Auf dem Weg zum Siegtor: Niedernhausens Zugang Marvin Kauer liefert die Vorlage für den Schützen Davide Frusteri.
Auf dem Weg zum Siegtor: Niedernhausens Zugang Marvin Kauer liefert die Vorlage für den Schützen Davide Frusteri. – Foto: Neumann

Verbandsliga: Frusteri macht Derby-Dreier für SVN perfekt

Siegtorschütze des SV Niedernhausen beim hart erkämpften 1:0 über die SG Walluf

Niedernhausen. Im Jubelkreis des Verbandsligisten SV Niedernhausen gab Thomas Brewer den Ton und den Takt an, als hätte er vorher ein mehrstündiges Rockkonzert gegeben. „Gib mir ein Derbysieger“, stimmte der Außenbahnspieler mit rauer Stimme an, ehe die Mannschaft ausgelassen feierte. Den 1:0-Erfolg gegen die SG Walluf über die Zeit gebracht – das war aus SVN-Sicht der Punkt. Während bei den Rheingauern das Kopfschütteln dominierte. Viel investiert, Möglichkeiten ausgelassen, aber kein Ertrag. Nach der durchwachsen verlaufenen Vorbereitung „,hatten wir nach der Pause ein Chancen-Plus und haben gezeigt, dass wir konkurrenzfähig sind. Darauf lässt sich aufbauen“, tröstete sich Gäste-Coach Daniel Dillitz.

SV Niedernhs
1:0
SG Walluf

Niedernhausens Spielertrainer Maurice Burkhardt, gesundheitlich nicht ganz fit, kommentierte: „Am Ende war es spannend, weil wir nicht das zweite Tor nachgelegt hatten. Vielleicht wäre der Ausgleich in Ordnung gewesen. Doch aufgrund der ersten Hälfte fand ich unseren Sieg verdient.“ Und was die Saison angeht, wäre es aus seiner Sicht „schon ein Segen, wenn wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben“.

Wobei die auf schnelles Umschalten gepolte SVN-Strategie in der ersten halben Stunde ganz gut aufgegangen war. Neuzugang Marvin Kauer zeigte, dass er eine Bereicherung sein kann, legte das von Davide Frusteri vom Sturmzentrum aus erzielte 1:0 prima auf. Wenig später segelte die Flanke von Brewer genau auf den Kopf von Frusteri, doch Wallufs Keeper Willi Bonnet, für den verletzten Ex-Niedernhausener Tim Burghold zum Ligastart zwischen den Pfosten, stand goldrichtig. Auf der anderen Seite geriet Marlon Müller (19, vormals SV Gonsenheim) beim kampfbetonten Schlagabtausch in den Blickpunkt, machte die Gelegenheit von Wallufs Stürmer Nils Balder zunichte und hielt gegen Yannik Hünerbein bravouös.

Niedernhausen brachte das 1:0 über die Zeit

Im zweiten Abschnitt brachte die Drangphase der Wallufer weitere Balder-Chancen, doch entweder hielt Müller oder der Torrahmen rettete für ihn (75.). Bei Niedernhausen sorgte nur ein Burkhardt-Heber, der das Ziel verfehlte, für Entlastung – die Pässe kamen nicht mehr wie vor der Pause. „Am Ende war für uns alles drin“, trauerte Wallufs Tobias Bellin dem greifbaren Punktgewinn nach. Es werde nicht einfach, die Klasse zu halten, „aber das schaffen wir“, bleibt er zuversichtlich. Auch für seinen Teamgefährten Nils Balder, der in dieser Runde auch als Co-Trainer eingebunden ist, zählt einzig der Verbleib. „Die Effizienz hat ein bisschen gefehlt, doch insgesamt können wir gerade mit der zweiten Halbzeit zufrieden sein“, sagte der Stürmer nach einer Partie, in der auf beiden Seiten wichtige Spieler fehlten, andere angeschlagen oder noch nicht komplett fit waren.

Der Ex-Eltviller Marvin Kauer hat sich derweil in Niedernhausen in einem Team „mit coolen Jungs“ bestens eingelebt. „Direkt das erste Spiel zu gewinnen, so startet man gerne. Wobei die Wallufer vielleicht ein Tor verdient gehabt hätten“, bekannte der Mittelfeldspieler. SVN-Sportchef Stephan Mohr fand: „Wir hätten uns nicht beklagen können, wenn wir den Ausgleich kassiert hätten.“

SV Niedernhausen: Müller; Berg, Reusing, Smith, Benariba, Rodwald, Brewer (88. Samb), Hossner (25. Burkhardt/90.+5 Dayan), Waldraff, Kauer, Frusteri (71. Loncar).

SG Walluf: Bonnet; Joh. Buff (90. Marcel Krabler), Dahlen, Winhauer, Berger, Schön (73. Esser), Reichert, J. Dalbert, Bellin, Balder, Hünerbein.

Tor: 1:0 Frusteri (17.). – SR: Stöhr. – Zuschauer: 200.



Aufrufe: 05.8.2022, 13:00 Uhr
Stephan NeumannAutor