2026-01-09T09:36:09.492Z

Pokal
Freude beim Favoriten: Der SV Gonsenheim feiert einen selten gefährdeten 3:0-Sieg bei „Underdog“ TSV Mommenheim.	Foto: Pia Pfeifer
Freude beim Favoriten: Der SV Gonsenheim feiert einen selten gefährdeten 3:0-Sieg bei „Underdog“ TSV Mommenheim. Foto: Pia Pfeifer

Verbandspokal: Drei Sensationssiege in Runde drei

Während SVW Mainz und Barbaros Mainz im Pokal für Furore sorgen, geben sich der SVG und Schott keine Blöße, TSG Bretzenheim hingegen schon beim VfL Gundersheim

Rheinhessen. Unerwartet haben sich die Verbandsliga-Fußballer der TSG Bretzenheim 46 in der 3. Verbandspokalrunde aus dem Wettbewerb verabschiedet. Beim Bezirksligisten VfL Gundersheim unterlag der Favorit sang- und klanglos 0:2. Keine Blöße gaben sich indes Regionalligist TSV Schott (3:0 bei Landesligist Pfeddersheim) und Oberligist Gonsenheim (3:0 bei Bezirksligist Mommenheim). Landesligist SVW Mainz und Bezirksliga-Aufsteiger SKC Barbaros überraschten positiv.

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„Auf dem gewohnten Platz hatten wir einen bärenstarken Tag“, freute sich Hakan Akcay, Sportlicher Leiter von Barbaros. „Die Jungs haben den Gegner von der ersten Minute an unter Druck gesetzt und nach der enttäuschenden und unnötigen Niederlage am Sonntag beim TSV Gau-Odernheim II starken Charakter gezeigt.“ Auf dem geliebten Mombacher Untergrund hätten die Spreitzers und Wenzels ihre „spielerische Stärke sehr gut umsetzen“ können. Tore: 1:0 Ali Ö. Sengül (2.), 2:0 Alperen Genc (19.), 3:0, 4:0 Patrik Pavlicic (34., 42.), 5:0 Ömer Er (50.), 6:0 Joseph Meier (57), 7:0, 8:0 Enis Duru (62., 83.). Zuschauer: 70.

„Leider hatten wir die ersten 15 Minuten zu viel Respekt und sind so 0:2 in Rückstand geraten“, sagte TSV-Sprecher Matthias Stüber. „Anschließend haben wir uns sehr gut gefangen und eine überragende erste Halbzeit gespielt. Leider haben SVG-Torwart Marlon Müller und die Latte nach einem Schuss von Maurice Göbig das 1:2 verhindert. In der zweiten Halbzeit haben wir Tribut für das engagierte Verteidigen gezahlt und kamen nicht mehr gefährlich nach vorne.“ SVG-Co-Trainer Sven Liebisch: „Mommenheim hat es gut gemacht, gerade in den Zweikämpfen – die sind uns am Anfang hoch angelaufen“, lobte er seinen Ex-Klub. „Aber am Ende darf sich keiner beschweren, wenn es zwei, drei Tore höher ausgeht.“ Tore: 0:1 Leart Haskaj (7.), 0:2 Benjamin Basic (14.), 0:3 David Vodi (64.). Rote Karte: Benjamin Basic (SVG) wegen Nachtretens gegen Efe Mutlu (44.). Zuschauer: 250.

Luis Hesse (12.), Abdellatif El Mahaoui (55.) und Johannes Gansmann (59.) trafen vor 220 Zuschauern für die turmhohen Favoriten. „Entscheidend war, dass wir ziemlich früh das 1:0 gemacht haben – so haben wir mehr Sicherheit ins Spiel bekommen“, resümierte Schott-Trainer Samuel Horozovic, der seine Startelf gegenüber dem Alzenau-Spiel auf sieben Positionen verändert hatte. „Wir wussten, dass Pfeddersheim tief und kompakt stehen und es nicht einfach sein würde, dieses Bollwerk zu knacken – aber das haben wir super getan.“ Dass die TSG sich in Minute 46 eine Rote Karte wegen groben Foulspiels an Alexander Rimoldi einhandelte, passte Schott in den Kram. „Den zweiten und dritten Treffer haben wir schön herausgespielt“, so Horozovic. „So konnten wir auch die Belastung gut steuern. Wir hatten eine gute Konterabsicherung, Pfeddersheim kam zu keiner einzigen Gelegenheit. Was fahrlässig war, war jedoch unsere Chancenverwertung.“

Die Suche der Bretzenheimer nach der rechten Einstellung auf dem Flomborner Mini-Geviert, wo der VfL aktuell seine Heimpartien austrägt, verlief ergebnislos. „Der Platz war ein sehr kleiner, abschüssiger Naturrasen – zum Fußballspielen nicht geeignet“, klagte 46-Coach Timo Schmidt. „Da haben wir nicht den richtigen Zugriff gefunden.“ Nach Vorlage von Tim Malkmus brachte Janik Hahl den VfL vor 200 Fans früh in Führung (10.). Die beste TSG-Chance vergab Sechser Luca Lucente, dessen Freistoß aus 25 Metern an die Latte flog (38.). Auch die Überzahl in Halbzeit zwei nach einer Ampelkarte gegen Gundersheims Sebastian Hahl wegen Foulspiels (45.) nutzte den 46ern wenig. Sie kassierten in Minute 75 noch den zweiten Gegentreffer durch Sebastian Engelhardt. Schmidt: „Der Gegner hat gekämpft, sich reingehauen, hat es deutlich besser gemacht.“

„Ich bin von der Leistung der Mannschaft beeindruckt – das habe ich ihr auch im Kreis danach gesagt“, betonte SVW-Abteilungsleiter Stephan Protz. „Wir haben die Überraschung geschafft dank einer geschlossenen Leistung. Jeder bei uns wollte gewinnen. In der ersten Halbzeit war es schon ein Spiel auf Augenhöhe, in der zweiten Halbzeit haben wir nichts mehr zugelassen.“ Tore: 0:1 Nils Gräf (15.), 1:1 Leon Nauth (22.), 1:2 Henry Kreiling (25.), 2:2 Dominik Higi (29., Foulelfmeter nach Foul an Tim Gabel), 3:2 Jonas Eichbladt (48.). Zuschauer: 131.

Aufrufe: 07.8.2025, 15:30 Uhr
Michael HeinzeAutor