
Mit viel Rückenwind kam die SpVgg aus Kammerberg nach Langengeisling – am Ende steht jedoch ein knapper Sieg für die Hausherren.
Kammerberg – Nach drei Siegen in Folge ist die Erfolgsserie der SpVgg Kammerberg in der Fußball-Bezirksliga Nord gerissen. Beim FC Langengeisling unterlag die Mannschaft von Trainer Victor Medeleanu am Samstag mit 1:2 (0:1). Den Kammerbergern ist es trotz einiger guter Phasen nicht gelungen, das Spiel auf ihre Seite zu ziehen – auch, weil die Gastgeber aggressiver und entschlossener auftraten.
Die Partie begann aus Kammerberger Sicht mit einem Dämpfer. Bereits in der 5. Minute schlug Langengeisling zu, weil ein Schuss von Sebastian Schubert abgefälscht wurde. Torhüter Robin Anselment war außerdem die Sicht verdeckt. Die Gäste brauchten einige Minuten, um sich vom Gegentreffer zu erholen.
„Wir haben den Gegner durch viele Fehler in unserem Spielaufbau stark gemacht“, haderte Medeleanu. „Langengeisling war präsenter.“ Kammerberg steigerte sich zwar und hatte längere Ballbesitzphasen, doch vor dem Tor fehlte die Konsequenz.
Medeleanu reagierte zur Pause und stellte um: Peter Graf rückte zu Domenik Kaiser in den Sturm, der eingewechselte Marko Bilkic übernahm den freien Platz in der Innenverteidigung. Ein anderer Joker stach sofort: Florian Machl. Der Urlaubs-Rückkehrer stand nicht einmal zwei Minuten auf dem Feld, als er eine Ecke zum 1:1-Ausgleich ins Tor köpfte. Die Begegnung wurde nun intensiv und hitzig.
Kammerberg wirkte stabil, doch der nächste Wirkungstreffer gehörte erneut Langengeisling. In der 76. Minute traf Maximilian Maier zum 2:1. Medeleanu ärgerte sich dabei über die Entstehung: „Vorher war ein klares Foul, das nicht gepfiffen wurde.“ Insgesamt zeigte sich der Coach unzufrieden mit der Bewertung mancher Zweikämpfe.
Als Bilkic in der 84. Minute eine Zeitstrafe erhielt, schrumpfte die Chance auf einen Punktgewinn weiter. Kammerberg versuchte noch einmal alles, ein Treffer gelang den Gästen aber nicht mehr. „Ich bin stolz auf meine Jungs“, sagte Medeleanu – trotz des Ergebnisses. „Es war eine unverdiente Niederlage.“