
Der „Finaltag der Amateure“ rückt näher. Am 23. Mai steigen die Endspiele der Landes- und Verbandspokal-Wettbewerbe. Im Südwesten trifft der TSV Schott Mainz auf den FK Pirmasens. Nun ist auch klar, wo die Neuauflage des 2025er-Endspiels stattfinden wird. Die Anstoßzeit wird erst später verkündet.
Es wird eine Rückkehr nach Weingarten geben, wie Spielleiter Klaus Karl auf AZ-Nachfrage mitteilt. 1.600 Zuschauer sahen vor einem Jahr den 2:1-Sieg des FKP. Drei Jahre zuvor hatten die Mainzer vor 1.000 Interessierten mit einem 3:0 gegen Pirmasens ihren Pokal-Hattrick gestartet – ebenfalls in Weingarten. „Aller guten Dinge sind drei“, sagt Sascha Meeth, Schotts Sportlicher Leiter. „Jeder bringt eine gute Erinnerung mit“, sagt FKP-Präsident Jürgen Kölsch.

Die Spielstätte in Weingarten hat den Vorzug einer intimen Atmosphäre. Allerdings gab es im Vorfeld auch Diskussionspunkte, etwa die verzwickte Zuwegung in dem 2.000-Einwohner-Dorf im Landkreis Germersheim oder auch die Parkplatz-Situation. Alternativen lagen auf dem Tisch - etwa Worms, Bad Kreuznach, der „Platz 4“ in Kaiserslautern oder auch das Bruchwegstadion -, wurden aber aus unterschiedlichen Gründen verworfen.
Klar, dass Kölsch das Stadion in Pirmasens als äußerst finaltauglich anpreist. „Aber klar ist auch, dass Schott dort nicht spielen möchte“, sagt der Clubchef. Üblicherweise sucht der Südwestdeutsche Fußballverband mit den Finalteilnehmern einen Konsens, muss dabei aber auch die Anforderungen der Fernsehübertragung und andere logistische Themen bedenken. Heraus kam die vertraute Variante.

„Wir sind etwas überrascht, weil es auch andere Ideen gab“, sagt Meeth, „wir hätten einen anderen Austragungsort ganz charmant gefunden.“ Ein Grund, auf die Barrikaden zu gehen, ist die Ansetzung aber nicht. „Es ist ein Standort, der erprobt ist“, sagt Kölsch, „die Mechanismen greifen da ineinander.“
Im „Spiel drei“ ist Pirmasens der Titelverteidiger und Schott auf dem Papier als Regionalligist gegen den Oberliga-Zweiten der Favorit. Dem Gewinner winkt der Einzug in den DFB-Pokal, an den beide – Schott vor allem aus dem 30.000-Zuschauer-Spiel gegen Dortmund und der FKP jüngst mit dem Beinahe-Coup gegen den HSV – bleibende Erinnerungen haben.
