
Am heutigen Sonntag stand für den SV Nordendorf das Rückspiel gegen die Reserve des FC Affing an. Schon das Hinspiel war ein harter Kampf, somit erwartete man heute folgerichtig, ein erneut schweres Spiel.
Der SVN ging direkt zu Beginn des Spiels mit der ersten Aktion in Führung. Joshua Aydogan verwandelte einen Freistoß aus ca. 30 Metern zum 1:0, an dem der Torwart der Gäste noch dran war, aber nichts mehr ausrichten konnte. Trotz des frühen Führungstreffers, war das Spiel aber kein Selbstläufer. Bereits in Minute 5 kam Affing auch zu eigenen Chancen. Der Gäste-Stürmer konnte einen Freistoß abfangen, aber Keeper Jonas Oswald war zur Stelle. Schon 2 Minuten später wurde es für den SVN wieder gefährlich, dieses mal ging der Ball aber drüber. Beide Mannschaften hatten etwa gleich viel Anteile am Spiel und schenkten sich nichts. In der 10. Minute hätte der SVN die Führung weiter ausbauen können. Joshua Aydogan steckte einen Pass durch auf Dennis Rotter, der kam aber nicht frei zum Abschluss. Anschließend war Affing wieder dran. Erst ging in der 16. Minute ein Ball nach Ecke nur an die Latte, 10 Minuten später kamen die Gäste dann aber zum Ausgleich. Aus einem Angriff der Nordendorfer folgte ein blitzschneller Konter der Gäste. Die SVN-Abwehr war zu weit aufgerückt und konnte daher nichts mehr ausrichten. Die Nr. 13 der Gäste erzielte damit das 1:1. Nordendorf ließ sich davon aber nicht beirren. Nur ein paar Minuten später, in der 30. wechselte der Schauplatz wieder in den Gäste-Strafraum. Nach einem Freistoß kam Philipp Mehring im Sechzehner zum Abschluss und hielt voll drauf. Der Gegner hielt dagegen, aber nur in Form einer offenen Sohle. Hier hätte es einen klaren Elfmeterpfiff geben müssen, der aber ausblieb. Noch vor der Halbzeit wurde das Spiel zunehmend hektischer und ruppiger, wobei sich vor allem Affings Co-Trainer mit der Nr. 10 energisch um die gelbe Karte bewarb, die er dann auch verdient bekam. Die Nordendorfer ließen sich aber genau von diesen Unsportlichkeiten aus dem Konzept bringen und so kam es in Minute 40, dass der SVN nicht bei der Sache war und Affing das eiskalt ausnutzte. Nordendorf bekam den Ball nicht geklärt und die Nr. 10 konnte noch vor dem Halbzeitpfiff auf 1:2 für die Gäste erhöhen.
Die zweite Halbzeit begann seitens der Nordendorfer wieder druckvoller und konzentrierter. Leider sprang dabei aber nichts Zählbares heraus. Es dauerte bis zur 60. Minute, bis man die Chancen nutzen konnte. Joshua Aydogan wurde wieder einmal hart am Strafraum-Rand gefoult, worauf die Gäste-Nr. 10 eine 10-Minuten Abkühlungspause bekam. Für diese Notbremse hätte man auch Rot zeigen können. Der folgende Freistoß führte zunächst zu Getümmel im Affinger Strafraum, ehe Julian Mehring den Ball per Kopf zum Ausgleich ins Netz bugsierte - 2:2. In der Folgezeit merkte man, dass Affing etwas die Puste ausging. Nordendorf kam zu mehr Chancen und Affing wusste sich immer mehr nur mit Fouls zu behelfen. In 72. Minute vergab nach Flanke zuerst Christian Hollinger per Kopf, danach Tobias Stanikowski den Nachschuss noch an die Unterlatte - den Ball haben einige schon hinter der Linie gesehen, der Schiedsrichter ließ aber weiterspielen. 10 Minuten später erreichte die Nr. 13 der Gäste dann, worauf er stark hingearbeitet hat. Nach völlig unnötigem harten Einsteigen gegen Keeper Jonas Oswald durfte auch er sich für 10 Minuten verabschieden. In Überzahl und mit mehr Kondition im Rücken zogen die Nordnedorfer das Tempo nochmal an und belohnten sich auch dafür. In der 83. Minute konnten die Affinger den Ball im eigenen Sechzehner nicht klären und so nutzte erneut Julian Mehring das Durcheinander und erzielte das zu diesem Zeitpunkt hochverdiente 3:2. 5 Minuten später hätte Ioannis Gkountoglou per Alleingang von Linksaußen in den Strafraum alles klar machen können, scheiterte aber am Gäste-Keeper. Dies änderte aber nichts mehr am Ergebnis.
Nordendorf zeigte heute große Moral in Halbzeit zwei und gewann am Ende durch starke Fitness und großen Willen das Spiel verdient 3:2. Nächste Woche geht es dann gegen den Vorletzten der Tabelle, die Reserve der SG Thierhaupten/Baar. Trotz eindeutiger Tabellensituation darf man dieses Spiel aber keinesfalls auf die Leichte Schulter nehmen.