2026-04-29T13:32:52.058Z

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„Unglaublich bitter“: Blaues Wunder verliert erneut knapp

SG Blaues Wunder Hannover unterliegt SG 74 Hannover mit 1:2

von red · Heute, 07:01 Uhr · 0 Leser
– Foto: Volkhard Patten

Die SG Blaues Wunder Hannover zeigt beim Tabellenführer eine engagierte Leistung, bleibt aber erneut ohne Punkte. Umstrittene Entscheidungen und die Art der Spielleitung prägen die Partie.

Die SG Blaues Wunder Hannover hat das Nachholspiel bei der SG 74 Hannover knapp verloren. Beim 1:2 (0:1) hielt die Mannschaft lange mit dem Tabellenführer mit – doch mehrere strittige Entscheidungen und ein spätes Gegentor bestimmten den Spielverlauf.

Trainer Leon Erler sprach nach Abpfiff von einer weiteren unglücklichen Niederlage: „Es war wieder einmal eine unglaublich bittere Niederlage, erneut mit einigen sehr unschönen Begleitumständen.“

Bereits in der ersten Halbzeit sorgte eine Szene für Diskussionen. „Ein Spieler von uns wird vom Gegner in den Ball geschubst, während er ihn abschirmen will. Er berührt den Ball, unser Torwart nimmt ihn auf, und plötzlich wird auf absichtlichen Rückpass entschieden“, schilderte Erler die Situation, die zu einem indirekten Freistoß aus kurzer Distanz führte.

Neben einzelnen Entscheidungen kritisierte Erler vor allem die Art der Spielleitung: „Dazu kommt diese Art und Weise, die teilweise sehr arrogant wirkt, wie von oben herab, als ob jede Entscheidung unanfechtbar wäre.“ Auch im Umgang auf dem Platz sei das schwer zu akzeptieren gewesen: „Wenn wir dann einmal etwas angesprochen haben, gab es sofort eine gelbe Karte. Man hat das Gefühl, dass man kaum noch etwas äußern darf.“

Die spielentscheidende Szene folgte in der Schlussphase: „Wir erzielen das 2:2, aber das Tor wird wegen Abseits aberkannt.“ Besonders brisant: „Selbst die Gegenspieler sagen nach dem Spiel, dass es kein Abseits war, weil es klar kein Abseits war.“

Aus Sicht der Gastgeber lag der Fokus dagegen auf der eigenen Leistung. Trainer Lars Wolf sah den Grundstein für den Erfolg bereits vor der Pause gelegt: „Wir haben uns den Sieg vor allem durch eine gute erste Halbzeit verdient, in der wir weitere gute Torchancen hatten.“ Nils-Simon Riebesell nutzte eine dieser Situationen zur Führung (38.).

Nach der Pause entwickelte sich ein engeres Spiel. Benett-Luca Bohm glich für Blaues Wunder aus (75.), ehe Mio Bela Teubner nach einer Flanke den Siegtreffer erzielte (83.). Auch die entscheidende Szene in der Nachspielzeit bewertete Wolf zurückhaltend: „Beim letzten Angriff in der Nachspielzeit hatten wir noch Glück, dass Blaues Wunder im Abseits stand. Ob es tatsächlich Abseits war oder nicht, kann ich nicht beurteilen, aber der Linienrichter hat die Fahne gehoben.“

Unterm Strich sprach Wolf von einem „typischen Kampfspiel an einem Dienstagabend“, in dem der Heimsieg „aufgrund der Anzahl der Torchancen in der ersten Halbzeit verdient“ gewesen sei.

Für Blaues Wunder bleibt hingegen vor allem das Gefühl, erneut ohne Ertrag geblieben zu sein: „Das tut extrem weh, weil ein Punkt heute absolut verdient gewesen wäre. Mit dem regulären Tor hätten wir diesen Punkt auch geholt, aber so stehen wir wieder mit leeren Händen da“, sagte Erler.

In der Tabelle bleibt Blaues Wunder damit auf Rang vierzehn, während die SG 74 Hannover ihre Spitzenposition festigt.

SG 74 Hannover – SG Blaues Wunder Hannover 2:1
SG 74 Hannover: Niklas Trapphagen, Ruben Calderon Mateos, Clemens Stamm, Julien Maurice Dela Bursi, Adriano Tarakaj (62. Marvin Toleikis), Maik-Carsten Geisler, Finn Hartmann (62. Brian Bresso), Nils-Simon Riebesell (71. Ben Waßmus), Jannik Wolters (89. Jonas Arnecke), Mio Bela Teubner, Aaron-Finn Diehm - Trainer: Lars Wolf - Trainer: Oliver Rothenburger
SG Blaues Wunder Hannover: Paul Johann Witt, Vincent Grannas (62. Marlon Bernhardt), Jonathan Gille, Johnny Stenske, Robin Jansen (60. Benett-Luca Bohm), Joel Lothar Bruns, Lasse Marten Jannsen, Elias Zougari, Christian Rolf, Johannes Huber, Alp Arslan-Melikhan Avsar (75. Lenn Kreze) - Trainer: Leon Erler
Schiedsrichter: Luca-Alexander Körner
Tore: 1:0 Nils-Simon Riebesell (38.), 1:1 Benett-Luca Bohm (75.), 2:1 Mio Bela Teubner (83.)