2024-07-12T13:30:11.727Z

Allgemeines
Union Würm-LIndern ist aus der Bezirksliga abgestiegen.
Union Würm-LIndern ist aus der Bezirksliga abgestiegen. – Foto: Walter Bongartz (HSV)

Union Würm-Lindern: Abstieg nach personellem Aderlass

Vor allem auswärts zeigte sich die Union in der Bezirksliga-Saison zu schwach, nur 28 Punkte bedeuteten den Abstieg. Aber der Trainer bleibt und hat Hoffnung für die A-Liga.

Nach zuletzt sieben Jahren ununterbrochener Bezirksliga-Zugehörigkeit ist die SG Union 94 Würm-Lindern abgestiegen, kickt in der Spielzeit 2024 / 2025 wieder in der Heinsberger Kreisliga A. „Und da wollen wir uns möglichst schnell akklimatisieren, und auch eine gute Rolle spielen“, meint Sean King, der alte und auch neue Trainer des Fusionsclubs. Die Bilanz der Bezirksliga-Saison.

So lief die Rückrunde

Hin- und Rückrunde hielten sich in etwa die Waage. Schaffte Würm-Lindern in der ersten Halbserie noch 15 Punkte, reichte es in der Rückrunde nur noch zu 13 Punkten. Während man in der Hinrunde noch Highlights wie den 4:2-Sieg gegen den Tabellendritten Alemannia Mariadorf feierte, gab es in der Rückrunde bittere Punktverluste wie gegen Uevekoven (1:2), das 1:1 gegen Roetgen und das 2:2 in Oidtweiler. In allen drei Partien hat man einen möglichen Dreier liegen gelassen, quasi verschenkt. Blamabel war der Auftritt am vorletzten Spieltag beim VfR Würselen, als man sang- und klanglos 0:6 unterging. „Da war auch für mich klar: der Abstieg ist nicht mehr zu vermeiden“, so der alte und neue Trainer Sean King.

Das war gut

Zuhause war die Union mitunter eine „Bank“. Mit 18 Punkten und fünf Siegen bei drei Unentschieden war Würm-Lindern doch wesentlich erfolgreicher als in der Fremde, landete in der Heimtabellenwertung am Saisonende sogar auf Tabellenplatz zwölf. Auch personell konnte Trainer Sean King gute Dinge in seinem Team ausmachen. So freut ihn besonders die sportliche Entwicklung von Luca Kreutzer, der für die Zukunft einiges verspricht.

Das war nicht so gut

Der Aderlass nach der Vorsaison, als sich unter anderem die „Häuptlinge“ René und Thomas Lambertz Richtung Germania Rurich verabschiedet hatten, war natürlich mit ein Grund dafür, dass Würm-Lindern eine schwierigeSaison bevorstehen könnte und die ist dann mit dem Abstieg jetzt auch tatsächlich eingetreten. Mit nur 28 Punkten und einem Torverhältnis von 39:73 war die Liga einfach nicht zu halten, man beendete die Saison mit sieben Siegen, sieben Unentschieden und 16 Niederlagen nur als Vorletzter auf Platz 15. Vor allem auswärts liest sich die Bilanz mit nur 10 Punkten und 15:41 Toren ganz schlecht.

So geht es weiter

„Natürlich sind hier nach dem Abstieg alle enttäuscht. Aber auch gewillt, hoffnungsvoll nach vorne zu blicken. Und weil auch der Kader weitgehend zusammenbleibt, mache ich als Trainer weiter, habe das Angebot von Vereinschef Jupp Krichel weiterzumachen, auch angenommen“, so Sean King auf Nachfrage.

Nicht mehr dabei sein werden in der A-Liga aber der bisherige Kapitän Calvin König, der sich A-Liga-Absteiger Germania Bauchem anschließt. Auch der erst im Winter verpflichtete Dennis Lehmann verabschiedet sich wieder, wechselt zu Borussia Freialdenhoven, dem freiwillig aus der Mittelrheinliga scheidenden Club, wo sein Vater Dirk Lehmann das Traineramt übernimmt. Weiter nicht mehr für die SG Union aktiv sein werden auch Maurice Gippert (Karriereende) und Luca de Brito Mujamena (schließt sich Union Schafhausen an), der mit nur sechs Toren sogar Würm-Linderns bester Saisontorschütze war. Wer diese Spieler ersetzen soll, mochte Trainer King noch nicht mitteilen. „Man sei aber in guten Gesprächen“, so King.

Sicher ist hingegen, dass Benjamin Jansen nach seinem Auslandsaufenthalt wieder dabei ist, auch schon in der Vorbereitung auf die neue Spielzeit. Und die will Trainer Sean King schon acht Wochen vor dem Saisonstart angehen. Gemeinsam verantwortlich mit seinem neuen Co-Trainer Michel Herzog und Teammanager Jürgen Janes gehen sie das Unterfangen Kreisliga A Heinsberg an. Wettkampfmäßig tut das die SG Union Würm-Lindern unter anderem mit der Teilnahme an einem Turnier beim neuen A-Ligisten Germania Rurich und der Teilnahme beim Rurdorfer Sommercup, wo man auf Bezirksligameister und Neulandesligist Germania Lich-Steinstraß trifft.

Aufrufe: 07.6.2024, 08:00 Uhr
RP / Herbert GrassAutor