Verbandsliga: Hasa narrt Haas und schockt Hassia

Offensivschwache Binger kassieren unnötige 0:1-Niederlage in Rüssingen

RÜSSINGEN. Das war nichts. In einem ganz schwachen Verbandsligaspiel musste Hassia Bingen nach vier Ligaspielen mit zehn Punkten beim bis dato zu Hause noch sieglosen TuS Rüssingen eine empfindliche 0:1-Niederlage einstecken. Von „drei verschenkten Punkten“ sprach Trainer Thomas Klöckner nach der Begegnung. Verschenkt, weil die Hassia den Gegner immer wieder durch eigene Fehler im Aufbau zum Kontern einlud. Als Dogan Tüysüz der Ball beim Stoppen 25 Meter vor dem eigenen Gehäuse versprang, nahm Geri Hasa die Einladung dankend an, lief allein auf den chancenlosen Fabian Haas zu und netzte trocken zum Tor des Tages ein (60.).

Bingen findet nicht ins Spiel

Die Partie begann eigentlich erst mit Wiederanpfiff. Einem einfach einmal auf gut Glück in den Strafraum geschlagenen Ball traf Samsidin Sonko fast unfreiwillig und zwang Haas zu einer Glanzparade (49.). Keine Minute später war der Torhüter der Hassia wiederum hellwach, als Bawo Dalmy vor ihm auftauchte. Nach dem Treffer verpasste Hasa nach fast identischer Situation die frühe Entscheidung (66.). Die Binger fanden offensiv fast nicht statt, fanden keine Räume und spielten für das schwere Geläuf und den ungeraden Platz zu oft zu kompliziert.

Leistung schwach

„Es geht nicht um den Fehler von Dogan. Es waren zu viele Situationen dieser Art, die uns mal wieder das Genick gebrochen haben.“ Christian Klöckner war ebenso angefressen wie sein Bruder. Auch er sprach Klartext: „Die Leistung war einfach nicht gut. So müssen wir nüchtern feststellen, dass wir verdient gegen eine Mannschaft verloren haben, die kein Verbandsliga-Niveau hatte.“ Die Hoffnung ist, dass die Niederlage in die Kategorie „Lehrgeld zahlen“ fällt. Denn so wie in Rüssingen und zuvor im Pokal in Bad Kreuznach darf sich das Team in den kommenden Wochen nicht präsentieren. Das sah auch Thomas Klöckner so. „Wir waren heute zu arrogant, zu lässig. Die letzte Spannung hat gefehlt. Mit 80 Prozent Einsatz kann ich gegen keine Mannschaft bestehen“, haderte er.

Zu allem Überfluss zog sich Patrick Schön eine Fußverletzung zu, und Fabien Spreitzer sah in der Schlussphase, in der die Hassia auf den Ausgleich drängte, wegen Meckerns die Ampelkarte. Die eine Chance zum Ausgleich gab es noch. Ilker Yüksel sorgte mit einem Kracher von der halbrechten Seite dafür, dass sich der TuS-Keeper wenigstens einmal auszeichnen musste (89.).

Hassia Bingen: Haas – Engel (88. Kreuznacht), Tasci, Spreitzer, Tüysüz – Ofosu – Auletta (75. Bittner), Schön (54. Walla), Ürel, Pira (66. Esmaieli) – Yüksel.



Aufrufe: 018.9.2022, 19:30 Uhr
Jochen WernerAutor