
Die 70 Kreisklassisten und die 133 A-Klassisten im Fußballkreis Ost werden sich noch einige Tage gedulden müssen. Denn während alle Teams im Kreis West bereits seit Montagmorgen über sämtliche Kreis-Ligen-Einteilungen Bescheid wissen, müssen die Teams im Osten eine Woche länger warten. Frühestens am kommenden Montag, den 16. Juni, will der Kreis-Spielausschuss nach langen Diskussionen eine möglichst tragfähige Lösung präsentieren.
"Es war und wird sehr haarig, aber wir wollen nichts überstürzen", kommentiert Wolfgang Heyne, stellvertretender Kreisspielleiter die bevorstehende Einteilung der fünf Kreis- und zehn A-Klassen. Denn während die Zuteilung der 28 Teams in die Kreisliga Passau und Straubing so gar keine Probleme machte, sieht es im unteren Kreisbereich ganz anders aus. Nach dem vermehrten Abstieg aus den Kreisklassen - neben den 12 Direktabsteigern mussten neun von zehn (!) Kreisklassen-Abstiegsreleganten die Segel streichen - wird die Anzahl der Kreisklassen nun planmäßig von sechs auf nur noch fünf Kreisklassen reduziert. Ein Akt, der vor allem die Ligen-Einteiler ins Schwitzen bringt.
Einer von vielen Gründen für die große Komplexität: Weil es im Kreisklassen-Bereich mit den beiden Traditionsklubs TV Freyung und dem SV Riedlhütte gleich zwei FRG-Bestandsteams via Relegation erwischt hat, es auch der TSV Ringelai nicht geschafft hat, und ganz einfach eine der bisher sechs Kreisklassen gestrichen werden muss, werden die Fahrtstrecken für die allermeisten Kreisklassisten nun deutlich größer. Und - um im Beispiel zu bleiben - müssten die allermeisten Teams im Bereich Freyung-Grafenau künftig in Richtung Kreisklasse/Landkreis Passau spielen. "Randteams" wie den TSV Klingenbrunn könnte es Richtung Kreisklasse Regen ziehen und die SG Saldenburg/Thurmansbang Richtung Kreisklasse Deggendorf. Ohnehin werden viele klassische Deggendorfer Vereine künftig wohl mit Teams aus dem Raum Vilshofen spielen. Ein Blick auf die Landkarte zeigt: Womöglich blüht dem SV Bernried und der SG Edenstetten eine Einteilung in Richtung Kreisklasse Regen, auch Neu-Kreisklassist TSV Aschenau könnte dieses Schicksal treffen. Sprich: alt-bewährte Traditionen müssten aufgeweicht werden.
"Das stark reduzierte Kreisklassenfeld zieht nun natürlich auch nach sich, dass wir deutlich mehr A-Klassisten in die unterschiedlichen Ligen einzuteilen haben. Es gibt einige Grenzfälle. Als Härtefälle würde ich sie aber nicht bezeichnen", so Heyne. Nach aktuellem Stand läuft es auf wohl drei 14er-Ligen und sieben 13er-Ligen hinaus. Und damit auf eine deutliche Aufstockung der in der Vorsaison zum Teil nur mit 12 oder 13 Teams bestückten Ligen hinaus. In der A-Klasse Pocking gingen 24/25 gar nur 11 Teams ins Rennen. In den nun nur noch fünf Kreisklassen wird mit je 14 Teams gespielt.
All das soll und wird erst am kommenden Sonntag, den 15. Juni, auf einer extra anberaumten Sitzung des Kreis-Spielausschusses mit allen Spielleitern im Kreis Ost final diskutiert und festgezurrt werden. Tags darauf sollen Vereine und Öffentlichkeit informiert werden und ihr lest die Einteilung selbstverständlich unverzüglich auf FuPa. Am Wochenende des 26./27. Juli startet die Spielzeit 2025/26 in allen Ligen im Kreisbereich.