2026-03-05T07:49:35.839Z

Ligabericht

Ungewohnte Gefühlswelt in Ammerthal: Mega-Siegesserie der DJK reißt

Landesliga Nordost, Samstag: Tobias Rösls Mannschaft verliert das Heimspiel gegen Burgebrach

von Florian Würthele · Heute, 16:54 Uhr · 0 Leser
Symbolisch: Die DJK Ammerthal geht zum ersten Mal nach einer Ewigkeit wieder als Verlierer vom Platz.
Symbolisch: Die DJK Ammerthal geht zum ersten Mal nach einer Ewigkeit wieder als Verlierer vom Platz. – Foto: Florian Würthele

Jetzt hat es auch die Ammerthaler mal wieder erwischt: Nach 13 (!) Saisonsiegen in Folge ging der souveräne Tabellenführer der Landesliga Nordost im zweiten Spiel nach der Winterpause als Verlierer vom Platz. Vor 250 Zuschauern verlor die DJK das Heimspiel gegen den TSV Windeck Burgebrach überraschend mit 1:3 (0:1). Seine beste Phase hatte das Team von Chefcoach Tobias Rösl vor der Halbzeitpause, blieb hier aber ohne Torerfolg. Stattdessen erhöhten die Oberfranken hintenraus mit zwei weiteren Toren auf 0:3. Simon Pirner sorgte mit seinem Treffer in der 88. Minute zumindest dafür, dass Ammerthal weiterhin in jedem Saisonspiel getroffen hat. Die Trainerstimmen zum Spiel.


Tobias Rösl (Trainer DJK Ammerthal): „Glückwunsch an Burgebrach. Absolut verdient für mein Verständnis. Wille und (Lauf-)Bereitschaft waren der Schlüssel zum Erfolg des Gegners. Dies haben wir nicht geschafft anzunehmen. Wenn wir in der Viertelstunde vor der Halbzeit, als wir am Drücker waren, zum Torerfolg kommen, wird es sicherlich für Burgebrach eklig. Nichtsdestotrotz haben es die Gäste über 90 Minuten mit Leidenschaft verteidigt, sie waren willig und bissig in den Zweikämpfen – ohne unfair zu sein. Ja, wir haben verloren und agierten schlampig, trotzdem nehme ich die Mannschaft komplett in Schutz: Wir haben 13 Spiele in Folge gewonnen und hatten jetzt einen Ausrutscher. Wir stehen berechtigt da oben, weil wir über die ganze Saison geliefert haben, und werden es nächste Woche wieder umbiegen.“

Bernd Baier (Trainer TSV Windeck Burgebrach): „Wir haben uns in dieser Woche intensiv auf das Spiel vorbereitet und gut darauf eingestellt. Solch ein Sieg ist die Belohnung für den Aufwand, den die Spieler in den letzten sechs Wochen betrieben haben. Gern hätten wir das Spiel zu Null zu Ende gebracht. Letztendlich ist dieser Sieg in meinen Augen gar nicht so unverdient – auch in der Höhe. So viele Großchancen hatte Ammerthal nach. In den 15 Minuten vor der Halbzeit hatten wir die schwierigste Phase und mussten ordentlich leiden, aber in der Pause haben wir uns nochmal zusammengesammelt und den Glauben an uns wieder gefunden. Wenn man so viel Leidenschaft und Laufbereitschaft einbringt und immer wieder vor der Kiste auftaucht, geht dieser Sieg auch in Ordnung. Ich kann nur den Hut vor meiner Mannschaft ziehen, wie sie das Spiel angegangen ist: diszipliniert und mit viel defensiver Arbeit. Jeder war bereit, die Wege zu gehen. Wir freuen uns natürlich, können die Punkte gut gebrauchen.“