
Das Rennen um die Meisterschaft und den Aufstieg ist bereits entschieden. So stand die zweitletzte Runde der Saison 25/26 in der Zweitliga-Gruppe 2 gänzlich im Zeichen des Abstiegskampfs.
FC Gossau 3:3 FC Stäfa
FC Küsnacht 2:3 FC Brüttisellen-Dietlikon
FC Wald 1:1 FC Wiesendangen
FC Embrach 1:4 FC Herrliberg
FC Phönix Seen 0:3 SC Veltheim
FC Greifensee 2:0 FC Beringen
FC Glattbrugg 2:1 FC Bassersdorf
Sechs Tage nach den ausgiebigen Feierlichkeiten zum Aufstieg in die 2. Liga interregional war der FC Stäfa zu Gast im Zürcher Oberland, beim FC Gossau. Die Gossauer selbst dürfen sich auch über eine gelungene Saison freuen, blieb man dem Abstiegsstrudel doch weitestgehend fern.
Das Spiel startete denkbar gut für die Mannen vom See. Nach nur zwei Minuten lancierte Stäfa-Topscorer Marco Ruckstuhl mit seinem Treffer zum 1:0 eine torreiche erste Halbzeit. Danach mussten sich die Zuschauer zunächst etwas gedulden. Nach dem frühen Tor dauerte es eine halbe Stunde, bis die Gossauer reagieren konnten. Ein Foulspiel im Strafraum brachte den Hausherren einen Elfmeter, den Lukas Müller zum 1:1 verwandelte.
Nur wenig später folgte die Reaktion der Gäste. Wieder war es Marco Ruckstuhl, der mit seinem nun 17. Saisontor zum 2:1 traf und seine Farben so wieder in Führung brachte. Die erste Halbzeit sollte jedoch noch nicht vorbei sein. In der 45. Minute sowie zwei Zeigerumdrehungen später drehten die Gastgeber noch vor dem Pausenpfiff das Spiel. Jonas Müller und Riley Christen waren die beiden Torschützen.
Nach der Pause waren die Gäste bemüht, den Ausgleich zu erzielen, und so kam es, dass Michael Rasonyi in der 58. Minute zum 3:3 traf. Trotz Elfmeter in der Nachspielzeit, den der FC Stäfa nicht nutzen konnte, blieb der Spielstand bis zum Schluss bei diesem 3:3-Unentschieden.
Mit dem Spektakel-Sieg gegen Beringen in der vergangenen Woche hatten sich die Küsnachter im Kampf um den Klassenerhalt noch ein letztes Quäntchen Hoffnung verschafft. Um den Abstieg abzuwenden, bräuchte es jedoch gegen Brüttisellen-Dietlikon auf dem heimischen Heslibach einen Sieg.
Entsprechend mutig starteten die Gastgeber in die Partie. Nach gerade einmal zwei Minuten legte Andri Holenweger auf Leopold Gazic auf, der zum 1:0 einschieben konnte. Der gewünschte Aufwind durch dieses frühe Tor blieb jedoch gänzlich aus. Schon in der 5. Minute trafen die Brüttiseller dank Muhamed Berisha zum 1:1, was gleichzeitig das Pausenresultat bedeutete.
In der zweiten Halbzeit waren es die Gastgeber aus Küsnacht, die wieder vorlegten. Eine Kopie des ersten Tores, diesmal abgelegt durch Javen Richterich und eingeschoben durch Gian Welti, brachte die 2:1-Führung. Die Schlussphase der Partie gehörte dann den Gästen, die selbst mit einem Sieg den Klassenerhalt feiern würden. Diesem Sieg kamen die Brüttiseller in der 83. Minute etwas näher, als Joel Evangelisti zum 2:2 traf.
In der Nachspielzeit kam es knüppeldick für die Küsnachter. Brüttisellens Christian Buanda erzielte das 2:3 aus Sicht des FCK und besiegelte so deren Abstieg. Der FCB schafft den Klassenerhalt und spielt nächste Saison einmal mehr in der 2. Liga, während der FCK bereits nach einer Saison den Gang zurück in die 3. Liga antreten muss.

Während der Aufsteiger aus Wald seine gute Saison mit dem Klassenerhalt krönen konnte, ging es für "Wisi" in diesem Spiel darum, sich selbst auch rechnerisch vom Abstieg zu entfernen. Und genau dieses Unterfangen sollte schlussendlich auf gelingen. Tobias Meli erzielte in der 9. Minute das 1:0 für Wiesendangen, wobei die Gastgeber bis zum Schluss den 1:1-Ausgleich markieren konnten. Durch gütige Mithilfe der Konkurrenz reicht dieses Unentschieden dem FC Wiesendangen, um den Klassenerhalt zu feiern.

Für Embrach und Herrliberg ging es in dieser Partie nicht mehr um viel. Herrliberg befindet sich zwar im Rennen um Rang 2 in der Tabelle, das Duell um den Aufstieg ist jedoch schon entschieden. Für die Embracher war der Abstieg nur auf Papier noch möglich, in diesem engen Rennen mit vielen weiteren Mannschaften hingegen eher unwahrscheinlich.
Im heimischen Bilg starteten die Gastgeber mutig und mit viel Tempo, und kamen nach fünf Minuten bereits zu ersten Chancen. Auch Herrliberg spielte munter mit und so entwickelte sich ein spannendes Hin und Her, das seinen Höhepunkt in der 44. Minute fand, als Mischa Riesen per Kopf zum vielumjubelten 1:0 für Embrach traf.
