
Ein brisantes Derby mit schönen Toren, Platzverweisen und Elfmetern sowie wichtige Punkte im Abstiegskampf. Die Stimmen zu den Spielen der Bezirksliga Süd.
Stefand Held, Spielertrainer des TSV Geiselbullach: "Wir konnten uns gut auf den Gegner einstellen. Sie sind so aufgetreten, wie wir es erwartet hatten. Über eine kompakte Defensive, mit viel Ruhe im eigenen Ballbesitz, wollten wir nach vorne agieren. Das ist uns gut gelungen. Das Spiel nach vorne konnten wir so umsetzen, wie wir es uns vorgestellt haben.
In der ersten Halbzeit gehen wir durch einen Lupfer von Roman Fuchs mit 1:0 in Führung. In der Folge können wir das 2:0 nachlegen, was uns sehr gut getan hat. Allerdings kassieren wir in der ersten Minute der zweiten Halbzeit den Anschlusstreffer. Meine Mannschaft hat das gut weggesteckt und hat danach wenig zugelassen. Mit der Qualität, die der MTV in der Offensive hat, kann man nicht alles wegverteidigen. Wir sind aber stabil gestanden und gehen verdient als Sieger vom Platz. Die Punkte tun im Abstiegskampf sehr gut, da wollen wir jetzt anknüpfen."
Manuel Schwarz, Teamchef des MTV München: "Wir sind mit gemischten Gefühlen nach Geiselbullach gefahren. Auf der einen Seite wussten wir es wartet ein Gegner auf Augenhöhe. Auf der anderen Seite leiden wir aber seit Rückrundenstart an großen Personalproblemen. In Summe fehlen uns sehr viele Spieler. Dennoch waren wir zuversichtlich zählbares mitzunehmen, weil wir immer noch eine guten Kader bilden konnten. Wir sind auf einen sympathischen Verein getroffen, der alles in die Waagschale geworfen hat.
Spielerisch waren wir überlegen und das Spiel hat sich mehr auf der Seite von Geiselbullach abgespielt. Sie haben aber immer wieder mit langen Bällen versucht, ihre Offensivkräfte in Szene zu bringen. Wir haben es nicht geschafft unsere ersten Chancen zu nutzen. Geiselbullach dagegen hat mit der ersten Chance mit einem sehenswerten Lupfer das 1:0 erzielt. In der Folge haben wir weiter gedrückt und hatten die ein oder andere 100 prozentige Chance. Mit der zweiten Situation für Geiselbullach bekommen wir direkt das 2:0.
In der Halbzeit haben wir etwas offensiver umgestellt. Mit der ersten Ecke erzielen wir direkt den Anschlusstreffer. Luca Roth zeigt sich in super Form und hat auch das Tor erzielt. Ab der 60. Minute hatten wird das Spiel voll unter Kontrolle und haben Geiselbullach in die eigene Hälfte gedrückt. Leider haben wir nicht mehr die richtigen Mittel gefunden. Der Sieg geht absolut verdient an Geiselbullach. Wir müssen uns schütteln. Als Aufsteiger gehört es dazu, mal ein paar Wochen mit sich zu kämpfen. Für uns geht es jetzt darum Punkte einzufahren, um die Klasse halten zu können."
Nico Formella, Trainer des SV Untermenzing: "Wir verlieren mit 3:4 gegen Waldeck Obermenzing. Kompliment an meine Mannschaft, die kämpferisch und fußballerisch eine gute Leistung geboten hat. Auch ein Tag nach dem Spiel ein sehr ernüchterndes Ergebnis. Wir gehen mit 1:0 durch ein Tor nach einem Standard in Führung. Drei Minuten später gibt es eine Notbremsen-Entscheidung, bei der der gegnerische Spieler sofort weiterspielt, schon wieder auf beiden Füßen steht und der Schiedsrichter dann erst pfeift.
In der Folge kam es zu einem irregulären Abseitstor. Wenige Sekunde vor dem 1:2 für Waldeck gibt einen Einwurf in den Sechzehner, der im Spielfeld ausgeführt wird. Danach haben wir Glück bei einem Fernschuss, der zum Ausgleich abgefältscht wird. Wir kommen aus der Pause raus und gehen durch eine individuelle gute Leistung in Führung. Daraufhin bekommen wir einen Handelfmeter gegen uns, der zum 3:3 führt.
Der Siegtreffer fällt durch eine gute Aktion von Waldeck. Außerdem kriegen wir leider einen indirekten Freistoß im gegnerischen Strafraum nicht, nachdem der gegnerische Spieler sich den Ball selbst vorlegt, um ihn dann zu schlagen. Es war schwierig das sportlich zu lösen. Leider ist es uns verwehrt geblieben einen Punkt zu holen, auch wenn wir das verdient gehabt hätten."
Stefan Gutsmiedl, Trainer des SV Waldeck Obermenzing: "Absolutes Derby, wahrscheinlich das größte Derby in München, wenn man das so sagen darf. Es ist immer ein heißes Spiel, jeder kennt jeden und es ist immer alles angerichtet für große Momente. Leider hat der Schiedsrichter aufgrund der roten Karte in das Spiel eingegriffen. Derbs leben von roten Karten. Es waren aber auch zwei wunderschöne Tore und ein Elfmeter dabei.
Ein brutales Spiel, immer hitzig und hochemotional. Für die Zuschauer war es, was drauf stand: Ober- gegen Untermenzing. Was wünscht man sich mehr. Dafür ist man Trainer geworden, dass man solche heißen Duelle hat. Natürlich am Ende mit dem glücklichen Ende bei uns. Es war alles drinnen, was man sich als Zuschauer bei einem Derby wünscht. Unfassbarer Derby-Nachmittag in Menzing."