– Foto: Thomas Schmitz

So soll es in Württembergs Amateurklassen weitergehen

WFV-Beirat beschließt Stufenmodell - Möglichkeit für die Rückkehr in den Spielbetrieb

Spätestens ab dem 9. Mai soll der Amateurfußball im Land wieder stattfinden – wenn es die Corona-Lage erlaubt. Der Württembergische Fußballverband (WFV) hat eine Änderung der Spielordnung beschlossen. Eine Änderung gibt es gegenüber dem ursprünglichen Vorschlag. Wie die Vereine den Beschluss sehen.
Der Württembergische Fußballverband (WFV) hat nun sein weiteres Vorgehen in der Corona-Krise wasserdicht gemacht. Dazu war eine Änderung der Spielordnung durch den Beirat des WFV nötig, die am Freitag einstimmig erfolgte. Vorausgesetzt, der Spielbetrieb auf Württembergs Fußballplätzen kann spätestens bis zum 9. Mai wieder aufgenommen werden, sollen die Vorrunden zur Ermittlung von Auf- und Absteigern bis zum 20. Juni abgeschlossen werden. Unmittelbar danach sollen die Relegationsspiele um den Aufstieg beziehungsweise den Klassenerhalt beginnen.

Zur Not eine Quotienten-Regelung

Neu ist, dass eine Wertung der Vorrunden bereits dann möglich ist, wenn mindestens 75 Prozent aller Mannschaften einer Staffel alle Vorrundenspiele absolviert haben. Sollten nicht alle Klubs diesselbe Anzahl an Spielen bestritten haben, erfolgt die Wertung auf Basis einer Quotienten-Regelung.
Eine Rückrunde wird aus zeitlichen Gründen wie berichtet nicht gespielt.

35 Prozent der Vereine für Saisonabbruch

Dem Beiratsbeschluss voraus gegangen war eine Anhörung der 1594 am Spielbetrieb teilnehmenden Vereine, von denen 265 Stellungnahmen eingingen. Dabei haben sich ca. 45 Prozent der Vereine für den Vorschlag einer Fortsetzung der Saison 2020/21 zum nächst möglichen Zeitpunkt, spätestens aber zum 9. Mai 2021, mit Abschluss der Vorrunden und anschließender Relegation ausgesprochen; weitere ca. 20 Prozent der Stellungnahmen beinhalteten geringe Modifizierungen oder auch neue Vorschläge mit alternativen Lösungsansätzen. Ein Anteil von etwa 35 Prozent der Vereine möchte die Saison nicht fortsetzen, sondern sofort abbrechen und annullieren mit der Folge, dass es weder Auf- noch Absteiger gibt. Eine genauere Betrachtung der Rückmeldungen zeigt dabei, dass der ganz überwiegende Anteil der Vereine, die sich für einen sofortigen Abbruch und die Annullierung der laufenden Spielzeit aussprechen, mit der ersten Herrenmannschaft abstiegsgefährdet ist.

WFV-Präsident sieht gute Chancen

„Mit dem gefassten Beschluss haben wir die Grundlage für eine sportliche Entscheidung in der laufenden Saison geschaffen. Fußball ist eine Freiluft-Sportart und wir sehen gute Chancen dafür, mit steigenden Temperaturen wieder Fußball spielen zu können“, sagt Matthias Schöck, Präsident des WFV. „Nach zwischenzeitlich dreieinhalb Monaten Pause ist es auch für unsere Vereine wichtig, wieder einen Trainingsbetrieb anzubieten; insbesondere im Kinder- und Jugendfußball. Ich bin sehr froh darüber, dass uns eine Mehrheit unserer Vereine in dieser Vorgehensweise unterstützt.“
12423 Aufrufe19.2.2021, 18:57 Uhr
redAutor

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