auch Ebenau-Übungsleiter Boris Jonjic so: „Wir waren in der zweiten Hälfe besser, Schameder in der ersten Hälfte. Da hätten wir verlieren können.“ Nach 18 Minuten brachte Max Weber die Gäste mit 1:0 in Führung. In der Folge kam der favorisierte SV Schameder ins Rollen und dominierte die Partie. Es dauerte aber bis zur 37. Minute, ehe Joey Dohle das 1:1 erzielte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der SVS schon mehrere gute Möglichkeiten liegen lassen. Nach dem Seitenwechsel schlug Sven Grauel für Ebenau zu und stellte auf 2:1 für seine Farben (47.).

Nach dem Platzverweis für Niklas Weyand (68.) kam Schameder wieder besser ins Spiel. „Da haben wir dann wieder Fußball gespielt“, so Knebel. Tim Beuter erzielte den 2:2-Ausgleich (75.). Erst wenige Minuten vor Schluss waren die Hausherren wieder die bestimmende Mannschaft. Als Schlusspunkt sah Kevin Knebel noch den zweiten Platzverweis in der Schlussminute. „Wir haben vier Punkte aus zwei Spielen. Wir sind zufrieden und das Ergebnis heute ist gerecht“, so das Fazit von Boris Jonjic.


Wingeshausen
3:2
Birkelbach II

Eine ausgeglichene und hart umkämpfte Partie – insgesamt acht gelbe Karten – sahen die Zuschauer am Sportplatz in der Wester, nach deren Ende die Hausherren wohl etwas glücklich als Sieger vom Platz gingen. Denn die Gäste aus Birkelbach erarbeiteten sich von Beginn an mehr Torchancen als die Heimmanschaft. Dennoch brachte Marko Jonjic (44.) den von vielen so hoch gehandelten TSV kurz vor der Pause in Führung.

In der zweiten Halbzeit dann das unveränderte Bild. Die Birkelbacher Reserve machte mehr für das Spiel nach vorne, hatte mehr Zug zum Tor und traf mit einem Schuss aus kurzer Distanz den Pfosten. Doch als alles auf einen Ausgleichstreffer der Gäste hindeutete, stellte Jens Sonneborn (81.) wie aus dem Nichts mit einem satten Schuss – den Gästetorhüter Florian Nölling nur noch ins eigene Tor abwehren konnte – auf 2:0. Aber die Birkelbacher ließen ihre Köpfe nicht hängen. Nur drei Minuten später schoss Michael Treude (84.) den 2:1-Anschlusstreffer. Allerdings war es dann TSV-Spieler Marc Koch, der kurz danach alle Birkelbacher Hoffnungen zunichte machte. Er brachte das Leder in der 88. Spielminute nach einem langen Ball sicher im Tor unter – 3:1. Michael Treude verkürzte in der Nachspielzeit (90.+3.) zwar noch einmal auf 3:2, doch so lautete auch der Endstand.

„Das war heute eine absolute Katastrophe. Wir haben zu keinem Zeitpunkt ins Spiel gefunden“, konstatierte Torben Belz. Nach den Auftritten seiner Mannschaft wies der TSV-Trainer die von außen herangetragene Favoriten-Rolle von sich: „So werden wir nicht viele Punkte in der Liga holen.“ Auf der Gegenseite zeigte sich Christof Hoffmann, Fußball-Abteilungsleiter der Sportfreunde Birkelbach, mit der Leistung seiner Mannschaft absolut zufrieden: „Wir hatten immer wieder unsere Möglichkeiten, aber leider Pech im Abschluss. Mit der Leistung bin ich daher zufrieden, mit dem Ergebnis nicht. Ein Unentschieden wäre mit Sicherheit gerecht gewesen.“

FC Benfe
8:4
SpVg Kre/Mü

Die Mannschaft von Trainer Björn Küste schießt sich durch den zweiten Erfolg in Serie überraschend an die Tabellenspitze der B-Kreisliga. Die Grün-Weißen überrollten in der Beierbach-Arena den Gast aus dem nördlichen Siegerland regelrecht – auch wenn man vier Gegentore einstecken musste.

In der Offensive ist gegen den FC derzeit kein Kraut gewachsen. Nach zwei Saisonspielen haben die Benfer bereits 13 Treffer erzielt. Gegen Kredenbach/Müsen glänzte Rückkehrer Gerrit Blecher als Vierfach-Schütze (6./29./53./81.), Tom Joshua Oft traf doppelt (22./26.). Die weiteren „Hütten“ gelangen Patrick Dobak (47.) und Guiseppe Marino (85.).

Hilchenbach
4:4
SV Banfetal

In der Winterbach-Arena bekamen die Zuschauer ein wahres Torfestival zu sehen, denn auf dem Kunstrasenplatz in Dahlbruch fielen acht Tore. Das erste erzielte Lorenz-Christopher Stötzel (11.) für die Hausherren. „In der ersten Halbzeit war das Standfußball von uns und wir haben Hilchenbach bei dem Tor eingeladen“, so SV-Coach Marco Schiavone. In der zweiten Halbzeit fanden seine Mannen aber viel besser in die Partie, gewannen viele Zweikämpfe und machten ordentlich Druck auf das Tor der Hilchenbacher. Die Treffer von Tim Schäfer (47. und 61.) und Dominik Wick (56.) waren daher die logische Konsequenz.

Und dann wurde es turbulent: Für Hilchenbach verkürzte Julian Hille (71.), doch Dominik Wick erzielte nur vier Minuten später seinen zweiten Treffer (75.) – die Gäste führten mit 2:4. Dieses Ergebnis konnte der SV Oberes Banfetal aber nicht über die Zeit retten, denn die Hilchenbacher schlugen gegen Ende des Spiels mit den Toren von Michael Hassel (83.) und Tom-Fabian Sabel (86.) nochmal zu und glichen zum 4:4 aus. „Wenn man auswärts 4:2 führt, dann muss man das auch mal mit nach Hause nehmen. Das ist deshalb eine gefühlte Niederlage für uns“, zeigte sich Marco Schiavone mit dem Endergebnis des Spiels nicht zufrieden.

Diedenshsn
4:0
SV Dreis-Tie

Im Saale-Stadion ließ der TuS überhaupt nichts anbrennen und dem Gast aus Dreis-Tiefenbach keine Chance. Zumindest vom Ergebnis blieb der SV bis Mitte der zweiten Hälfte noch im Spiel, doch dann belohnte sich das Team von Björn Kleinwächter mit weiteren Toren. Die Ausbeute teilten sich Philipp Dienst (39. und 68.), Elias Homrighausen (62.) und Nils Homrighausen (66.).

Aufrufe: 027.9.2020, 20:40 Uhr
ako/klug/schnAutor

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