
Sein Kurzzeit-Engagement sorgte für Gesprächsstoff: Uwe Wolf coachte für ganze drei Spiele den abstiegsbedrohten Bayernligisten TSV Grünwald. Mit Beginn der Winterpause war dann allerdings schon wieder Schluss. Er sei "zu professionell" gewesen, habe ihm die Vereinsführung mitgeteilt. Im Nachhinein sagt der Ex-Bundesligaprofi: "Stimmt. Ich bin professionell und sehe diese Aussage als Bestätigung und Kompliment."
Trotz der sehr knapp bemessenen Zeit im Münchner Nobelvorort konnte Wolf für sich persönlich eine wichtige Erkenntnis gewinnen: "Das war mir eine Lehre. Bei allem Respekt: Unterhalb der Regionalliga werde ich wohl mit großer Wahrscheinlichkeit nichts mehr machen, außer es ist ein Verein mit professionellen Visionen und es ist finanziell reizvoll. Das soll aber jetzt nicht despektierlich klingen, ich will auch gar nicht nachkarten. Ich habe in Grünwald viele nette Leute kennengelernt. Der Verein und ich verfolgen halt einen ganz anderen Ansatz. Eine weitere Zusammenarbeit kam nicht zustande, das ist halt so - und auch nicht schlimm." Was er nun vorhat? "Ich warte auf das richtige Angebot", lacht der 57-Jährige, der zuletzt die Traditionself des TSV 1860 München beim "Bananenflanker Budenzauber" in der Regensburger Donauarena betreute und bis ins Halbfinale führte.
Mit den Löwen ist er emotional immer noch stark verbunden. Die vergangenen Jahre zermürbenden Stillstands beim Giesinger Drittligisten nimmt er nur noch kopfschüttelnd zur Kenntnis. "Ich sage öffentlich lieber nichts mehr, sonst bekomme ich wieder einen Anruf von Dr. Werner (Sportdirektor, Anm.d.Red.)", meint er vielsagend.
