Die Endinger würden gerne mal wieder über einen Sieg jubeln | Foto: Patrick Seeger
Die Endinger würden gerne mal wieder über einen Sieg jubeln | Foto: Patrick Seeger

Findet Endingen gegen Bad Dürrheim zurück in die Spur?

Freiburger FC erwartet Aufsteiger Stadelhofen +++ FC Denzlingen will seinen Lauf fortsetzen

Eng geht es zu an der Spitze in der Verbandsliga, auf drei Teams hat es sich eingegrenzt. Am Wochenenden stehen dem Spitzentrio lösbare Aufgaben bevor. Seinen sieglos Serie beenden will hingegen der SV Endingen.

Freiburger FC - SV Stadelhofen (Sa 14:30)
Ralf Eckert, der Cheftrainer des FFC, vergleicht den Aufsteiger aus dem Renchtal ein bisschen mit den Denzlingern: „Auch wenn sie nicht so viele Punkte haben, verfügen sie über ein gutes Team mit etlichen erfahrenen Spielern. Müsste ich eine Ortenau-Auswahl zusammenstellen, wären sicher einige Akteure aus Stadelhofen dabei.“ Daher gelte es wieder einmal, mit dem nötigen Respekt vor dem Gegner ins Spiel zu gehen. Bei der Aufstellung kündigt sich die eine oder andere Änderung an, einerseits einer leichten Erkältungswelle geschuldet, andererseits aber auch „im Sinn des Vereinsinteresses“, wie Eckert sagt. Denn die Bezirksligaelf trifft als Tabellenzweiter am Sonntag auf den punktgleichen Spitzenreiter Ballrechten-Dottingen. Und in dieses „Hammerspiel“ wolle man natürlich auch mit der bestmöglichen Mannschaft gehen.




FC Denzlingen - SV 08 Kuppenheim (Sa 15:00)
Das klare 0:4 gegen Villingen war lediglich ein Ausrutscher. Nach der bislang einzigen Niederlage ging es für den FCD wieder steil bergauf, wie 13 Punkte aus fünf Spielen deutlich belegen. Daher gibt es für Trainer Karsten Bickel auch kein Vertun: „Wir wollen unseren Lauf fortsetzen, unser Ziel zu Hause ist ein Dreier.“ Allerdings werde das gegen eine erfahrene Verbandsligamannschaft mit etlichen guten Spielern eine schwere Aufgabe. Vladimir Ebel fällt nach seiner Roten Karte weiter aus, ebenso wie Lukas Knopf (Schienbeinbruch). Hinter dem Einsatz von Frank Lengner (Grippe) steht noch ein kleines Fragezeichen.




FC 08 Villingen - SC Lahr (Sa 15:30)
Wieder eine Pflichtaufgabe für die Nullachter: Im achten Heimspiel soll der achte Sieg gegen die Ortenauer her. Seit dem dritten Spieltag am 17. August sind die Villinger in 13 Begegnungen hintereinander unbesiegt geblieben. Ein Selbstläufer freilich wird die Aufgabe nicht für Trainer Jago Maric und seine Spieler, die auf Gian-Luca Serpa verzichten müssen. Dafür steht Routinier Mario Ketterer, der zuletzt fehlte, wieder im Kader. „Wir wissen um unsere Qualität. Es ist für die Jungs oft schwer, weil sie so überlegen spielen und doch gegen die destruktiv stehenden Gegner viel Geduld aufbringen müssen, bis die Tore fallen. Da hat sich das Team allerdings in den letzten Wochen sehr gut entwickelt. Man sieht es ja an den 50:7-Toren, dass wir vorne immer Druck machen und hinten immer wenig zulassen“, sagt Martin Braun, der sportliche Leiter des FC 08 Villingen. „Für uns heißt es im Dreikampf mit dem FFC und Denzlingen dranbleiben und keine Punkte abgeben.“ Von vier sieglosen Partien des Gegners hintereinander lässt er sich nicht täuschen: „Vor Mörsch war Lahr in zehn Spielen seit Mitte August unbesiegt und liegt mit 22 Punkten auf dem achten Platz. Lahr hat eine starke und gefährliche Mannschaft, die kompakt auftritt. Wir werden sie mit Sicherheit nicht unterschätzen“, sagt Braun und hebt warnend den Zeigefinger. Seit (mit Nachspielzeiten) rund 645 Minuten sind die beiden Villinger Torleute Christian Mendes und Daniel Miletic im Friedengrund nun schon ohne Gegentreffer. „Jetzt zahlt sich der große und gut besetzte Kader aus, da jeder gebraucht wird und sich jeder zeigen kann“, sagt Braun.

