
Eine bittere Pille für den SC Reute: Die Mannschaft gibt im Heimspiel gegen die Simonswälder den Ton an, muss den Gästen aber die Punkte überlassen. Reutes voriger Gegner FC Emmendingen hat Wiedergutmachung betrieben und die Auftaktniederlage vergessen lassen. Aufsteiger Königschaffhausen feiert den ersten Saisonsieg in der Bezirksliga seit 14 Jahren.
Jörg Klausmann spricht von glücklichem Auswärtssieg
„Glück“ war die Vokabel, die Jörg Klausmann, der Trainer der SG Simonswald/Obersimonswald, zur Erklärung für den 3:2-Auswärtssieg in Reute heranzog. „Die erste Halbzeit war extrem zerfahren. Wir hatten Glück: Einmal hat unser Torwart Hannes Heitzmann einen Schuss pariert, ein anderes Mal hatte Reute einen Lattentreffer. Daher war es glücklich, dass wir nur mit einem 0:1-Rückstand in die Pause gegangen sind.“ Auch in der zweiten Halbzeit hätte Reute mehr Spielanteile gehabt. Aber Lukas Fehrenbach drehte das Resultat mit zwei starken Einzelleistung zur 2:1-Führung für die SG – „ein Doppelschlag aus dem Nichts“ laut Klausmann. Zwar konnte Reute zum 2:2 egalisieren, aber zuletzt verwertete SG-Kapitän Thomas Herbstritt einen an Marc Grunwald verschuldeten Foulelfmeter zum 3:2-Endstand.
Lupenreiner Hattrick von Marko Radovanovic
Eine Woche nach der 1:2-Auftaktniederlage gegen Reute hielt sich der Titelaspirant FC Emmendingen am SV Biengen gütlich und kehrte mit einem 5:2-Erfolg im Gepäck zurück. „Wir waren griffig und präsent in den Zweikämpfen“, beschrieb Trainer Pascal Spöri die entscheidenden Qualitäten. Indes geriet der FCE-Abwehr ein Rückspiel zu Torwart Max Schwabe zurück, was Biengen zur Führung nutzte. „Wir haben uns vom Rückstand aber nicht aus dem Konzept bringen lassen und weiter an uns geglaubt“, so Spöri. Mit einem lupenreinen Hattrick sorgte Stürmer Marko Radovanovic für die 3:1-Pausenführung. Auch im zweiten Spielabschnitt dominierten die Gäste. Bei einem Freistoß konnte Dorde Simikic für Biengen auf 2:4 verkürzen; dies sei die einzige Phase gewesen, in der Emmendingen „kurz mal ins Schwanken“ kam, so Spöri. „Aber mit dem 5:2 haben wir den Sack zugemacht.“
Königschaffhausen übernimmt in Wittnau das Zepter
Dominik Ruth, der Coach des Aufsteigers TuS Königschaffhausen, hat eine einfache Erklärung für die torlose erste Halbzeit in Wittnau: „Beiden Mannschaften war anzumerken, dass sie mit einer Niederlage gestartet waren.“ Abwarten und Einschätzen war das Gebot der Stunde, was indes zulasten der Torchancen ging. „In der zweiten Halbzeit haben wir aber das Zepter in die Hand genommen, hatten mehr Ballbesitz und die klareren Chancen“, sagte Ruth. In der 57. Minute traf Lukas Lichtle per direkt verwandeltem Freistoß zur TuS-Führung – laut Ruth „der Dosenöffner“. Weil Ex-Landesligist Au-Wittnau nun in die Offensive gehen musste, boten sich den Kaiserstühlern mehr Räume zum Kontern. Zweimal brach Königschaffhausen über die Außenbahnen durch und erhöhte zum 3:0-Endstand.
Frühe Führung gibt Glottertal die Sicherheit zum klaren Heimsieg
Einen unerwartet hohen Kantersieg feierte der SV Rot-Weiss Glottertal gegen Köndringen. Die Mannschaft von Tobias Göbel düpierte die Gäste mit 6:1. „Zwei frühe Tore haben uns Sicherheit gegeben“, sagte Göbel. „Köndringen kommt für gewöhnlich eher aus der Tiefe und erzielt aus Kontern die Tore. Nach dem 2:0 musste Köndringen das Spiel machen, das kam uns entgegen.“ Gute Defensivarbeit und starke Chancenverwertung waren die Basis für den klaren Erfolg. Nach dem 1:1 gegen Freiamt-Ottoschwanden und der 1:4-Pokalniederlage gegen Prechtal (nach Elfmeterschießen) feierte Glottertal den ersten Pflichtspielsieg der Saison. Nach dem größeren Umbruch – verdiente Spieler wie Felix Scharbach, Christian Kapp und Raffael Wegener hatten ihre Aktivenlaufbahn beendet – befinde sich Glottertal mit der verjüngten Mannschaft auf einem guten Weg, meinte Göbel.
Ihringen/Wasenweiler unterliegt in Denzlingen durch einen späten Elfmeter
Marcel Kobus, der Trainer der SG Ihringen/Wasenweiler, war der Ansicht, dass eine Punkteteilung mit dem Aufsteiger Denzlingen II dem Spielverlauf eher entsprochen hätte. „Wir hatten zwar nicht viele Chancen. Denzlingen hat ein gediegenes Spiel aufgezogen, aber wir konnten die Räume eng machen und haben auf die Fehler des Gegners gelauert.“ Den ersten Torschuss hatte SG-Torwart Alexander Fuhr noch pariert, kurz darauf ging der Aufsteiger aber in Führung. „Nach dem 1:0 hat Denzlingen etwas weniger getan, und wir hatten etwas mehr vom Spiel“, fand Kobus. „Wir konnten nach einer Balleroberung umschalten, kontern und egalisieren.“ Ein sehr umstrittener Elfmeter führte in der 88. Minute zum Denzlinger 2:1-Siegtreffer. Kobus: „Meine Mannschaft ist nun natürlich total am Boden, ein Punkt wäre durchaus gerecht gewesen.“