
Hüffelsheim. Am Donnerstag platzte die Bombe: Nils Gräff wechselt zur kommenden Saison von Alemannia Waldalgesheim zu Verbandsliga-Konkurrent SG Hüffelsheim. Die letzte Partie der Elf vom Palmenstein zum Saisonfinale am Pfingstsonntag (Anpfiff 15 Uhr) zuhause gegen Viktoria Herxheim wurde nach der Meldung fast zur Nebensache degradiert. Dabei winkt der SG bei einem Dreier noch immer Tabellenplatz vier, sollte ausgerechnet die Alemannia nicht in der Parallelbegegnung gegen den TB Jahn Zeiskam gewinnen.
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Nils Gräff (26) wechselte im Sommer 2020 vom FC Sprendlingen (C-Klasse) zur Alemannia, wurde im Verbandspokalfinale gegen die Profis des 1. FC Kaiserslautern, das im ersten Corona-Jahr erst im August ausgetragen wurde, eingewechselt und traf mit einem Schuss aus unmöglichem Winkel Aluminium. Am Ende verlor die Alemannia im Elfmeterschießen 3:5. "Er hat einen lokalen Bezug und passt fußballerisch und menschlich in die Gruppe, dazu will er sportlich den nächsten Schritt machen", begründet SG-Sportchef Simon Engelbert die Verpflichtung. Mit seinen Erfahrungen in Ober- und Verbandsliga sei Gräff in der Offensive flexibel einsetzbar und mache die SG dank seiner Dynamik und der Durchsetzungskraft variabler. In dieser Spielzeit kommt Gräff bislang in 27 Ligaeinsätzen auf fünf Tore und vier Assists. Insgesamt bestritt er 106 Oberliga- und 59 Verbandsligapartien für die Alemannia, machte dabei Erfahrungen auf verschiedenen Positionen, auf beiden Schienen, als Achter im Mittelfeld und im Angriff.
Die SG rüstet mit Gräff weiterhin auf. Das Ziel für die kommende Spielzeit kann realistisch gesehen nur der Aufstieg in die Oberliga sein. Bevor das so ist, steht aber noch Herxheim an, zum persönlichen Finale von David Holste als Interimstrainer nach der Trennung von André Weingärtner. Der Tabellensechste aus der Südpfalz kommt mit der Empfehlung von nur einer Niederlage aus den vergangenen neun Spielen – einem 2:6 bei Meister TuS Mechtersheim. "Ich bin ein bisschen traurig, weil es richtig viel Spaß gemacht hat mit den Jungs", sagt Holste und wünscht sich ein positives Ergebnis, um das erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte möglichst auf Platz vier zu beenden, wobei die Hoffnung auch Zeiskam einbezieht. Holste will mit der SG "jedenfalls gewinnen und danach die Spieler, die uns verlassen, gebührend verabschieden."