
Hüffelsheim. "Wir sind schon leistungsorientiert und wollen das Spiel unbedingt gewinnen." Trainer André Weingärtner gibt die Richtung seiner SG Hüffelsheim im Heimspiel gegen den SV Steinwenden vor. Auf Palmenstein soll SG Partie am Samstag (Anpfiff 17 Uhr) möglichst wieder zurück in die Spur finden und selbst den Ton angeben. Etwas, das zuletzt bei der 0:3-Niederlage in Marienborn so gar nicht gelungen war.
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Die beiden vergangenen Partien können sinnbildlich für die bisherige Saison stehen. Beim 4:1-Erfolg vor zwei Wochen bei Viktoria Herxheim starteten die Hüffelsheimer optimal in beide Halbzeiten, erzielten jeweils frühe Tore, trafen auch unmittelbar vor dem Pausenpfiff. Anders bei der TuS Marienborn. Da stand es nach zwei Minuten bereits 0:1, liefen die Rot-Weißen viel zu häufig hinterher und kassierten zum ungünstigen Zeitpunkt Treffer Nummer zwei.
"Die Parallelen sind offensichtlich", gab Weingärtner zu. Aufgestoßen ist ihm, "dass wir sie eingeladen und viele Situationen viel zu früh abgeschenkt haben." Im Gegensatz zu Herxheim. Andererseits zeigt sich dabei, wie eng es tatsächlich in der Liga zugeht. "Wäre es gegen eine Mannschaft, die sich im Abstiegskampf befindet und entsprechend konsequent und bissig war, länger beim 0:0 geblieben und wären wir in Führung gegangen, hätte sich ein ganz anderes Spiel ergeben." Für den Konjunktiv können sich Weingärtner und die SG allerdings nichts kaufen. So bleibt Marienborn als Warnung. Und als Begegnung, die am Montag aufgearbeitet wurde.
Der 48-jährige Lehrer verweist auf die Entwicklung, die sein Team genommen hat. In der Vorbereitung auf die Rückrunde der vergangenen Saison waren die SG und Marienborn in einem Testspiel aufeinander getroffen. Da führte der damalige Landesligist schnell 3:0, kassierte dann aber noch fünf Gegentreffer. Seither haben sich die Zeiten geändert. "Damals hat sich keiner Gedanken gemacht", so der Coach, "jetzt liegt die Messlatte deutlich höher." Gleichzeitig weiß er, dass das eben so ist, weil das Gesamtbild stimmt, die Entwicklung insgesamt positiv ist. Davon auszugehen, das dies selbstverständlich ist, liegt in der Natur der Sache, ist es aber keineswegs.
Am Samstag gegen Steinwenden, dann noch zum Abschluss das Derby bei der Kreuznacher Eintracht. "Es werden noch sechs Punkte ausgespielt, die wir in der Hinrunde auch geholt haben und auch jetzt natürlich wieder haben wollen." An der Marschroute lässt der Trainer keinen Zweifel. Dass Steinwenden dabei ein dickes Brett wird, ist ihm klar. In der Hinrunde gab es dort zwar ein 2:0, allerdings hatten die Westpfälzer da auch mit massiven Personalproblemen zu kämpfen. Der SV hat sich seither deutlich stabilisiert, steht gerade einmal einen Platz hinter der SG.
Bis auf die Langzeitverletzten Nico Najda, Tom Baier und Mostafa El-Haiwan kann Weingärtner im besten Fall aus dem Vollen schöpfen. Niclas Mörbel, Philip Klein und Johann Frisch konnten in dieser Woche normal trainieren, so dass sich viele Alternativen bieten. „Es gibt viele Ideen“, sagt der Coach und legt Wert darauf, „dass wir uns an uns orientieren und an den Dingen, die uns stark machen.“ Dann müsste es mit dem Dreier klappen. Auch wenn mit dem 0:3 von Marienborn der Zug Richtung Relegationsplatz endgültig abgefahren und die SG gleichzeitig im oberen Mittelfeld gesichert scheint, soll kein Schlendrian einkehren.