
Die Sportfreunde Neuwerk sind sportlich gerade auf einem ausgezeichneten Weg. Mit dem 4:2 am Mittwochabend gegen den CSV Marathon hat das Team seinen Anspruch, weiter um die Meisterschaft der Bezirksliga, Gruppe 3 mitzuspielen, weiter untermauert, zudem steht am Samstag das Finale des REVOWE-Kreispokals gegen den Rheydter SV an (hier könnt ihr den FuPa-Video-Talk on tour zu diesem Thema sehen). Auch die Planungen für die neue Spielzeit, in welcher Spielklasse auch immer, sind bereits ein gutes Stück fortgeschritten.
Eine Veränderung wird dabei auf der Trainerbank stattfinden, und hier haben die Neuwerker für spektakulären Ersatz gesorgt. Als Co-Trainer von Dony Karaca wird André Theißen zum Saisonende ausscheiden. Neu für ihn ins Trainerteam rücken wird Florian Wittkopf, der zuletzt als Chefcoach beim 1. FC Mönchengladbach und 1. FC Viersen tätig war. Gemeinsam mit Karaca und dem verbleibenden Co-Trainer Timo Rheindorf, der selbst auch über Erfahrung als Chefcoach verfügt, haben die Sportfreunde ein starkes Team an der Seitenlinie.
Was den Kader anbetrifft, so verrät der Zweite Vorsitzende Peter Surujun, dass das bestehende Personal bis auf zwei oder drei Positionen komplett erhalten bleiben wird. Praktisch als Vorgriff auf die kommende Spielzeit hatten die Neuwerker Vadim Shkolnik (SV Lürrip) und Erman Balikci (zuletzt VfR Fischeln) verpflichtet. Nun sollten zwei weitere Zugänge feststehen. Denn Kapitän Tristan Benten wird künftig mit seinem jüngeren Bruder Silas zusammen für die Neuwerker spielen, den der Klub aus der A-Jugend der Sportfreunde Neersbroich verpflichtet hat. "Das ist ein wirklich guter Junge, über dessen Verpflichtung wir uns sehr freuen", erklärt Surujun. Der 19-jährige Mittelfeldspieler bei der Ersten Mannschaft der Neersbroicher in dieser Saison debütiert.
Für die Offensive hatten die Neuwerker den 20-jährigen Deniz Can Salk vom 1. FC Mönchengladbach als Zugang vermeldet. Der war auch offenbar seit Februar bei den Sportfreunden im Wort, aht aber nun einen Rückzieher gemacht. Denn unmittelbar nach der Veröffentlichung des Transfers meldete sich Thomas Tümmers, der künftig die sportliche Leitung bei den Westendern übernehmen wird, um FuPa mitzuteilen, dass der Spieler nun doch beim 1. FC verbleiben werde. Diese Information brachte Surujun natürlich auf die Palme. "Das ist natürlich total ärgerlich für uns, weil wir sehr auf den jungen gebaut hatten. Und jetzt ist schon April, da wird es immer schwieriger, noch einen Ersatz zu finden. Ich finde den Vorgang auch überhaupt nicht gut. Wenn bei uns ein Spieler sagt, dass er sich für einen anderen Verein entschieden hat, dann versuchen wir nicht noch, ihn vom Gegenteil zu überzeugen, wenn er anderswo im Wort ist. Der Amateurfußball driftet immer mehr ab, aber nicht ins Positive", erklärte er und fügte an, dass auch Trainer Dony Karaca sehr sauer über die Vorgänge sei.
Salks Bilanz im FuPa-Profil der laufenden Saison weist in 18 Spielen zehn Tore und fünf Assists aus, ohne die beim Traditionsverein wohl die Lichter für diese Saison bereits aus wären. Eine Bilanz, die höhere Ansprüche sicher gerechtfertigt hätte. Bleibt er beim FC, wird er nach aktuellem Stand wohl mit der Kreisliga A Vorlieb nehmen müssen, während er bei den Neuwerkern die Chance auf die Landesliga gehabt hätte.