
Das Saisonfinale der Landesliga Nordost hatte es nochmal in sich: Im direkten Duell spielten Münchberg und Forchheim einen Relegant für die Bayernligist aus. Um den direkten Klassenerhalt kämpften drei Teams – mit dem schlechteren Ende für Gutenstetten-Steinachgrund, die in der Landesliga-Relegation auf TuS Röllbach treffen.
Aus dem Duell zwischen Münchberg und Forchheim wurde ein echter Thriller. Am Ende setzte sich die Eintracht durch. Matchwinner war Doppelpacker Lucas Köhler, der seine Saisontreffer 28 und 29 erzielte. Dessen frühe Führung (10.) konterte zunächst Jahns Torgarant Christian Rzonsa, doch auf Köhlers zweites Tor direkt nach dem Wiederanpfiff (48.) fand der Jahn nicht die passende Antwort. In der 62. Minute schwächte sich Forchheim zudem selbst, als Fabian Hofmann mit Gelb-Rot vom Platz flog.
"Wir haben uns besonders die ersten 30 Minuten schwer getan richtig ins Spiel zu kommen. Auch das frühe 1:0 hat uns nicht wirklich Sicherheit gegeben. Forchheim kam verdient zum 1:1", resümierte Eintracht-Trainer Sandro Preißinger. "Danach war es ein 50:50-Spiel und es hätte in beide Richtungen kippen können. Das 2:1 kurz nach der Pause war dann vom Zeitpunkt her natürlich perfekt und wir konnten die Führung durch konsequente Verteidigung über die Zeit bringen."
Durch den 2:1-Erfolg ist Münchberg nun seit acht Landesliga-Spielen ungeschlagen. "Was die Mannschaft die letzten Wochen abgerissen hat, ist unglaublich. Jeder Spieler ist in jedem Spiel an seine Grenze gegangen. Die Krönung war der Sieg heute durch eine absolute Willensleistung", schwärmte Preißinger.
Dank der starken Form ist die Saison für Münchberg noch nicht zu Ende: Die Eintracht machte heute die Relegation zur Bayernliga fix. Nächster Gegner, der FSV Stadeln, der heute gegen die DJK Gebenbach mit 0:3 verlor.
Im Tabellenkeller erwischte es indes den SV Gutenstetten Steinachgrund. Trotz der 1:0-Führung durch Kolenovic kassierte der SVG in Burgebrach am Ende eine 3:1-Niederlage. In der Relegation wartet nun der TuS Röllbach aus Unterfranken.
Zeitgleich gewann Neuendettelsau gegen Feucht, die damit den Klassenerhalt sogar aus eigener Kraft geschafft haben. "Für uns hat heute eine schwierige Saison ein Happy End gefunden", sagte Trainer Dieter Kreiselmeier im Anschluss. "Wir haben heute dem Druck stand gehalten und hatten im entscheidenden Moment auch das Quäntchen Glück auf unserer Seite. Das haben wir uns aber auch verdient nach den unzähligen Rückschlägen der vergangenen Wochen. Ein großes Kompliment an unsere treuen Zuschauer, die uns immer unterstützt haben und Riesenrespekt vor jedem meiner Spieler. Alle haben über die Saison brutal durchgezogen. Der Klassenerhalt in dieser personellen Konstellation ist aus meiner Sicht höher zu bewerten wie die Meisterschaften der beiden letzten Jahre!"