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Verbandsliga: Aufhören für Wallufs Torjäger Jan Löwer nie eine Option

Torjäger der SG Walluf mit innerer Überzeugung zum Comeback nach schwerer Verletzung Anfang August 2025 – Schreckmoment während der Reha, jetzt wieder gefühlt bei 90 Prozent +++ Sonntag gegen Steinbach Haiger II

von Stephan Neumann · 03.10.2026, 11:30 Uhr · 0 Leser
Auf dem Weg zur Bestform: Jan Löwer bringt beim Verbandsligisten SG Walluf nach fast einjähriger Verletzungspause wieder seine Torjäger-Qualitäten ein.
Auf dem Weg zur Bestform: Jan Löwer bringt beim Verbandsligisten SG Walluf nach fast einjähriger Verletzungspause wieder seine Torjäger-Qualitäten ein. – Foto: Marcel Lorenz

Walluf. 5:0 den starken FC Ederbergland bezwungen und dann eine Woche später mit dem gleichen Resultat bei Aufsteiger VfB Unterliederbach die erste Saisonniederlage kassiert – die Verbandsliga-Fußballer der SG Walluf erlebten ein herbes Kontrastprogramm. „Von A bis Z von uns eine schlechte Leistung. Ausgenommen unser junger Torhüter Joah Schneider, der eine tolle Runde spielt“, redet SG-Stürmer Jan Löwer nicht lange um den heißen Brei herum.

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Schwerwiegendste Verletzung der Laufbahn

Klar müsse man Ursachenforschung betreiben, aber gleichzeitig den Blick auf das Verfolgerduell mit dem TSV Steinbach Haiger II (So., 15 Uhr) richten, findet der 29-Jährige und ist absolut überzeugt davon, "dass wir am Sonntag ein anderes Gesicht zeigen werden". Denn bislang haben die Rheingauer, den Unterliederbach-Blackout und das Kreispokal-Aus bei der SG Bad Schwalbach/Langenseifen ausgeklammert, unter dem neuen Trainer Dennis Merten eine starke Runde gespielt. Mit dem Potenzial, den derzeitigen Platz im oberen Verbandsliga-Drittel halten zu können. Auch davon ist Jan Löwer absolut überzeugt. Innere Überzeugung, das ist für den Marburger, der als selbstständiger Immobilienmakler in Wiesbaden und als Fußballer in Walluf Wurzeln geschlagen hat, ohnehin eine verankerte Eigenschaft. Am ersten Spieltag der Saison 2025/26 hatte es ihn in Okriftel in der 25. Minute schwer erwischt: Kreuzband- und Meniskusriss, eine so schwerwiegende Verletzung hatte ihn in seiner Laufbahn noch nicht ereilt. In der Spielzeit unter Chefcoach Adi Dworschak und Co-Trainer Kevin Detloff blieb es der einzige Einsatz, nachdem er 2024/25 in der Runde unter Christian Lüllig mit 32 Treffern zum Liga-Torschützenkönig avanciert war.

"Aufgeben war für mich in keiner Weise ein Thema. Es war klar, dass ich so nicht aufhören will", sagt der Stürmer mit dem ausgeprägten Torinstinkt im Rückblick. Nach der im August 2025 erfolgten Operation galt für ihn die Devise: "Gas geben in der Reha." Physiotherapeut Sebastian Pommer aus Ginsheim, ehemals in Erster und Zweiter Bundesliga acht Jahre bei Darmstadt 98 im Einsatz, wurde für Jan Löwer zur wichtigen Anlaufstelle. Alles schien nach Plan zu laufen, bis im Dezember 2025 ein Schreckmoment folgte.

Schwellung ging innerhalb von drei Tagen zurück

Am operierten Knie war eine Schwellung aufgetreten, und aufgrund erhöhter Entzündungswerte bestand zunächst der Verdacht auf eine Entzündung. Daraufhin wurden verschiedene Untersuchungen und Tests durchgeführt. Innerhalb von drei Tagen gingen sowohl die Schwellung als auch die Entzündungswerte vollständig zurück. In Abstimmung mit dem Arzt wurde das Kniegelenk dennoch vorsichtshalber mit Kochsalzlösung gespült. "Glücklicherweise bestätigte sich der Verdacht auf eine Entzündung nicht – die Spülung war eine reine Sicherheitsmaßnahme", durfte Jan Löwer aufatmen. Wo er doch ein Vollblutsportler ist, neben dem Fußball gerne Tennis spielt, neuerdings auch der Variante Padel Tennis frönt. Und im Winter gerne auf Skiern steht. Aber seine Nummer eins ist der Teamsport Fußball. Nach einem positiv ausgefallenen Multifunktionstest beim Wiesbadener Sportwissenschaftler Alexander Stern (ATOS Physiotherapie, ehemals beim SV Wehen Wiesbaden tätig), sprang die Ampel für die Rückkehr auf den Fußballplatz auf Grün. Der enorme Reha-Aufwand, teils mit eigenen finanziellen Mitteln, hatte sich ausgezahlt: "Ich wollte mir im Nachgang nichts vorwerfen. Für was lohnt es mehr, als für den eigenen Körper zu investieren."

Neun Spiele, bereits sieben Treffer – das Comeback zur laufenden Saison verläuft äußerst verheißungsvoll. Trainer Dennis Merten habe ihn behutsam, zunächst mit Einsätzen von der Bank, wieder herangeführt. Und ihm zugleich versucht, Ängste zu nehmen, schildert Jan Löwer: "Ich habe gemerkt, wie sehr mir der Fußball gefehlt hat, und freue mich, dem Team jetzt wieder helfen zu können." Er fühle sich in etwa bei 90 Prozent. Mit seiner inneren Überzeugung und dem ihm eigenen Ehrgeiz soll es schrittweise in Richtung 100 gehen.

Heimspiele für 02er und TSV

Neben den Wallufern genießen auch der FV Biebrich 02 (So., 15 Uhr, gegen TSF Heuchelheim) und der Türkische SV (parallel gegen SSC Juno Burg) Heimrecht. Spitzenreiter TuS Hornau empfing bereits am Freitag den VfB Unterliederbach (2:3).