Jakob Friedrich (rechts), hier gegen Eintracht Bad Kreuznach, fehlt zum Saisonauftakt gegen TuS Rüssingen.
Jakob Friedrich (rechts), hier gegen Eintracht Bad Kreuznach, fehlt zum Saisonauftakt gegen TuS Rüssingen. – Foto: Mario Luge (Archiv)

Verbandsliga: Die Brasilianer sind alle weg

TSV Gau-Odernheim trifft zum Saisonauftakt am Sonntag auf runderneuerten TuS Rüssingen

Gau-Odernheim. Vergangene Saison gab es Spekulationen, der TuS Rüssingen könnte sich aus der Verbandsliga zurückziehen. Bewahrheitet hat sich das nicht. Wohl aber hat sich der ehedem südamerikanische Kader runderneuert. Unter Regie des ehemaligen Trainers des ASV Fußgönheim, Ediz Sari, spielte zuletzt kein Brasilianer mehr – auch nicht der schillernde Torhüter Evandro Rachoni de Lima.

Rüssingen
0:3
Gau-Odernh.

Unter diesen Umständen mag niemand den TuS Rüssingen vorm Saisonstart am Sonntag so recht einschätzen. Es obliegt dem TSV Gau-Odernheim, die Pfälzer im Eröffnungsspiel zu wägen. Dessen Trainer, Christoph Hartmüller, spricht vor der Auswärtspartie (17 Uhr) von einem „Überraschungsteam“, das TuS in den Wettbewerb schickt. Immerhin hat Sari „zwei, drei Spieler“ aus der Ober- und Verbandsliga mit nach Rüssingen genommen, die auch heute noch hohe Qualität haben.

Dem setzen die Gau-Odernheimer alles andere als ihre Idealbesetzung entgegen. Torben Dilg, Lukas Knell, Jakob Friedrich, Jonathan Maier, um nur einige der ausfallenden Topspieler zu nennen, passen aus privaten Gründen. Dazu gesellen sich einige Verletzte, weshalb Hartmüller trotz seines breiten Kaders auf zwei U19-Spieler zurückgreifen muss. Wie üblich macht Hartmüller keine Worte drum. Die dünne Personaldecke ändert auch nichts an der „steigenden Vorfreude“, mit er dem ersten Saisonspiel entgegensieht.

Die jüngste Mannschaft der Liga

Die Petersberger gehen mit der gewohnten Gelassenheit in die Saison. „Würden wir eine ähnlich gute Rolle spielen wie in der zurückliegenden Saison, wäre ich sehr zufrieden“, sagt der Coach, der mutmaßlich wieder den jüngsten Kader der gesamten Liga betreut. Mit 21,4 Jahren ist der Altersschnitt gegenüber der vergangenen Spielzeit sogar nochmals gesunken. Das macht die TSVler stolz. Im Zweifel nähmen sie sogar lieber den Abstieg in Kauf, als dass sie sich von ihrem Weg, mit vorrangig jungen Spielern zu arbeiten, abbringen ließen.

Höhere Ambitionen hegt beim TSV ohnehin niemand. Die Meisterschaft sollen andere untereinander ausmachen. Prädestiniert dafür sieht Hartmüller den SC Idar-Oberstein und TuS Marienborn. Die alten Verdächtigen also.

Aufrufe: 05.8.2022, 19:30 Uhr
Claus RosenbergAutor