
Im Rahmen der Wintervorbereitung und Testspielserie hatten die Bezirksliga-Kicker der TSG Salach den TV Altenstadt, aktuell Tabellen-Zehnter der Fußball-Kreisliga A3, zum ultimativen Ice-Breaker zu Gast. Mit frisch geschliffenen Kufen und dem olympischen Feuer in den Augen ihres Piloten Lukas Mroz war der „Under-Bob“ Altenstadt I aus den Katakomben geschossen gekommen und hatte mit einer beherzten Höllenfahrt durch den Eiskanal im Tobel für reichlich Furore gesorgt und den Blau-Weißen auf ihrer Hausbahn die Kufen ordentlich gestutzt.
Vom Anpfiff weg schlidderten die Protagonisten rasant über das künstliche Grün und kämpften um jedes Eiskristall in der Fahrrinne. Eine Intensität bei der selbst VIP-Gast Philipp Raimund vor Begeisterung applaudierte und Schanzenrekord sprang. Nach 90 Minuten atemberaubenden Bobsports mit Hitchcock-Charakter und Foto-Finish stand ein leistungsgerechtes 1:1-Remis zu Buche.
Für den ersten Speed Test der Partie sorgten die Gäste nach nur zwei Minuten: Da hatte Altenstadts Mert Güler perfekt für seinen Mannschaftskameraden Ekrem Hodzic durchgesteckt. Der zog aus 18 Metern und halbrechter Position fulminant ab, aber Salachs Keeper Dominik Nagel entschärfte das Geschoss, indem er die Kugel mit den Fingerspitzen über den Querbalken lenkte. Nur fünf Zeigerumdrehungen später ließ es TSG-Kicker Niklas-Julian Daniel jucken, aber seine Wuchtbrumme von der rechten Strafraumkante aus zischte am langen Pfosten vorbei (7.).
In der 22. Minute ließ TSG-Kicker Gökdeniz Celik im rechten Mittelfeld die Funken sprühen, donnerte über die rechte Außenbahn wie einst Georg Hackl durch die S-Kurve in Altenberg, zog in die Box, aber sein Schuss aus zwölf Metern und halbrechter Position wurde von Altenstadts Iceman Mario Cosic mit einer Monstergrätsche schockgefrostet und aus der Gefahrenzone gekratzt.
In der 37. Minute hatte Altenstadts Hasbi Aslan seinen Kontrahenten Anastasios Kivotidis im Strafraum der Gäste zu Fall gebracht. Folgerichtig zeigte der souverän leitende Referee Engin Koptagel auf den Punkt. Den fälligen Foulelfmeter vergab TSG-Kicker Celik jedoch kläglich, indem er das Leder geradezu liebevoll auf das Gehäuse der Weiß-Schwarzen streichelte und somit zur perfekten Beute von Altenstadts Schlussmann Alexander Sascha Turi machte, der den Einschlag im linken unteren Eck mit einer Monsterparade verhinderte.
Mit einem scharf getretenen Eckball von links in den Sechzehner der Weiß-Schwarzen bediente TSG-Kicker Artur Schacht seinen am langen Pfosten lauernden und zu luftig verteidigten Teamkollegen Jonas Herbst, der die Murmel jedoch mit einem Kopfball aus vier Metern über das Gehäuse wuchtete (42.).
Mit einer perfekt getimten vertikalen Spieleröffnung aus der eigenen Hälfte heraus schickte TVA-Kicker Abdullah Shehada seinen Mannschaftskollegen Godo Azonwonou auf Reisen. Der zündete im rechten Mittelfeld den Turbo, wischte über den rechten Außenflügel wie der Curling-Besen über die Eisfläche, zog in die Box, aber sein Schuss aus 14 Metern und halbrechter Position strich nur über das Aluminium wie die Kalbsleberwurst über den Holzhacker-Briegel (58.).
Mit einer wohl temperierten Hereingabe von links in den Sechzehner der Blau-Weißen bediente Altenstadts Capitano Robin Ender Aslanboga seinen im Zentrum positionierten und sträflich ungedeckten Teamkameraden Shehada, der den Ball aus zehn Metern im rechten unteren Eck versenkte und damit den Under-Bob mit 1:0 in Führung brachte (76.).
In der 86. Minute packte Salachs Mittelfeldmotor Gaetano Riccio das Überbrückungskabel aus, aber seine Rakete aus 14 Metern und halbrechter Position funzte nur am zweiten Pfosten vorbei. Nach einem vermeintlichen Handspiel von Altenstadts Torjäger Shehada im Strafraum der Gäste zeigte Spielleiter Koptagel nur 180 Sekunden später erneut auf den Punkt. Den fälligen Handelfmeter verwandelte TSG-Kicker Herbst eiskalt, indem er das Leder im linken unteren Eck versenkte und damit den 1:1-Endstand (89.) herstellte.
„Ich bin mit der Leistung der Mannschaft und dem Ergebnis sehr zufrieden“, stellte Altenstadts Sportlicher Leiter Mroz freudestrahlend nach Schlusspfiff fest. Salachs Sportlicher Leiter Daniel Toros war indes weniger euphorisch: „Mit dem Ergebnis bin ich natürlich nicht zufrieden. Hätte mir schon einen Sieg gewünscht“, stellte der 40-Jährige ernüchtert fest.