Auch nach der Pause spielten die Embracher befreit auf und erzielten nach einer Stunde das vermeintliche 2:0, ehe der Treffer wegen eines Foulspiels doch zurückgezogen wurde. Nur drei Minuten später trafen die Herrliberger dank Elias Alexander Farah, etwas gegen den Spielverlauf, zum 1:1. Und nur eine weitere Minute später setzte Carlo Gamboni zum Sonntagsschuss zum 2:1 an.
Durch diese beiden Herrliberg-Tore innert weniger Minuten veränderte sich das Spielgeschehen grundlegend. Von Embrach kam nicht mehr viel, und so erzielten Kevin Vizner und schliesslich ein zweites Mal Carlo Gamboni, per fragwürdig gepfiffenem Elfmeter, zum vielleicht etwas zu hohem 4:1-Endstand.
Somit behält Herrliberg die Nase vorn im Rennen um Rang 2, und durch die Resultate der Konkurrenz bleibt Embrach auch nächste Saison in der 2. Liga.
Das Winterthurer Derby steht für beide Mannschaften unter schwierigen Vorzeichen. Phönix Seen ist seit Wochen arg gebeutelt und bangt um den Abstieg, während Veltheim in der vergangenen Woche Stäfa den Aufstieg überlassen musste. Für Seen ging es dementsprechend um alles, für Veltheim um Wiedergutmachung.
In der Startphase des Spiels ereignete sich nicht viel. Bei Veltheim zeichnete sich das Saisonende bildlich ab: Gerade einmal drei Auswechselspieler sassen bei den Gästen auf der Bank. Trotzdem aber kam der SCV in der 32. Minute zum Führungstreffer. Victor Martin köpft nach einem Eckball zum 1:0 ein. Gute zehn Minuten nach Wiederanpfiff dann dasselbe Bild: Ecke und Kopfballtor, diesmal erzielt durch Fabio Lauria.
Kurz vor Spielende konnte sich dann auch Marco Cecchini, der mit seinem 17. Saisontreffer zum 3:0-Endstand traf, auszeichnen. Für Phönix Seen ist es eine fatale, aber dennoch verdiente Niederlage. Durch die Niederlage von Bassersdorf bestehen zwar noch die kleinsten Hoffnungen auf den Klassenerhalt, dafür wäre aber ein Sieg im letzten Spiel gegen Meister Stäfa nötig.
Fotogalerie von Doris Studer zum Spiel
Mit einem Sieg gegen die bereits abgestiegenen Beringer könnte der 2.-Liga-Dauerbrenner aus Greifensee einmal mehr den Gang in die 3. Liga abwenden. Entsprechend abgeklärt zeigten sich die Hausherren in der Startphase. Nach 13 Minuten gingen die Greifenseemer durch Jan Laslo in Führung, wodurch viel Ruhe und Kontrolle ins Spiel der Gastgeber kam.
In der Folge spielte nur der FC Greifensee und erzielte folgerichtig in der 37. Minute durch Patrick Schmid das 2:0. Auch nach der Pause machte Greifensee das Spiel und überliess den Beringer kaum den Ball. Die scheinbar Unabsteigbaren spielten sich Chance um Chance heraus, ohne aber diese zu nutzen. Zu harmlos agierte jedoch Beringen, dass es noch hätte spannend werden können. So gewann Greifensee also mit 2:0 und sicherte sich vorzeitig den Klassenerhalt.
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Im Duell zwischen dem FC Glattbrugg und dem FC Bassersdorf war von Beginn an jede Menge Tempo drin. Nach einer ereignisreichen Startphase mit Chancen auf beiden Seiten, darunter eine Rettungstat der Glattbrugger auf der Linie, gingen die Hausherren in der 25. Minute in Führung. Nach einer schönen Kombination über Louis und Ilija Ilic war Danijel Subotic zur Stelle und erzielte das 1:0. Die Antwort der Gäste liess jedoch nicht lange auf sich warten: In der 34. Minute wurde Agon Asani perfekt in die Tiefe geschickt, blieb vor dem Tor eiskalt und traf zum 1:1-Pausenstand.
Nach dem Seitenwechsel und einigen Wechseln auf Seiten der Glattbrugger flachte die Partie keineswegs ab. In der 68. Minute ging die Heimelf erneut in Front: Nach einem tollen Zusammenspiel brachte der eingewechselte Hüseyin Eralp den Ball präzise von der Seite hinein, wo Nizar Ramadan aus fünf Metern zum 2:1 vollendete. Glattbrugg brachte den knappen Vorsprung schlussendlich über die Zeit, womit Bassersdorf eine bittere Pleite einstecken muss, die die minimalen Hoffnungen des FC Phönix Seen im Abstiegskampf am Leben hält. Dennoch hat man aus Sicht des FC Bassersdorf den Klassenerhalt in eigener Hand, der Vorsprung vor dem letzten Spiel gegen Gossau beträgt zwei Punkte.
Samstag, 20.06.
FC Stäfa - FC Phönix Seen
FC Bassersdorf - FC Gossau
SC Veltheim - FC Wald
FC Beringen - FC Embrach
FC Wiesendangen - FC Küsnacht
FC Brüttisellen-Dietlikon - FC Greifensee
FC Herrliberg - FC Glattbrugg
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