Im Hinspiel trennten gewann der SV Endingen 3:2 in Waldkirch | Foto: Daniel Fleig
Im Hinspiel trennten gewann der SV Endingen 3:2 in Waldkirch | Foto: Daniel Fleig

FC Auggen fährt mit Wut im Bauch nach Kehl

Bringt Solvay den FC Denzlingen erneut zum stolpern? +++ SV Endingen strebt Dreier an

Der FC 08 Villingen befindet sich bereits in der Winterpause, für den Rest der Liga heißt es ein letztes Mal um Punkte spielen, beovr der verdiente Weihnachtsurlaub ansteht.

SV Endingen - FC Waldkirch (Sa 14:30)
„Leider hat sich die Mannschaft in Linx nicht belohnen können“, sagt SVE-Coach Axel Siefert, wenn er auf das Spiel in Linx zurückblickt, in dem seine Elf in der Schlussphase einen Strafstoß vergab. Daher sei die Heimpartie gegen Waldkirch nun umso wichtiger. Man strebe mit aller Macht einen Dreier an, um Luft nach unten zu bekommen. „Wenn wir unsere in den letzten zwei, drei Wochen gezeigten Stärken an den Tag legen, sollte uns das gelingen“, blickt Siefert dem Derby optimistisch entgegen. Zumal alle Spieler einsatzfähig sind. FCW-Trainer Beni Pfahler, der selbst mit einem Muskelfaserriss passen muss, geht davon aus, dass seine Mannschaft die letzte Partie des Jahres hochmotiviert angehen wird. Neben Pfahler fällt möglicherweise auch Haider Dirani (Schulung) aus, so dass im Erletalstadion der Kader vom vergangenen Wochenende zur Verfügung steht. Mittlerweile haben bereits Gespräche mit potenziellen Neuzugängen in der Winterpause stattgefunden, in etwa zwei Wochen könnten diesbezüglich Entscheidungen fallen.



SV 08 Kuppenheim - SC Lahr (Sa 14:30)
Der SCL, der zu Beginn der Rückrunde dreimal verlor, will sich in Kuppenheim ein Erfolgserlebnis verschaffen. Zwar fielen die Niederlagen durchaus unglücklich aus, doch die Erkenntnis bleibt: In der Defensive fehlt es dem SCL zuweilen an der Stabilität. Die Kuppenheimer, die in der Hinrunde ein 3:3 im Stadion Dammenmühle holten, sind qualitativ mit dem SCL vergleichbar und liegen mit einem Punkt weniger einen Platz hinter den Lahrern. Beim SCL fehlt neben den Langzeitverletzten auch Sascha Bohl.




Freiburger FC - SV Linx (Sa 14:30)
Villingen, Linx, Kehl und Kuppenheim, vielleicht auch noch Pfullendorf als Mitabsteiger aus der Oberliga, hatte FFC-Cheftrainer Ralf Eckert vor der Saison auf dem Zettel, wenn er nach den Favoriten gefragt wurde. Mittlerweile ist mehr als die Hälfte der Spielzeit absolviert, und seine Mannschaft steht an der Tabellenspitze. Und das wird auch morgen Abend noch, unabhängig vom Ausgang der Partie gegen die Ortenauer, der Fall sein. Villingen lauert auf Platz zwei, doch Eckerts andere Favoriten sind längst abgeschlagen und dürften in dieser Saison keine Rolle mehr spielen. „Die Jungs sind heiß, wollen nochmals alles geben und dann in die Pause gehen“, sagt der Coach. Verdient haben sie diese auf alle Fälle.



FC Bad Dürrheim - SV Bühlertal (Sa 14:30)
Das spielfreie Wochenende kam den Bad Dürrheimern nicht gelegen, doch Trainer Reiner Scheu hofft, dass Training und Regenerationsphasen „im richtigen Verhältnis“ standen. Nach dem unterbrochenen Spielrhythmus gelte es nun, für die letzte Partie in diesem Jahr „die Spannung wieder hochzufahren“. Die Kurstädter, durch ihre Zwangspause vom sechsten auf den siebten Tabellenplatz abgerutscht, bekommen es laut Scheu mit einem unberechenbaren und sehr unbequemen Gegner zu tun. Der FC-Coach erinnert daran, dass die Bühlertaler als bislang einziges Team Spitzenreiter Freiburger FC eine Heimniederlage beibringen konnten. Bei seiner jüngsten 0:3-Niederlage gegen Stadelhofen hätten dem SVB wichtige Stammkräfte gefehlt. Die Bad Dürrheimer hatten sich im Hinspiel an einem verregneten, düsteren Samstag in einem durchwachsenen Spiel torlos vom aktuellen 14. der Tabelle getrennt. Als „Ziel Nummer eins“ gibt Scheu aus, die sechs Punkte Vorsprung auf die Gäste zu behaupten. Beim Versuch, an die zuletzt gezeigten guten Heimspielleistungen anzuknüpfen, muss er auf Schwer, den gesperrten Raphael Bartmann und Zvonimir Fantov verzichten. „Wir wollen einen guten Abschluss finden“, sagt Scheu vor der kürzesten Winterpause aller Zeiten. „Wir haben immer noch Punkte nötig“, betont der Fußballlehrer. Doch habe seine Mannschaft sich nach schwieriger Startphase deutlich gesteigert und mit den Erfolgen auch Selbstvertrauen getankt.




