
Bisher begrüßt Robin Keiner gleich acht neue Gesichter in seinem Kader, darunter auch ein neuer Co-Trainer. Dabei wird eins klar: Die Spielvereinigung macht in diesem Sommer eine Verjüngungskur. Das birgt natürlich Gefahren aber auch Potentiale.
Dabei kommen neben drei Rohdiamanten aus dem eigenen Nachwuchs vier externe Neuzugänge hinzu. „Unser Ziel war es mehr Spieler aus der Region zu holen, um diese an den Verein zu binden. Wir wollten den Kader breiter machen, weil wir diese Saison damit Probleme hatten. Am Ende haben wir einen sehr jungen Kader mit viel Talent, Potential und Entwicklungsmöglichkeiten. Das ist einerseits super, birgt aber auch ein paar Anpassungsprobleme in sich“, blickt Trainer Robin Keiner auf die bisherigen Neuzugänge.
Mit Marcel Parlesak (VfL Meiningen), Nicolas Kersten (FC Zella-Mehlis) Jonas Kirchner (FC Coburg) und Jonas Fabian Ostermann (FSV Gäfenroda) kommen vier externe Neuzugänge dazu. Das Quartett ist größtenteils im Offensivbereich zu Hause. Weiterhin verstärken mit Silas Bätzold, Moritz Wedekind und Dustin Joel Lange drei junge Spieler den Kader perspektivisch. Alle drei sind Rohdiamanten und sollen nun behutsam an den Männerbereich herangeführt werden.
Mit Carsten Wedekind rückt der Trainer dieser drei Youngsters mit in das Trainerteam um Robin Keiner. Wedekind betreute letzte Saison die A-Junioren und unterstützt nun im Staff. „Er ist ein sehr akribischer Mensch, den Regeln wichtig sind. Er ist sehr kommunikativ und wird mir als Fußballfachmann mit Rat und Tat zur Seite stehen. Letztendlich geht es darum die beste Lösung für Mannschaft und Verein zu finden. Da können auch mal die Köpfe rauchen und wir uns reiben“, sagt Robin Keiner zu seinem neuen Co-Trainer.
Mit Blick auf die bisherigen Transfers sagt der 33-jährige Gerataler Cheftrainer: "Der Konkurrenzkampf ist somit natürlich ein ganz anderer als in der Rückrunde und ermöglicht uns mehr Möglichkeiten. In der Rückrunde war es ab und zu leider so das die Mannschaft hätte alleine aufstellen können. Durch die Doppelbesetzungen der Positionen und Konkurrenzkampf erhoffen wir einen weiteren Schritt nach vorne in der Qualität. Und wir haben im Laufe von Spielen ganz andere Möglichkeiten nochmal nachzulegen. Jeder muss im Training hart arbeiten und sich seinen Platz verdienen. Ein weiteres Ziel war die Mannschaft, charakterlich und menschlich homogen zusammenzustellen."
... Marcel Parlesak (vom VfL Meiningen): "Er ist ein klassischer Neuner, den wir so in der Form in den letzten Jahren nicht hatten. Er bringt von der Körperstruktur nochmal eine andere Qualität und eine andere Variable in unser Spiel und hat seine Stärken vorne im Strafraum. Wir erhoffen uns durch ihn eine höhere Effizienz."
... Nicolas Kersten (vom FC Zella-Mehlis): "Nico ist ein Spieler, den ich privat gut kenne. Er wurde sehr gut in Coburg ausgebildet. Beim FC Zella-Mehlis hat sich in den letzten zwei Jahren extrem schnell entwickelt. Er hat extrem viel Potential mit hoher Geschwindigkeit und guter Technik. Er kann uns viel Spaß machen. Er ist im offensiven Mittelfeld flexibel einsetzbar."
... Jonas Kirchner (vom FC Coburg): "Er ist ein fußballerischer Big Point. Seine Verpflichtung ist ein Kompliment an den Verein, Liga und die Region. Er ist perfekt bei Rot-Weiß Erfurt ausgebildet. In den letzten zwei Jahren war er Stammkraft beim FC Coburg. Er hat sich im Männerbereich schnell zurechtgefunden. Charakterlich ist er ein super Typ und bringt fußballerisch alles mit. Er fühlt sich am wohlsten im Zentrum auf der Sechser und Achter Position. Er deckt vieles ab und kann als Allrounder fungieren."
... Jonas Fabian Ostermann (vom FSV Gräfenroda): "Er kann beide Außenbahnen besetzen und hat eine sehr starke Endgeschwindigkeit sowie einer entsprechenden Technik. Er sorgt immer wieder vor Torgefahr und legte Tore durch Flankenläufe vor. Das hatte er vor zwei Jahren eindrucksvoll in der Kreisoberliga Mittelthüringen unter Beweis gestellt mit vielen Toren für Gräfenroda. Er kann die Box mit Bällen füttern und hat immer das Auge für den Nebenmann. Er ist im besten Fußballalter und hat für sich entschieden den Schritt in die Thüringenliga zu wagen."
... Silas Bätzold (eigener Nachwuchs): "Er kommt aus unserem Nachwuchs und wurde auch beim FSV Martinroda ausgebildet. Er ist ein richtiger Straßenkicker. Er verfügt über ein gutes Eins-gegen-Eins und eine gute Antizipation. Seine Ballverarbeitung ist eine große Stärke. Er hat das Gefühl für Raum und Gegner. Bei ihm kommt es auf die richtige Dosis im Spiel an. Wann spiele ich den Ball weiter und wann nicht. Diese Waage ist noch nicht ganz ausgeprägt. Aber deshalb ist er bei uns. Er muss sich körperlich und von der Spielgeschwindigkeit entwickelt. Er ist hochveranlagt und soll seine ersten Schritte im Männerbereich machen."
... Moritz Wedekind (eigener Nachwuchs): "Auch er hat technisch eine feine Klinge mit gutem Passspiel. Zudem kann er das Spiel und die gegnerischen Systeme schon sehr gut deuten. In Puncto Zweikampfhärte und Körperlichkeit hat er noch seine Defizite. Er soll jetzt die Erfahrung sammeln und sich schnell adaptieren. Er ist ein Spieler, der in den nächsten Jahren hier was mit aufbauen soll. Wir räumen ihn natürlich Fehler ein und wollen mit ihrem Talent ruhig weiterarbeiten."
... Dustin Joel Lange (eigener Nachwuchs): "Er ist erst 17 Jahre alt und kommt aus unserem Nachwuchs. Er macht intuitiv viele Sachen richtig und findet Lösungen. Es geht noch darum die richtigen Parameter zu finden, auch taktisch. Im Abschluss ist er sehr stark und war hier im Nachwuchs immer einer der Ligabesten. Er kommt immer wieder in gute Abschlusssituationen und fackelt dann auch nicht lange. Aber auch hier gilt: Er soll seine ersten Schritte im Männerbereich machen. Er hat extremes Entwicklungspotential."