Nicht nur reagieren, wie hier gegen Lahr,  wollen die Bad Dürrheimer in Auggen: Agieren lautet die Losung im Auswärtsspiel. | Foto: Dieter Reinhardt
Nicht nur reagieren, wie hier gegen Lahr, wollen die Bad Dürrheimer in Auggen: Agieren lautet die Losung im Auswärtsspiel. | Foto: Dieter Reinhardt

FC Bad Dürrheim will den Negativlauf in Auggen stoppen

FC Denzlingen am Bodensee gefordert +++ FC 08 Villingen hat den SV Endingen zu Gast

Der Dreikampf an der Tabellenspitze zwischen dem dem FC Denzlingen, Freiburger FC und dem FC 08 Villingen geht in die nächste Runde, dabei gastieren die Freiburger beim abstiegsbedrohten 1. SV Mörsch. Auf ein Erfolgserlebnis hofft der FC Bad Dürrheim in Auggen

FC 08 Villingen - SV Endingen (Sa 15:00)
Nächster Stolperstein für die Nullachter: Der Gast vom Kaiserstuhl bringt jede Menge Selbstvertrauen mit. Nach der mageren Nullnummer gegen Pfullendorf hat 08-Trainer Jago Maric nochmals die Sinne seiner Jungs geschärft: „Wir müssen mehr Siegeswille an den Tag legen, die Chancen besser nutzen und dürfen uns keine Ausrutscher mehr erlauben“, fordert er. Der Gegner ist gefährlich. Torjäger Santiago Fischer hat bereits 18 Treffer erzielt. Seit fünf Partien sind die Gäste unbesiegt, sie verloren zuletzt am 20. November in Auggen (2:3). Zudem ärgerten sie die Nullachter im Hinspiel mit einem 2:2-Remis. Die Gegner werden im Friedengrund angesichts von 31:1-Toren und sieben Villinger Heimspielen ohne Gegentor defensiv agieren, um hinten dichtzumachen. Das soll aus Marics Sicht gegen Endingen nicht passieren. Doch mit Geduld alleine lassen sich Tore nicht erzwingen. Das Positive gegen Pfullendorf war, dass die 08-Abwehr bis auf die Schlussphase nichts zugelassen hat. In dieser Trainingswoche hat der 08-Trainer die Zügel angezogen, weil sein Kader immer mehr Alternativen bietet und so der Konkurrenzkampf steigt, den Kapitän Benedikt Haibt positiv sieht: „Wir müssen als Mannschaft Gas geben und eine Schippe drauflegen, damit wir die drei Punkte behalten.“

Axel Siefert, der Endinger Coach, macht sich vor der Partie im Friedengrund nichts vor: „Es gibt sicher Mannschaften, gegen die es aus unserer Sicht wichtiger ist, einen Sieg einzufahren, als die Villinger.“ Was jedoch nicht heißen soll, dass man sich dem „haushohen Favoriten“ kampflos ergeben werde. Was allein aus Gründen der Fairness überhaupt nicht geht. „Wir werden versuchen, uns bestmöglich zu schlagen“, verspricht der SVE-Trainer, den nach wie vor große personelle Sorgen plagen. Auch in dieser Woche musste er mit nur acht Mann trainieren, in der Verbandsliga eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. „Wir müssen uns so gut wie möglich durchschlagen und schauen, dass wir in den April kommen“, so der dem Verzweifeln nahe Übungsleiter, der gestern noch nicht wusste, ob das Reserveteam den einen oder anderen Akteur abstellen kann. Denn die Zweite steigt am Wochenende auch wieder in den Punktspielbetrieb ein.