Kehler FV 07 - FC Auggen (Sa 14:30)
Das Hinspiel gegen den Oberligaabsteiger vom Rhein ist bei den Markgräflern noch in allerbester Erinnerung. Nach einem holprigen Saisonstart mit drei deutlichen Niederlagen bedeutete ein 3:0 gegen den KFV den ersten Auggener Sieg in dieser Spielzeit. „Wir sind körperlich gut drauf“, sagt Trainer Enzo Minardi, der von seiner Mannschaft erwartet, „dass sie nach der Niederlage gegen Denzlingen trotz deutlicher Führung mit Wut im Bauch alles reinwirft, um im letzten Spiel vor der Winterpause etwas Zählbares zu holen.“ Manuel Paolillo (nach Fußoperation) und Steffen Reinecker (privat verhindert) fallen aus, ob Bastian Bischoff und Idrissa Khan spielen können, ist fraglich.



SV Stadelhofen - FC Neustadt (Sa 14:30)
Das Hinspiel markierte einen Tiefpunkt: Für Klaus Gallmann war es „die enttäuschendste Leistung der Mannschaft, seit ich Trainer beim FC Neustadt bin“. Mittlerweile coacht er das Team zusammen mit seinem Bruder Benjamin Gallmann. Nach drei Niederlagen und jeweils vier Gegentoren gegen Verbandsligateams, die nicht unbedingt die Kragenweite (Denzlingen, Kehl, Kuppenheim) des Aufsteigers aus der Wälderstadt hatten, setzte das Neustädter Trainerduo im August all seine Hoffnung auf das Duell gegen den Mitaufsteiger Stadelhofen. Das Spiel sollte die Wende bringen. Und natürlich die ersten Punkte. „Uns war klar, in diesem Spiel muss der Knoten platzen“ – und dann das: In der Halbzeit lagen die Blauen schon mit 0:4 zurück. Aussichtslos. „Es war mit das Schwächste, was ich von der Mannschaft gesehen habe. Diese Niederlage tat richtig weh“, sagt Klaus Gallmann. Nach der 0:4-Heimniederlage hatte der stets positiv denkende FCN-Coach erstmals sanfte Zweifel, ob die Mannschaft wirklich das Können für diese Liga mitbringt. Auf der anschließenden Pressekonferenz entschuldigte er sich gar bei den Zuhörern für die miserable Leistung. „Ja, das Spiel war schon sehr ernüchternd“, sagt Gallmann.
Mittlerweile ist es jedoch eine andere Neustädter Mannschaft. Sie hat sich entwickelt, sie hat eine Wandlung hinter sich. Hin zu einem Team, das jeden Gegner in dieser Liga ärgern kann. Und auch besiegen. Sie ist nah an die Spitzenmannschaften herangerückt, die Leistungen und Ergebnisse in den vergangenen Wochen entsprechen dem Niveau des vorderen Mittelfelds. Der größte Gegner der Neustädter Spieler ist derzeit der innere Schweinehund, der sich bei großer Anstrengung meldet und eine etwas gemütlichere Gangart fordert. Ein Rückgang des Einsatzes und der Laufbereitschaft – seien es auch nur ein paar Prozentpunkte – würde das System der Blauen anfälliger und verwundbarer machen. Klaus Gallmann ist „zu 1000 Prozent überzeugt, dass in Stadelhofen eine andere Neustädter Mannschaft“ auf dem Platz stehen wird als im Hinspiel: „Wir werden uns nicht noch einmal so präsentieren.“ Mit einem Dreier würden die Schwarzwälder den SV Stadelhofen in der Tabelle überholen und erstmals in dieser Saison über dem Strich stehen, der Mittelfeld und Abstiegsränge trennt. „Das ist das Ziel“, sagt Gallmann, „wir wollen auf einem Nichtabstiegsplatz überwintern“.




FC Denzlingen - SV Solvay Freiburg (So 14:30)
FCD-Trainer Karsten Bickel ist sicher, „dass wir maximale Aufmerksamkeit benötigen und ein sehr gutes Spiel machen müssen, um zu gewinnen.“ Denn er hält nichts davon, die Freiburger an ihrem vorletzten Tabellenplatz zu messen. Erdogan Aldemir (Muskelfaserriss) und Philipp Dettmar (privat verhindert) fallen aus. Das Hinspiel im Solvay-Sportpark endete mit einem für die Denzlinger enttäuschenden 1:1. Das Stadtderby gegen den FFC hat wieder einmal gezeigt, woran das Spiel der Solvay-Kicker krankt. Die Defensivabteilung hält dem gegnerischen Druck eine ganze Weile statt, doch die Offensivabteilung agiert viel zu harmlos. Trainer Boris Darvich hofft insgeheim, im letzten Spiel des Jahres wenigstens einen Punkt ergattern zu können und in der Winterpause den einen oder anderen verbandsligaerfahrenen Akteur in den Sportpark locken zu können. Aber auch er weiß, „dass sich die Gespräche für einen Tabellenvorletzten etwas schwierig gestalten.“




FC Bötzingen - 1. FC Rielasingen-Arlen (So 14:30)
Obwohl abgeschlagener Tabellenletzter mit kaum Hoffnung auf Besserung oder gar Klassenerhalt, haben die Bötzinger allen Unkenrufen zum Trotz zuletzt ganz respektable Leistungen gezeigt, wie beispielsweise im letzten Heimspiel gegen den SV Linx, der am Ende froh war, eine 2:0-Führung zur Halbzeit über die gesamten 90 Minute gebracht zu haben. Mit einer vergleichbaren Vorstellung wollen Trainer Gilles Ekoto-Ekoto am Sonntag auch den amtierenden Vizemeister ärgern, dem sie in der Vorrunde mit 0:4 unterlagen.



Aufrufe: 08.12.2016, 20:00 Uhr
Badische ZeitungAutor

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