2026-03-25T14:09:28.761Z

Interview der Woche

Underdog mit Ansage: "... müssen uns nicht kleiner machen"

Der SV Blau-Weiß ’91 Bad Frankenhausen steht vor einem echten Fußball-Feiertag: Als letzter verbliebener Underdog hat der Thüringenligist vom Fuße des Kyffhäuser-Denkmals das Halbfinale im Landespokal erreicht.

von André Hofmann · Heute, 21:00 Uhr · 0 Leser
Die Übung fürs Siegerinterview? Robert Ränke letzte Woche beim Besuch des MDR beim Ligaspiel gegen Arnstadt.
Die Übung fürs Siegerinterview? Robert Ränke letzte Woche beim Besuch des MDR beim Ligaspiel gegen Arnstadt. – Foto: © Marcel Junghanns

Am Samstag gastiert mit dem ZFC Meuselwitz ausgerechnet der Titelverteidiger im Stadion an der Wipper – ein klassisches David-gegen-Goliath-Duell.

Für BW-Kapitän Robert Ränke ist es ein ganz besonderes Spiel – vielleicht sogar das größte seiner bisherigen Fußballer-Laufbahn. Im FuPa-Interview spricht der 32-jährige Abwehrspieler über die Bedeutung der Partie, die Chancen gegen den Favoriten und seine Wunsch-Schlagzeile nach dem Abpfiff.

FuPa Thüringen: Robert, du stehst mit deinem Heimatverein im Halbfinale des Landespokals. Welche Bedeutung hat dieses Spiel für dich persönlich – und welchen Stellenwert hat es in deiner bisherigen Fußballer-Laufbahn?
Robert Ränke: Das ist schon etwas Besonderes. Mit dem Verein so weit zu kommen, erlebt man nicht oft. Für den Verein und die Stadt ist das ein echtes Highlight – und für uns Spieler natürlich auch. Wenn man unter den letzten vier Mannschaften in Thüringen steht und sich mit drei Regionalligisten misst, zeigt das, dass wir uns das verdient haben. Das spiegelt auch die Arbeit wider, die der Verein in den letzten Jahren geleistet hat.

FuPa Thüringen: In der Rückrunde lief es in der Liga zuletzt nicht ganz rund. Spielt das vor so einem Halbfinale überhaupt eine Rolle? Und war das Pokalspiel vielleicht unterbewusst doch ein Thema im Ligaalltag?
Robert: Ich glaube nicht, dass die bisherigen Leistungen eine große Rolle spielen werden. In so einem Spiel ist jeder nochmal extra motiviert, da kommt es auf andere Dinge an. In den letzten Wochen haben oft nur Kleinigkeiten gefehlt – dadurch hatten wir das Spielglück nicht auf unserer Seite.

Das Pokalspiel war für uns keine Belastung im Ligaalltag, sondern eher etwas, worauf man sich zusätzlich freut. Unser Fokus liegt aktuell auf dem Halbfinale – alles andere kommt danach, dann geht der Blick auch wieder zurück auf die Verbandsliga. Ich glaube, dass gerade in einem Halbfinale viel davon abhängt, wer es schafft, von Anfang an voll da zu sein – unabhängig davon, wer auf dem Papier vorne gesehen wird.

FuPa Thüringen: Hand aufs Herz: Wie realistisch ist das Weiterkommen gegen den ZFC Meuselwitz? Worauf wird es für euch ankommen, wenn ihr tatsächlich vom Finale träumen wollt?
Robert: Das Spiel geht bei 0:0 los – und genau so werden wir es auch angehen. Wenn wir es schaffen, die Dinge umzusetzen, die in den letzten Spielen nicht optimal funktioniert haben, dann haben wir definitiv unsere Chance.

Entscheidend wird sein, dass wir als Mannschaft geschlossen auftreten, unsere Chancen konsequent nutzen und defensiv stabil stehen. Dann ist alles möglich. Uns ist schon klar, dass wir gegen einen starken Gegner spielen – aber wir müssen uns auch nicht kleiner machen, als wir sind. Am Ende des Tages haben wir doch nichts zu verlieren.

FuPa Thüringen: Zum Abschluss: Welche Schlagzeile würdest du nach der Partie am liebsten bei FuPa lesen?
Robert Ränke: Bad Frankenhausen schreibt weiter Vereinsgeschichte und steht im Pokalfinale.