
Die SF Schwefingen haben im Auswärtsspiel beim Tabellenführer Union Lohne ein Ausrufezeichen gesetzt. Beim Ligaprimus erkämpfte sich der Tabellenfünfte ein 2:2-Unentschieden – und präsentierte sich dabei über weite Strecken als mindestens ebenbürtig.
Dabei begann die Partie aus Sicht der Gäste ideal. „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, machen direkt in der dritten Minute das Tor und sind die bessere Mannschaft, sind griffig, sind gefährlich“, bilanzierte Schwefingens Trainer Daniel Vehring nach Abpfiff. Rund 20 Minuten habe seine Mannschaft die Begegnung klar kontrolliert.
Doch dann kippte das Spiel. Nach einem Freistoß von der Seite fiel der Ausgleich. „Dann leider bekommen wir ein dummes Tor nach einem Freistoß von der Seite, der eigentlich gar nicht so gefährlich ist. Da macht man in der Mitte einen Fehler und dann rutscht der Ball zum 1:1 rein, das war sehr ärgerlich“, so Vehring. In der Folge verlor Schwefingen den Zugriff. „Dann haben wir danach auch leider den Zugriff verloren, waren dann zu passiv die letzten 20 Minuten bis zur Pause und kassieren dann leider einen Elfmeter, der auch berechtigt war, weil wir vorher keinen Zugriff haben.“
Mit einem 1:2-Rückstand ging es in die Kabine – trotz eines aus Schwefinger Sicht insgesamt guten Auftritts. „Wir gehen dann mit einem 1:2-Rückstand in die Pause, obwohl wir eigentlich gut im Spiel waren. Es ging dann einfach darum darauf wieder aufzubauen, wieder besser reinzukommen.“
Das gelang. Im zweiten Durchgang übernahmen die Gäste erneut die Initiative. „Das ist uns auch gelungen in der zweiten Halbzeit, wir waren die bessere, aktivere Mannschaft und haben keine Torchancen zugelassen, hintenraus eine, das passiert.“ Schwefingen nutzte seine Umschaltsituationen und kam verdient zum Ausgleich. Für Vehring stand fest: „Deswegen ist es ein hochverdientes Unentschieden. Und wenn ich die ganzen Minuten sehe, dann haben uns eigentlich 65 gehört und Lohne 25.“
Mit nun 40 Punkten rangieren die SF Schwefingen weiterhin auf Platz fünf der Tabelle, während Union Lohne mit 49 Zählern an der Spitze bleibt. Angesichts der Spielanteile trauerte Vehring sogar einem möglichen Auswärtssieg nach: „Ich glaube dann, wenn wir hinten raus noch eins stechen, dann kann sich auch keiner beschweren. Aber nehmen wir natürlich auch so, ein Unentschieden beim Tabellenführer. Starke Leistung, sehr gut präsentiert.“
Nun richtet sich der Blick nach vorn: „Jetzt wollen wir zusehen, was wir in den nächsten Wochen auch mal wieder ein Dreier holen, idealerweise nächsten Sonntag zuhause gegen Werlte.“