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„Unwahr und völlig haltlos“ – Martin Gräfer wehrt sich gegen Unterstellung von Sascha Königsberg

Nachbeben der Wahl

von Nina Gessner · 17.06.2024, 13:52 Uhr · 0 Leser
Martin Gräfer (M.), gemeinsam mit Ex-Vizepräsident Hans Sitzberger (r.).
Martin Gräfer (M.), gemeinsam mit Ex-Vizepräsident Hans Sitzberger (r.). – Foto: IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.

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Die Mitgliederversammlung des TSV 1860 ist vorbei, der Wahlkampf auch. Doch eine Aussage sorgte für Wirbel im Bündnis-Zukunft-Lager.

München – Die Mitgliederversammlung des TSV 1860 sorgte für viel Unruhe, das Beben spürt man am folgenden Tag immer noch. Bei der Wahl für den Verwaltungsrat, die vom stürmischen Wahlkampf aller Beteiligten überschattet wurde, steht der Sieger jetzt fest. Die bisherigen Verwaltungsräte, mit neuer Verstärkung vom Unternehmer Christian Dierl, werden das Amt in den nächsten drei Jahren ausüben. Martin Gräfer, Bündnis-Initiator und Vorstandsvorsitzender von Hauptsponsor „Die Bayrische“, musste sich dazu noch mit einer Anschuldigung befassen.

Während der Vorstellungsrunde der Kandidaten sagte Sascha Königsberg, dass Martin Gräfer ein Angebot gemacht habe, durch welches die Frauenmannschaft des TSV 1860 mittels einer Kooperation mit dem FFC Wacker in die 2. Bundesliga aufsteigen könne. Allerdings unter der Bedingung, dass Präsident Robert Reisinger seinen Posten räumen müsse, so das amtierende Verwaltungsratsmitglied. Laut Sascha Königsberg fand dieses Telefonat im September 2023 statt, als es noch kein Bündnis Zukunft gab und Martin Gräfer in seiner Funktion als Vorsitzender des Hauptsponsors mit dem Verwaltungsrat in Kontakt stand.

Gräfer weist Anschuldigungen zurück

Martin Gräfer dementiert diese Aussagen am folgenden Tag. „Zu keinem Zeitpunkt habe ich, während einem Gespräch im letzten Jahr geäußert, dass ‚Robert Reisinger wegmuss‘ oder dass ich dafür Bedingungen stellen würde. Diese Aussagen sind schlichtweg unwahr und daher völlig haltlos“, sagt der 55-Jährige in einer Stellungnahme an Fussball Vorort/FuPa Oberbayern.

Ein Gespräch über die besagte Partnerschaft schließt das Statement aber nicht aus. Die Bayrische sponsert seit Mitte Februar offiziell neben dem TSV 1860 auch die Damenmannschaften aus Sendling. Bedingungen für eine Zusammenarbeit soll es aber nicht gegeben haben.

Enttäuschendes Wahlergebnis für Bündnis

Nach der Wahlniederlage gratulierte das Bündnis Zukunft am folgenden Tag dem neuen Verwaltungsrat, den Vizepräsidenten und weiteren in ein Amt gewählten Funktionären. Obwohl sich die Kandidaten und Hasan Ismaik zuvor noch gegen die Wahl von Norbert Steppe und Karl-Christian Bay als Vizepräsidenten ausgesprochen hatten, zeigten sich die Bündnis-Mitglieder jetzt versöhnlich: „Die letzten Wochen und auch die Mitgliederversammlung haben dennoch gezeigt, wie viele Löwenfans sich eine Veränderung wünschen. Wir sind überwältigt, wieviel Zuspruch wir für unsere Sache erhalten haben.“ (ges)