2026-04-10T07:15:08.667Z

Allgemeines

Unterzahl kippt die Partie – Rehden bricht spät ein

BSV unterliegt dem TuS Bersenbrück deutlich mit 1:4 – Lührmann entscheidet das Spiel mit vier Treffern

von red · Heute, 18:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Horst Vogler

Der BSV Rehden liefert gegen den Tabellensechsten lange einen engagierten Auftritt, wird nach einer umstrittenen Gelb-Roten Karte jedoch aus dem Rhythmus gebracht. In Überzahl nutzt der TuS Bersenbrück seine Chancen konsequent – und profitiert von einem Viererpack von Markus Lührmann.

Offene Partie bis zum Bruch

Vor dem Spieltag trennte beide Mannschaften ein deutlicher Abstand: Der BSV Rehden ging als Tabellenelfter mit 29 Punkten in die Partie, während der TuS Bersenbrück als Sechster mit 38 Zählern im oberen Tabellendrittel stand. Auf dem Platz war dieser Unterschied zunächst kaum zu erkennen.

Rehden agierte organisiert, hielt die Begegnung über weite Strecken offen und setzte offensiv erste Akzente. Trainer Kristian Arambasic sah eine kontrollierte Anfangsphase und sagte auf der Homepage des Vereins: „Wir hatten eine sehr gute erste Halbzeit, die Jungs haben unsere Spielidee umgesetzt, waren konzentriert und gut im Spiel.“

Die entscheidende Szene folgte kurz vor der Pause. Nach einem Zweikampf sah Eric Anozie die Gelb-Rote Karte – eine Entscheidung, die das Spiel nachhaltig veränderte. Auch Arambasic wurde in der Folge des Feldes verwiesen.

Der Trainer ordnete die Situation klar ein: „Dann kassieren wir wieder eine Gelb-Rote Karte – ich glaube, die neunte in dieser Saison – und damit kippt das Spiel komplett. Ab dem Moment ist unsere Idee nur noch Schall und Rauch.“

In Überzahl nutzte Bersenbrück die Situation noch vor der Pause. Markus Lührmann traf in der Nachspielzeit zum 0:1 (45.+2) und bestrafte einen Fehler im Spielaufbau. „Es ist dann ein einfacher Aufbaufehler, ein Ballverlust in der Vorwärtsbewegung, den wir derzeit zu oft haben – und der sofort bestraft wird“, erklärte Arambasic.

Trotz Unterzahl zeigte Rehden nach dem Seitenwechsel Moral. Javier Jimenez Paris köpfte nach Flanke von Beytullah Özer zum 1:1-Ausgleich (55.) und brachte sein Team zurück ins Spiel.

Arambasic sah in dieser Phase eine mutige Reaktion: „In der Halbzeit haben wir uns gesammelt. Uns war bewusst, dass wir auch mit zehn Mann eine Chance haben, weil wir bis dahin alles im Griff hatten.“

Lührmann entscheidet die Partie

Mit seinem zweiten Treffer (65.) leitete Lührmann die Entscheidung ein. Zwei weitere Tore (72., 84.) machten den Viererpack perfekt und sorgten für den 4:1-Endstand.

Arambasic erkannte die individuelle Klasse des Angreifers an: „Dann macht Lührmann sein zweites Tor – und er hat heute einfach mit dem Viererpack einen Bombentag erwischt.“

Gleichzeitig verwies er auf entscheidende Fehler im eigenen Spiel: „Beim 1:3 kommt dann auch noch ein individueller Fehler dazu. Das passiert Daniel Banfalvi selten, aber diesmal rutscht ihm der Ball durch die Hände. Danach war unsere Moral gebrochen.“

Die Niederlage fällt deutlich aus, spiegelt aus Sicht des Trainers jedoch nicht den gesamten Spielverlauf wider. „Wir sehen immer wieder die Momente, in denen wir gut im Spiel sind – aber auch die Phasen, in denen es nicht passt. Aktuell werden wir dafür brutal bestraft“, bilanzierte Arambasic.

Mit weiterhin 29 Punkten bleibt Rehden im unteren Mittelfeld der Tabelle, während Bersenbrück seine Position im oberen Drittel festigt. Trotz der erneuten Enttäuschung richtet der Trainer den Fokus nach vorne: „Wir haben noch sieben Spiele, genug Zeit, um die nötigen Punkte zu holen. Wir werden uns da wieder herausarbeiten, davon bin ich überzeugt.“

Die Marschroute für die kommenden Aufgaben ist klar formuliert: „Wir müssen jetzt alles reinwerfen und die Fehler minimieren.“ Nach einer Partie, die lange offen war und erst durch die Unterzahl kippte, steht für den BSV Rehden vor allem eines im Mittelpunkt: Stabilität über 90 Minuten – und die Rückkehr zu größerer Konstanz.