
Theoretisch kann jeder letzten Vier in der Tabelle noch die Relegation erreichen. Realistisch betrachtet ist jedoch der FC Bammental der heißeste Kandidat dafür, da er das angenehmste Restprogramm und gleichzeitig die beste Ausgangsposition besitzt. Ein Sieg am Sonntag gegen die SG Heidelberg-Kirchheim könnte bei einem optimalen Verlauf bereits für Rang 13 genügen.
Nach dieser Frage muss Uli Brecht keine Sekunde überlegen. "Natürlich", sagt der Trainer des FC Bammental. Als er im Winter den FCB übernommen hatte, "haben wir klar gesagt, dass einzig der Relegationsplatz das Ziel sein kann und dafür haben wir uns in Position gebracht."
Zwei Zähler beträgt der Vorsprung auf den härtesten Konkurrenten VfB St.Leon. Bammental hat den Klassenerhalt in der eigenen Hand und mit dem Heimspiel gegen die längst gerettete SG Heidelberg-Kirchheim eine machbare Aufgabe vor sich (Anpfiff, 17 Uhr).
Der FCB-Coach warnt vor dem Gegner. Natürlich, für alle anderen Einschätzungen ist Brecht auch viel zu erfahren. "Das ist eine richtig gute Mannschaft und wir stellen uns darauf ein, dass sie sehr motiviert zu uns kommen", sagt er.
Pünktlich zum Endspurt, der um bis zu zwei Relegationsspiele verlängert werden könnte, füllt sich der Bammentaler Kader. Die neuesten Trainingsrückkehrer und gleichzeitigen Optionen für Sonntag heißen Fabio Egner-Walter und Thomas Mleczko.
"Das ist von so vielen Faktoren abhängig, das kann ich nicht in einer Prozentangabe ausdrücken", sagt Benjamin Schneider. Eines weiß der Sportliche Leiter des VfB St.Leon aber ganz sicher: "Wenn wir uns die komplette Runde über so wie in den vergangenen Wochen präsentiert hätten, hätten wir mit dem Abstieg überhaupt nichts zu tun gehabt."
Nun geht der Aufsteiger mit zwei Punkten Rückstand auf die Relegation in die beiden verbleibenden Spieltage und wird vermutlich sechs Punkte gegen den FC-Astoria Walldorf II am Sonntag (Anpfiff, 17 Uhr) und die Woche darauf beim 1.FC Bruchsal benötigen. Nüchtern betrachtet eine Unmögliche Mission. "Wenn wir nicht punkten, bringt alles andere sowieso nichts", will sich Schneider gar nicht erst mit den Konkurrenten aus Bammental und Türkspor Mosbach beschäftigen.
Es deutet vieles darauf hin, dass der ASC Neuenheim den Gang in die Landesliga antreten muss. Wenn die Anatomen ihr Heimspiel gegen den wiedererstarkten FV Fortuna Heddesheim verlieren (Anpfiff, 17 Uhr), wäre der Abstieg am Sonntagabend Fakt.