FC Auggen - FC Bad Dürrheim (Sa 15:00)
In Stadelhofen hatten die Auggener am vergangenen Samstag alles im Griff. Aber nur in der ersten Halbzeit, dann folgte der Einbruch. Aus einer verdienten 1:0-Führung zur Pause wurde am Ende eine ebenso verdiente 1:2-Niederlage. „Dieser Einbruch ist für mich noch immer unerklärlich“, sagt FCA-Trainer Enzo Minardi, der für das Heimspiel gegen die Salinenstädter klar vorgegeben hat: „Die vor einer Woche verlorenen Punkte wollen wir gegen Dürrheim holen.“ Daher verlange er von seiner Mannschaft Konzentration über 90 Minuten. Minardi erwartet gegen eher defensiv orientierte und vermutlich auf Konter lauernde Gäste ein Geduldsspiel, in dem ein frühes Tor sehr hilfreich wäre. Sebastian Wettengel weilt im Urlaub, dafür stehen jedoch Idrissa Khan, Sandro Casalnuovo, Yannik Domagala und Alexander Strazinski wieder zur Verfügung.

Die Skepsis von Reiner Scheu im Vorfeld war berechtigt, wie die 1:4-Heimniederlage der Bad Dürrheimer gegen den SC Lahr zeigte. Seine Mannschaft sei in allen Belangen unterlegen und „im Prinzip chancenlos“ gewesen. „Lahr war gut, wir waren schlecht“, fasste der Fußballlehrer seine Spielanalyse zusammen. Um die noch immer komfortable Situation als Achter nicht zu verspielen, müsse der FC „schnellstens wieder zu einer besseren Form finden“, so Scheu. Wer in Sachen Fitness Nachholbedarf hat, soll mit Extraschichten nach dem regulären Training möglichst rasch ans Niveau der Mannschaftskameraden herangeführt werden. Christian Braun kommt nach einem Spiel Sperre zurück. Für Jonas Schwer (Nasenbeinbruch) war gegen Lahr Felix Schaplewski in die Innenverteidigung gerückt, doch dieser Wechsel riss ein „Loch im Mittelfeld“, so Scheu. Wer diese Lücke in Auggen schließen soll, wollte er nach dem gestrigen Training entscheiden. Beim heimstarken Tabellensechsten sollen sich die Bad Dürrheimer in jedem Mannschaftsteil steigern und eine Leistung bringen, „auf der man aufbauen kann“.




SC Lahr - SV Bühlertal (Sa 15:00)
Der Sieg des SC Lahr beim FC Bad Dürrheim war teuer erkauft. Gleich drei Spieler mussten verletzt den Platz verlassen. Zwar haben Markus Neu, Janosch Bologna und Dennis Häuserman am Dienstag ein leichtes Lauftraining absolviert, doch Dennis Fietzeck konnte noch nicht wieder zwischen den Pfosten stehen. Nach aktuellem Stand ist es sehr fraglich, ob diese vier Spieler für das kommende Wochenende gegen den Tabellenfünfzehnten SV Bühlertal grünes Licht geben können. SCL-Trainer Oliver Dewes meinte am Donnerstag: „Wir müssen den Verletzten noch ein wenig Zeit geben und werden erst kurz vor Spielbeginn entscheiden können, wer letztendlich aufläuft.“ Die Situation sieht Dewes dennoch gelassen: „Wir werden aus unserem Pool eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz schicken können, dafür haben wir einen breiten Kader und tolle Nachwuchskräfte.“ Definitiv werden Domenico Bologna und Violand Kerellaj noch mindestens 14 Tage verletzungsbedingt ausfallen.




FC Waldkirch - Kehler FV 07 (Sa 15:00)
Nach dem überraschenden 2:1-Sieg über den FFC hatten sich die Waldkircher, allen voran ihr Trainer Beni Pfahler, auf einem guten Weg raus aus der sportlichen Krise gewähnt und sich auch in Denzlingen etwas ausgerechnet. Um im Nachhinein zugeben zu müssen, „dass das deutlich in die Hose gegangen ist.“ Der eine oder andere seiner Mitstreiter habe wohl etwas zu viel Fasnacht im Kopf gehabt, meint Pfahler, nachdem die Anfangsphase „brutal verschlafen“ worden sei. Gegen den Kehler FV, dem man im Hinspiel mit 0:2 unterlag, müsse man unbedingt wieder in die Spur finden. „Wir wollen auf alle Fälle eine bessere Leistung auf den Platz bringen“, so der spielende Trainer, der auf Normen Armbruster, Ebrima Jallow, Marcel Klüber und Sandro Rautenberg verzichten muss. Der Einsatz von Dominik Sandor ist fraglich, während Alexander Schultis voraussichtlich spielen kann.




