
Sascha Horsmann wollte den SV Grieth ursprünglich nur bis zum Saisonende trainieren. Wie berichtet geht der Verein im Sommer eine Spielgemeinschaft mit der bereits zurückgezogenen Rheinwacht Erfgen ein und schlägt damit ein neues und gemeinsames Kapitel auf. Diese Nachricht hatte im Kreis Kleve hohe Wellen geschlagen – vor allem bei Konkurrenten im Abstiegskampf der Kreisliga B Kleve/Geldern. Aber nun gibt es eine überraschende Wende. Denn Horsmann macht jetzt doch weiter. Was steckt dahinter?
Sascha Horsmann hat seinen Vertrag um eine weitere Saison verlängert und wird die Mannschaft der neuen Spielgemeinschaft in der kommenden Spielzeit als Spielertrainer betreuen.
„Ich mache weiter, ich hänge noch ein Jahr als Spielertrainer dran - egal in welcher Liga“, sagt der 39-Jährige, der momentan beim SV Grieth im Tor steht und auch in der nächsten Spielzeit als Torhüter weiterspielen will. Zu seinen Glanzzeiten fungierte er als Keeper beim 1. FC Kleve und Viktoria Goch.
„Es macht mir derzeit viel Spaß. Die Trainingsbeteiligung ist hoch, und ich habe ein positives Feedback aus der Mannschaft erhalten. Außerdem herrscht eine große Gemeinschaft innerhalb des Teams – zwischen den Griethern und Erfgener Spielern“, ergänzt Horsmann, der gestandene Spieler aus beiden Vereinen als zukünftige Co-Trainer installieren will.
Rückblick: Rheinwacht Erfgen hat sich im März vom Spielbetrieb der B-Liga abgemeldet und steht damit als erster Absteiger fest. Viele Rheinwacht-Spieler haben sich daraufhin dem SV Grieth angeschlossen.
Horsmans Plan für die neue Saison steht schon. Er möchte sich mit dem Team im Tabellenmittelfeld der B-Liga etablieren, langfristig höhere Ziele anpeilen und eine gefestigte Einheit mit Akteuren aus beiden Klubs bilden. Er sieht die künftige Spielgemeinschaft als spannendes Projekt.
Zur kommenden Spielzeit kehrt Henrik Schümmer, der bislang gesetzter Stammspieler der SGE Bedburg-Hau ist, zu seinem Stammverein Rheinwacht Erfgen zurück und damit zur Spielgemeinschaft. „Weitere Neuzugänge sind im Gespräch, die aber bis zur endgültigen Ligazugehörigkeit noch nicht spruchreif sind. Wir wollen auch neue Konzepte für die neue Saison entwickeln“, sagt Horsmann.
Bei den Heimspielen der Griether sind momentan 50 bis 75 Zuschauer vor Ort, die dann für gute Stimmung sorgen und die Mannschaft anfeuern. Trainingsmöglichkeiten und Sportplätze sind genügend vorhanden. In Grieth und Erfgen kann jeweils auf zwei Plätzen trainiert und gespielt werden. Zusätzlich steht der Kunstrasenplatz in Appeldorn und ab 2027 in Wissel zur Verfügung.
Sascha Horsmann ist glücklich über die Unterstützung seiner Frau und seiner Söhne. Aktuell ist er auch Jugendtrainer beim SV Grieth und Kaderplaner des Bezirksligisten SV Rindern. „Beim SV Rindern bleibe ich. Dort haben wir uns für die neue Saison in der Breite verstärkt“, sagt Horsmann, dem die Dreifachbelastung wohl nichts ausmachen wird.
Und was geschieht jetzt mit Peter Fehlemann, dem Trainer von Rheinwacht Erfgen? Er hat sich vor Kurzem entschieden, nicht mehr als Coach bei der Rheinwacht weiterzumachen und will sich zukünftig ausschließlich seiner Karriere als Schiedsrichter widmen.