
Nach einem frühen 2:0 verliert Feldafing mit 3:4 und muss zudem auf Torhüter Hemmersbach verzichten, der Rot sah.
TSV Feldafing – TSV Benediktbeuern 3:4 (2:1) Tore: 1:0 Hofmann (4.), 2:0 Hofbauer (12.), 2:1 Guggemos (15.), 2:2 Poschenrieder (59.), 2:3 Oettl (66.), 3:3 Perkuhn (79.), 3:4 Guggemos (82.) – Rote Karte: Hemmersbach/Feldafing (90.+3, Notbremse)
Stinksauer war Feldafings Trainer Jürgen Mergner nach der torreichen Heimiederlage gegen Benediktbeuern am Sonntag. „Das war unter aller Sau“, polterte der TSV-Coach, der seiner Mannschaft vor allem „mangelnde Einstellung“ vorwarf. Dabei starteten die Feldafinger eigentlich nach Maß in die Partie und führten durch zwei schön herausgespielte Tore von Mathis Hofmann und Leo Hofbauer schon früh mit 2:0.
Die ersten 15 Minuten haben wir sehr gut gespielt. Die restlichen 75 dann plötzlich wie Abstiegskandidat Nummer eins“, kritisierte Mergner. Den Anschlusstreffer erzielten die Gäste nach einer Viertelstunde, im zweiten Durchgang drehten sie das Resultat dann komplett. Lucas Perkuhn sorgte zwischenzeitlich wieder für Gleichstand, doch Benedikbeuern antwortete postwendend mit dem 4:3-Siegtreffer.
„Die zweite Halbzeit war auch eine Frechheit gegenüber den Zuschauern. Die Mannschaft kann sich auf eine harte Trainingswoche einstellen“, kündigte Mergner an. Zu allem Überfluss holte sich Torhüter Michael Hemmersbach in der Nachspielzeit noch Rot für eine Notbremse ab und wird den Feldafingern damit gesperrt fehlen.
FSV Höhenrain – SV Uffing 0:0
„Einen gewonnenen Punkt“ sah FSV-Trainer Christian Sedlmeier am Sonntag im torlosen Remis gegen „eine sehr gute Mannschaft“ aus Uffing. Schon in der ersten Halbzeit waren die tabellarisch favorisierten Gäste dem Führungstreffer näher. „Sie waren laufstärker und agiler. Wir waren zu weit weg von den Leuten“, fasste der Coach zusammen. Höhenrain konnte sich ohne Gegentreffer in die Kabine retten und nahm sich vor, im zweiten Durchgang offensiver zu agieren. Der Plan ging zunächst auf, der FSV nahm im eigenen Ballbesitz mehr am Spiel teil. Doch mit fortschreitender Spielzeit gewann Uffing auch nach der Pause die Oberhand – das Höhenrainer Tor geriet zunehmend unter Beschuss.
„Phasenweise hat es hinten lichterloh gebrannt“, gab Sedlmeier zu. Zum Mann des Spiels avancierte FSV-Torhüter Guido Reiter: Der 25-Jährige entschärfte zahlreiche Großchancen und hielt am Ende den Punkt für seine Mannschaft fest. Damit hält auch die Ungeschlagen-Serie der Fußballer vom Bussardweg – fünf Kreisklasse-Spiele in folge haben die Blau-Weißen nicht mehr verloren. Sedlmeier: „In einer so ausgeglichenen Liga ist es wichtig, stetig zu punkten. Manchmal braucht es dafür einen guten Torwart und das nötige Glück.“
SG Starnberg/Söcking – SG Oberau/Farchant 1:0 (1:0) Tor: 1:0 V. Nitsch (38.) – Besonderes Vorkommnis: Neo Grießhammer/Starnberg scheitert mit Foulelfmeter an Gäste-Torwart Miroslav Drobac (65.)
In einem Kellerduell der Gegensätze übertrumpften am Sonntag junge Starnberger „alte Füchse“ aus Oberau, wie Starnbergs Abteilungsleiter Alexander Nitsch die Gäste bezeichnete. Nach dem schwachen Saisonstart, gefolgt von einer starken Phase im September, springt die SGSS damit vorerst über den Strich. „Das war ein wichtiges Sechs-Punkt-Spiel für uns. Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden, mit der Leistung nur teilweise“, fasste Nitsch zusammen.
Der Sieg für die Gastgeber sei nämlich durchaus glücklich zustande gekommen. In der ersten Halbzeit hätte Oberau mehrfach in Führung gehen können, scheiterte aber immer wieder am glänzend parierenden Luis Gläske im Tor. Im Gegenzug erzielte Vincent Nitsch kurz vor der Pause nach einer Eckballvariante das 1:0 für Starnberg, in der zweiten Hälfte verpassten die Hausherren dann die Entscheidung. Unter anderem hätte Neo Grießhammer per Foulelfmeter auf 2:0 erhöhen können, der Kapitän scheiterte jedoch an Gäste-Torwart Miroslav Drobac. So musste der Aufsteiger bis zum Schluss zittern, rettete den wichtigen Dreier aber über die Ziellinie.