Die Lahrer geben beim Oberligaabsteiger und Tabellenzweiten ihre Visitenkarte ab. Die Frage ist, wie sie die hohe Heimniederlage gegen den Aufsteiger Mörsch weggesteckt haben und welche Reaktion die Mannschaft zeigt.
Trainer Oliver Dewes sagt: „Die Niederlage vom vergangenen Wochenende wurde in der Mannschaft analysiert und aufgearbeitet, mehr gibt es dazu nicht zu sagen.“ Mit fünfzig geschossenen Toren und nur sieben Gegentreffern ist die Tormaschinerie der Villinger angelaufen, 16 Treffer hat allein Nedzad Plavci erzielt. Angesichts der zuletzt kassierten fünf Gegentreffer darf man davon ausgehen, dass sich der SCL im Defensivbereich kompakter präsentieren will. Dewes sagt: „Die Villinger sind eine Mannschaft, die über das Spielerische ihren Erfolg sucht. Und gerade das könnte meiner Mannschaft ein Stück weit entgegenkommen. Wir werden ein Rezept finden und fahren keineswegs chancenlos auf die Baar.“
Mit Alexandru Ghita wird höchstwahrscheinlich eine weitere Alternative für den Defensivbereich in den Kader aufrücken, ansonsten kann Dewes auf die Stammkräfte der letzten Spiele zurückgreifen.




SC Pfullendorf - FC Neustadt (Sa 15:30)
Vor ein paar Jahren verbreitete der SC Pfullendorf noch Angst und Schrecken bei Fußballtrainern im Südbadischen Fußballverband. Denn Pfullendorf war eine Hausnummer, das Team spielte in der Regionalliga. Mittlerweile hat sich das nach zwei Abstiegen relativiert, der SC Pfullendorf ist in der Verbandsliga unterwegs – und das nicht besonders erfolgreich. „Das Gesicht der Mannschaft hat sich total verändert, die zwei Abstiege waren eine extreme Zäsur“, sagt Benjamin Gallmann, der zusammen mit seinem Bruder Klaus den FC Neustadt coacht. Benjamin Gallmann hat den nächsten Gegner beim 0:8 beim Freiburger FC gesehen, „das Spiel als Wertung heranzuziehen, wäre blauäugig“, sagt der Neustädter Coach. Denn einige der neun Pfullendorfer Niederlagen fielen knapp aus: 3:4 gegen Kehler FV, 1:2 gegen Kuppenheim, 1:2 gegen Denzlingen.
Dass die Pfullendorfer unter der Woche spielen mussten, „ist kräftetechnisch ein Vorteil für uns“, glaubt Gallmann. Die Neustädter haben in dieser Woche nur am Montag und gestern Abend trainiert, um den kranken Spielern (Tobias Gutscher, Louis Schanz) und den Angeschlagenen (Fabian Papa, Florian Heitzmann) einen freien Tag mehr zu gönnen. Aus dem trotz guter Leistung mit 0:3 verlorenen Spiel gegen den FC 08 Villingen nehmen die Neustädter zwei positive Faktoren mit ins Abstiegskampf-Duell nach Pfullendorf: eine ordentliche Organisation und mannschaftstaktisch ein sehr gutes Verhalten. „Die Entwicklung ist positiv, die Leistungskurve zeigt nach oben, das stimmt uns optimistisch“, sagt Gallmann. Welches Team geht mit der Drucksituation besser um? Welche Mannschaft kann sich von Ängsten und Erwartungen besser frei machen und ihr Leistungsoptimum abrufen? Fragen, die entscheidend sind.




