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Uwe Wolf: »Das war mir eine Lehre«

Der 57-Jährige spricht über sein Intermezzo in Grünwald und was er nun vorhat

von Mathias Willmerdinger · 29.01.2025, 17:30 Uhr · 0 Leser
Uwe Wolf (li.) coacht am 11. Januar die Löwen beim Turnier der Traditionsteams in Regensburg.
Uwe Wolf (li.) coacht am 11. Januar die Löwen beim Turnier der Traditionsteams in Regensburg. – Foto: Florian Würthele

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Sein Kurzzeit-Engagement sorgte für Gesprächsstoff: Uwe Wolf coachte für ganze drei Spiele den abstiegsbedrohten Bayernligisten TSV Grünwald. Mit Beginn der Winterpause war dann allerdings schon wieder Schluss. Er sei "zu professionell" gewesen, habe ihm die Vereinsführung mitgeteilt. Im Nachhinein sagt der Ex-Bundesligaprofi: "Stimmt. Ich bin professionell und sehe diese Aussage als Bestätigung und Kompliment."

Trotz der sehr knapp bemessenen Zeit im Münchner Nobelvorort konnte Wolf für sich persönlich eine wichtige Erkenntnis gewinnen: "Das war mir eine Lehre. Bei allem Respekt: Unterhalb der Regionalliga werde ich wohl mit großer Wahrscheinlichkeit nichts mehr machen, außer es ist ein Verein mit professionellen Visionen und es ist finanziell reizvoll. Das soll aber jetzt nicht despektierlich klingen, ich will auch gar nicht nachkarten. Ich habe in Grünwald viele nette Leute kennengelernt. Der Verein und ich verfolgen halt einen ganz anderen Ansatz. Eine weitere Zusammenarbeit kam nicht zustande, das ist halt so - und auch nicht schlimm." Was er nun vorhat? "Ich warte auf das richtige Angebot", lacht der 57-Jährige, der zuletzt die Traditionself des TSV 1860 München beim "Bananenflanker Budenzauber" in der Regensburger Donauarena betreute und bis ins Halbfinale führte.

Mit den Löwen ist er emotional immer noch stark verbunden. Die vergangenen Jahre zermürbenden Stillstands beim Giesinger Drittligisten nimmt er nur noch kopfschüttelnd zur Kenntnis. "Ich sage öffentlich lieber nichts mehr, sonst bekomme ich wieder einen Anruf von Dr. Werner (Sportdirektor, Anm.d.Red.)", meint er vielsagend.

Gab auch höchstselbst den Einpeitscher: Uwe Wolf am 16. April 2016 im Fanblock des SV Wacker beim Spiel gegen den SSV Jahn Regensburg.
Gab auch höchstselbst den Einpeitscher: Uwe Wolf am 16. April 2016 im Fanblock des SV Wacker beim Spiel gegen den SSV Jahn Regensburg. – Foto: Michael Buchholz


Als ehemaliger Coach des SV Wacker und des TSV Buchbach verfolgt er weiterhin intensiv die Regionalliga Bayern. Was meint er als Experte, wer macht das Rennen? "Einer der Top-3 wird`s packen. Entweder Schweinfurt, die Bayern-Amateure oder Bayreuth steigen auf. Der Rest ist schon zu weit weg."

Uwe Wolf, der seinen Lebensmittelpunkt in Burghausen hat und dem SVW nach wie vor nahesteht, hat natürlich auch seine Meinung zu den Umstrukturierungen im Winter bei den Salzachstädtern: "Da hat mir jemand gut zugehört und es umgesetzt", sagt er augenzwinkernd. Kann das was werden mit Wolfgang Schellenberg und Lars Bender: "Wolfgang ist ein ausgewiesener Fachmann mit einem überragenden Netzwerk in der Region. Ich habe Lars und Sven Bender bei Sechzig kennengelernt. Das sind beide gute Jungs, die immer bodenständig geblieben sind. Ich hoffe sehr, dass Lars das Wacker-Umfeld anzünden und mitreißen kann, so wie er es bei all seinen Stationen als Spieler auf dem Platz geschafft hat." Wie man ein wenig Feuer reinbringt in die Wacker-Arena, da kann sich Lars Bender sicher auch mal einen Rat von Uwe Wolf einholen...