1. FC Rielasingen-Arlen - FC Denzlingen (So 15:00)
In Denzlingen hat man durchaus Gefallen am Platz an der Sonne gefunden, die Tabellenführung soll auch nach der Begegnung beim amtierenden Vizemeister noch Bestand haben. Wir treffen auf einen heimstarken Gegner, der gerade in der Offensive gut besetzt ist.“ lautet Karsten Bickels Urteil. Er, der den FCD zusammen mit Armin Jungkeit trainiert, baut darauf, dass seine Mannschaft beim Tabellenzwölften ihr Spiel durchzieht, dass sie die richtige Balance findet zwischen offensivem Denken und defensiver Stabilität. Zu den beiden Verletzten Luca Micelli (Muskelfaserriss) und Sören Zehnle (Bänderriss) hat sich nun noch Bilal Dirani (Knieverletzung) gesellt.




1. SV Mörsch - Freiburger FC (So 15:00)
Das Hinspiel gegen den Aufsteiger aus Nordbaden, der nach einer Strukturreform im Jahr 1950 dem südbadischen Fußballbezirk Baden-Baden zugeordnet wurde, war eine klare Sache für den FFC. Anfang September siegte die Elf von Trainer Ralf Eckert trotz schwerer Beine aus dem Spiel unter der Woche in Rielasingen-Arlen ungefährdet mit 6:1, wobei es schon zur Pause 5:1 stand. Dennoch ist der FFC-Coach weit davon entfernt, das Rückspiel für einen Selbstläufer zu halten. „Die Mörscher haben für ihre zuletzt gezeigten Leistungen zu wenig Punkte auf dem Konto“, meint er, der seine Elf gleichwohl „volle Pulle nach vorne spielen“ lassen will. Denn das erklärte Ziel sind drei Punkte, allein schon im Hinblick auf das kommende Heimspiel gegen Villingen. „Um das wirklich ein Spitzenspiel werden zu lassen, sollten wir in Mörsch punkten, am besten dreifach“, meint Eckert. Auch wenn der Einsatz von Kapitän Fabian Sutter sowie der von Kevin Bernauer noch mit Fragezeichen versehen sind. Elias Reinhardt kehrt nach seiner privat bedingten Absenz am vergangenen Wochenende ins Team zurück.




SV Solvay Freiburg - SV Stadelhofen (So 15:00)
Boris Darvich, der Coach des abgeschlagenen Schlusslichts von der Freiburger Möbelmeile, erinnert sich nur ungern an das Hinspiel im Stadelhofener Mührigwald-Sportpark. Mit 2:9 kam die völlig indisponierte Solvay-Elf dort Anfang September unter die Räder, musste in der Ortenau die neben dem 0:7 beim FFC bislang höchste Saisonniederlage hinnehmen. „Da haben wir alles vermissen lassen, was man im Fußball braucht, nämlich Leidenschaft, Lust, Laune und Kampf“, sagt Darvich. Im Rückspiel gehe es nun einzig und allein darum, die Schmach des Hinspiels ein bisschen zu beseitigen. „Wir wollen punkten“, so der Coach, „ob es dann ein Punkt wird oder drei, ist zweitrangig.“ Mit einer schweren Knieverletzung, im Spiel gegen Kehl erlitten, muss Winterneuzugang Rodi Malala weiterhin passen.

Aufrufe: 02.3.2017, 19:30 Uhr
Badische ZeitungAutor

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