SV Linx - FC Waldkirch (Sa 15:30)
Der in der Schlussphase errungene Auswärtssieg beim SV Solvay, der zweite im achten Spiel in der Fremde, sei ein für die Moral extrem wichtiger Sieg gewesen, sagt SVW-Trainer Beni Pfahler. Man täte gut daran, ebensolche Moral auch im Hanauerland wieder auf den Platz zu bringen, gerade weil Linx voraussichtlich sehr dominant auftreten werde. „Wir müssen in erster Linie gut verteidigen“, so Pfahler, „und dann natürlich auch unsere Angriffe gut ausspielen.“ Die Personallage hat sich indes nicht verändert. Lediglich Kristian Disch kommt möglicherweise zurück, dafür fallen aber Daniele Sanso (Muskelverhärtung) und wahrscheinlich auch Haider Dirani (krank) aus.




SV Endingen - FC Bad Dürrheim (Sa 15:30)
Acht Spiele hintereinander haben die Endinger nicht gewonnen, in diesen Partien lediglich vier Punkte geholt. Kein Wunder, dass Trainer Axel Siefert von einer schwierigen Situation spricht, sich gleichzeitig aber auch kämpferisch gibt: „Wir arbeiten mit aller Macht daran, die Spur zu finden.“ Ob dies schon gegen die seit fünf Spielen unbesiegten Dürrheimer gelinge, hängt seiner Meinung nach von der personellen Besetzung ab. Siefert ist jedoch guter Dinge, da Patrick Buderer nach auskurierter Angina und Marvin Weik nach abgesessener Sperre wieder zur Verfügung stehen: „Beide können die Qualität in der Mannschaft erhöhen.“ Zudem hat Philipp Hensle, der zuletzt schmerzlich vermisste Kapitän, wieder mit dem Lauftraining begonnen.




1. FC Rielasingen-Arlen - SV Solvay Freiburg (So 15:00)
Die Sorgen im Solvay-Sportpark werden nicht weniger. Gegen keinesfalls übermächtige Waldkircher gab es zuletzt trotz einer 1:0-Führung eine knappe 1:2-Heimniederlage und zu allem Überfluss auch noch drei Verletzte. So fallen neben den ohnehin schon fehlenden Erlwin Barbullushi und Kapitän David Unterreiner nun auch noch Phillip Andrikopoulos, Ahmet Heffaoui und Gentrit Kurtani aus. „Das macht unsere Aufgabe noch größer, als sie ohnehin schon ist“, sagt Solvay-Trainer Boris Darvich. Er bleibe aber weiter positiv, denn schließlich gebe es noch genügend Punkte zu vergeben. Und auch das Spiel beim amtierenden Vizemeister geht er gelassen an. „Schließlich haben die Pfullendorfer am Mittwoch gegen Rielasingen gewonnen. Von daher werden wir das auch probieren.“




FC Bötzingen - SV Bühlertal (So 15:00)
Vor dem vergangenen Spiel in Bad Dürrheim hatte FCB-Trainer Gilles Ekoto-Ekoto die leise Hoffnung gehabt, dass seine Mannschaft wenigstens nicht so viele Gegentore einstecken muss. Dennoch kehrte der Bötzinger Tross mit einer 1:8-Schlappe an den Kaiserstuhl zurück. Und Besserung scheint nicht in Sicht, nichts deutet darauf hin, dass sich die Situation in Kürze ändert. So bleibt Coach Ekoto-Ekoto weiterhin bescheiden, wenn es darum geht, Ziele zu formulieren. So sagt er vor der Partie gegen den Tabellenvierzehnten kurz und knapp: „Wir wollen retten, was zu retten ist.“



1. SV Mörsch - FC Auggen (So 15:00)
An die Norbadener hat man im Markgräflerland keine guten Erinnerungen. Anfang August vergangenen Jahres trennte man sich in der zweiten Pokalrunde nach Verlängerung 2:2 von den Mörschern, die damals als klassentieferes Team ins Achtelfinale einzogen. „Eine spielstarke Mannschaft“, sagt FCA-Trainer Enzo Minardi, der hofft, dass seine Elf an die Leistung gegen Rielasingen-Arlen anknüpfen kann. Gerade im Hinblick auf die darauf folgende Partie gegen Villingen sei es wichtig, mit einem Erfolg den Vorsprung auf die unteren Plätze zu vergrößern. Die Auggener gehen diese Aufgabe mit dem Kader der Vorwoche an.



Aufrufe: 020.10.2016, 20:00 Uhr
Badische ZeitungAutor

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