
Bad Kreiznach. Wird das letzte Heimspiel der SG Eintracht zur entspannten Meisterprüfung? Im Nahestadion gastiert am Sonntag ab 15 Uhr mit dem TuS Mechtersheim der bereits seit zwei Wochen feststehende Titelträger der Fußball-Verbandsliga. Für die Bad Kreuznacher Gelegenheit, sich auf sportlich hohem Niveau von den eigenen Fans zu verabschieden und sich für den inakzeptablen Auftritt bei Kellerkind Steinbach zu rehabilitieren. Bei der 3:6-Pleite hatten die Blau-Weißen all das vermissen lassen, was sie in den Wochen zuvor ausgezeichnet hatte.
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Mechtersheims Mannschaft um den früheren Eintrachtler Berkan Celebi steht für Spektakel. 90 Tore in 28 Partien, dazu ein Hauch von Ruhm rund um den Platz, wenn etwa TuS-Sympathisant Apache 207 am Spielfeldrand rappt. Wo die Pfälzer auftreten, gibt es Gesprächsstoff. Das Team von Trainer Nauwid Amiri hat sich nach dem Abstieg im Vorjahr direkt in der Oberliga zurückgemeldet, war in den meisten Verbandsliga-Auftritten eine Klasse für sich. Umso überraschender unterlag der TuS jüngst dem SV Steinwenden 4:5. Aber selbst da mit entsprechendem Spektakelfaktor.
Aktuell ist in der Region kaum ein Fußballer von Klasse sicher vor Anfragen des Meisters. Mit Etienne Portmann hat Mechtersheim schon den Führungsspieler von Regionalligist Schott Mainz angeworben, TSV-Teamkollege Dennis de Sousa Oelser steht ebenfalls auf der Wunschliste; selbst über einen Wechsel von Bad Kreuznachs Kapitän Deniz Darcan wurde hier und da spekuliert. Und auch in der Pfalz ärgern sich die Verbandsligisten über aggressive Werbung des Aufsteigers.
Nur sechs Wochen nach dem verlegten Hinrundenduell will sich die Eintracht nun besser aus der Affäre ziehen als eben bei der 0:3-Pleite. Dafür ging Savas Kaya mit seinen Jungs sogar am Vatertag aufs Trainingsgelände. „Wir erwarten eine positive Reaktion auf diese unschöne Niederlage vorige Woche. Letztlich müssen wir aber akzeptieren, dass an diesem Tag nichts für uns drin war“, sagt der SGE-Co-Trainer. Personell sind außer den Langzeitverletzten Jan Wingenter, Leonardo Rastiello und Lennart Drees sowie Jamal Willrich alle Mann einsatzbereit.
Ähnlich wie die SGE hat auch Mechtersheim etwas gegenüber der Vorwoche gutzumachen. „Daher wird es für beide eine große Herausforderung. Und für uns ist es das letzte Heimspiel.“