1. FC Union Berlin II – RB Leipzig II 3:8
In Berlin erlebten die 124 Zuschauer ein außergewöhnliches Offensiv-Spektakel, bei dem die Abwehrreihen zeitweise völlig den Zugriff verloren. Die Reserve von RB Leipzig legte los wie die Feuerwehr und sorgte bereits in der ersten halben Stunde für eine Vorentscheidung. Natalie Grenz eröffnete in der 17. Minute den Torreigen, bevor Kyra Spitzner (20., 32.) und Lenie Pospischil (25.) das Ergebnis auf 0:4 schraubten. Nach dem Seitenwechsel keimte bei den Fans der Union-Reserve kurz Hoffnung auf, als Elisabeth Steiner in der 51. Minute auf 1:4 verkürzte. Doch Leipzig antwortete eiskalt: Kyra Spitzner machte in der 63. Minute ihren Hattrick perfekt, und Natalie Grenz legte mit zwei weiteren Treffern in der 65. und 69. Minute nach, womit auch sie dreifach erfolgreich war. In einer wilden Schlussphase konnten Megan Reichenbach (74.) und Lucia Schwoche (93.) für Union noch etwas Ergebniskosmetik betreiben, während Janita Jolien Kramer (80.) den achten Treffer für die Gäste markierte. Ein denkwürdiger Nachmittag, an dem die Leipziger Effektivität die Berliner Defensive förmlich überrollte.
1. FC Magdeburg – F.C. Hansa Rostock 3:1
Vor 274 Zuschauern feierte der 1. FC Magdeburg einen Heimerfolg gegen den F.C. Hansa Rostock. Die Partie blieb zunächst ausgeglichen, bis die Gastgeberinnen Mitte der ersten Halbzeit einen Doppelschlag landeten. Neele Abraham brachte Magdeburg in der 26. Minute in Führung, und nur drei Minuten später erhöhte Amy Cienskowski in der 29. Minute auf 2:0. Dieser schnelle Vorsprung gab der Heimelf die nötige Sicherheit, um das Spiel zu kontrollieren. Im zweiten Durchgang sorgte erneut Neele Abraham in der 60. Minute mit ihrem zweiten Treffer zum 3:0 für die endgültige Entscheidung. Die Rostocker Fans durften in der 71. Minute zwar noch den Anschlusstreffer durch Amalia Wichmann bejubeln, doch am souveränen Sieg der Magdeburgerinnen änderte dies nichts mehr. Die Gastgeberinnen präsentierten sich abgeklärt und ließen in der Schlussphase kaum noch gefährliche Aktionen der Gäste zu.
1. FFV Erfurt – SV Eintracht Leipzig-Süd 0:2
In Erfurt sahen die 56 Zuschauer eine hart umkämpfte Begegnung, in der die Entscheidung erst nach einer Stunde Spielzeit fiel. In der ersten Halbzeit neutralisierten sich beide Mannschaften weitgehend, wobei spielerische Glanzpunkte Mangelware blieben. Den Bann brach schließlich Carla Ruf in der 60. Minute, als sie die Eintracht aus Leipzig mit 0:1 in Führung brachte. Erfurt versuchte in der Folge zwar, den Druck zu erhöhen und zum Ausgleich zu kommen, biss sich aber am stabilen Abwehrverbund der Gäste immer wieder die Zähne aus. In der 78. Minute sorgte Maleen Jankowski für die Erlösung der mitgereisten Fans, indem sie den Treffer zum 0:2-Endstand markierte. Die Leipzigerinnen entführten damit drei wertvolle Punkte aus Thüringen, während der FFV Erfurt trotz großem läuferischen Einsatz ohne Zählbares blieb.
1. FFC Fortuna Dresden – Hertha BSC 0:5
In Dresden präsentierte sich Hertha BSC in einer beeindruckenden Verfassung und ließ dem 1. FFC Fortuna Dresden vor 167 Zuschauern kaum eine Chance. Die Berlinerinnen dominierten das Geschehen von Beginn an und suchten konsequent den Weg nach vorne. Elfie Wellhausen wurde zur prägenden Figur der ersten Halbzeit, indem sie mit einem Doppelpack in der 19. und 32. Minute für eine komfortable Pausenführung sorgte. Nach dem Seitenwechsel blieb Hertha hungrig und baute den Vorsprung durch Elly Böttcher in der 55. Minute weiter aus. In der Schlussphase, als bei den Dresdnerinnen sichtlich die Kräfte schwanden, schraubten Ronja Borchmeyer (82.) und Lotte Reimold (91.) das Ergebnis auf 0:5 in die Höhe. Ein absolut überzeugender Auftritt der Gäste, während die Fortuna-Anhänger eine deutliche Heimniederlage ihrer Elf verkraften mussten.
FC Carl Zeiss Jena II – SV BW Hohen Neuendorf 3:0
Vor 36 Zuschauern in Jena entwickelte sich eine Partie, die vor allem durch die entscheidenden Momente kurz vor dem Pausenpfiff geprägt war. Lange Zeit hielt der SV BW Hohen Neuendorf das Unentschieden, doch unmittelbar vor dem Seitenwechsel schlug die Jenaer Reserve eiskalt zu. Elli Richter markierte in der 45. Minute das 1:0, und noch tief in der Nachspielzeit der ersten Hälfte legte Anna Axer (45.+3) das 2:0 nach. Diese zwei Tore innerhalb weniger Minuten waren ein schwerer Schlag für die Gäste, von dem sie sich im zweiten Durchgang nicht mehr erholen konnten. Jena kontrollierte fortan das Tempo und ließ defensiv kaum etwas zu. In der 83. Minute machte Ariane Leimert mit dem Treffer zum 3:0 alles klar. Die Jenaer Fans feierten einen konzentrierten Auftritt ihrer Mannschaft, der am Ende zu einem hochverdienten Heimsieg führte.
Türkiyemspor Berlin – 1. FFC Turbine Potsdam II 0:0
In einer torlosen Begegnung vor 35 Zuschauern teilten sich Türkiyemspor Berlin und die Reserve des 1. FFC Turbine Potsdam die Punkte. Das Spiel war über die gesamten 90 Minuten von einer hohen taktischen Disziplin beider Mannschaften geprägt, wodurch klare Torchancen auf beiden Seiten eine absolute Seltenheit blieben. Sowohl Berlin als auch Potsdam legten den Fokus primär auf eine stabile Defensive, was dazu führte, dass sich das Geschehen zumeist im hart umkämpften Mittelfeld abspielte. Trotz einiger Bemühungen in der Schlussphase fand kein Team die entscheidende Lücke im gegnerischen Abwehrriegel. So blieb es am Ende bei einem Unentschieden, mit dem beide Mannschaften aufgrund ihrer fehlerfreien Defensivarbeit wohl leben können, auch wenn die Zuschauer vergeblich auf den emotionalen Höhepunkt eines Treffers warteten.