
Darmstadt. Der Einzug ins Pokalfinale soll beim FCA Darmstadt für Auftrieb in der Verbandsliga sorgen – schließlich braucht das Schlusslicht Punkte für den Klassenerhalt. Das gilt auch für die SG Langstadt/Babenhausen, die vor einer schweren Aufgabe steht. RW Darmstadt hofft auf den ersten Sieg in diesem Jahr, den es im Pokalspiel am Donnerstagabend bereits gab. Nach torloser erster Halbzeit besiegte der Verbandsligist den SC Türk Gücü mit 3:0 und trifft damit - mal wieder - auf den FCA im Endspiel.
Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt von Echo Online.
Der Start aus der Winterpause mit dem 0:4 gegen Langstadt war ernüchternd für den FCA. Doch die Arheilger holten sich im Kreispokal am Mittwochabend Auftrieb. Mit 3:1 (3:0) gewann der Titelverteidiger im Halbfinale bei Viktoria Griesheim und steht damit zum dritten Mal in Folge im Finale. Die Treffer für den FCA erzielte Alejandro Alvarez Melendez (24./35./ 45.+3), Gioele Fiandaca (89.) verkürzte.
„Wir haben eine gute Leistung gezeigt“, sagt Luca Bergemann. Der FCA-Trainer sah, dass sich sein neu zusammengestelltes Team wieder weiterentwickelt hat. Und der Sieg tat dem Team gut. „Das war wichtig. Wir sind wieder im Endspiel, das ist ein Ziel, das gibt uns Motivation“, so Bergemann. Diese Motivation wollen die Arheilger nun nutzen, um in der Liga ebenfalls erfolgreich zu sein. Eine andere Chance hat der FCA im Abstiegskampf auch nicht als abgeschlagenes Schlusslicht mit fünf Punkten. „Jedes Spiel ist quasi ein Endspiel für uns“, sagt der Coach vor der Partie in Schneppenhausen. „Aber wir wollen befreit auftreten.“ Auch dank des Erfolgs im Pokal.
Beide Teams haben etwas gemeinsam: Sie sind mit zwei Siegen aus der Winterpause gestartet. Doch trennen beide Mannschaften Welten. Neu-Isenburg hat sich verstärkt, um noch einmal oben angreifen zu können. Personell nachgebessert haben auch die Langstädter, allerdings, um im Kampf um den Klassenerhalt eine Chance zu haben – aktuell ist die SG mit zwölf Punkten Vorletzter.
„Die zwei Siege haben sicherlich gutgetan. Mit diesen Leistungen können wir mithalten. Und wir wollen Pars auch gerne ärgern. Aber wir bleiben gegen diesen Gegner natürlich auf dem Boden - ein Punkt wäre ein Erfolg für uns“, sagt SG-Sportdirektor Toni Coppolecchia. Klappt das mit dem Remis, hätten die Langstädter ihr erstes Zwischenspiel bei der erhofften Aufholjagd erreicht. Sieben bis neun Punkte wollte die SG aus den ersten vier Spielen des Jahres holen. Sechs sind es bereits.
Nur zu gerne wären die Rot-Weißen so erfolgreich in den zweiten Saisonabschnitt gestartet wie die Kalbacher (Remis bei RW Frankfurt, Sieg in Dortelweil). Doch anders als der Abstiegskandidat sprang für die Darmstädter in den zwei Spielen bisher nur ein Zähler heraus (0:0 in Ober-Roden). So sind sie in der Tabelle als Neunter mit 32 Punkten in etwa genauso weit weg von der Spitze wie von der Abstiegsregion. Ergo: Es muss ein Sieg her am Sonntag, um nach oben blicken zu können und nicht nach unten schauen zu müssen.
Dominik Lohrer hat allerdings Respekt vor dem Gegner: „Kalbach hat zuletzt aufhorchen lassen“, sagt der RW-Trainer. Was wiederum nichts an seiner Vorgabe ändert. „Wir haben zu wenig Punkte geholt, das muss sich ändern.“ Beim 2:3 gegen Pars Neu-Isenburg zuletzt habe sein Team trotz der Niederlage gut gespielt. „Wir machen vieles gut. Wir müssen nur konsequenter in Angriff und Abwehr sein“, streicht Lohrer heraus. Dann würden die Darmstädter auch das Momentum wieder auf ihre Seite ziehen.