
Der Start ins neue Pflichtspieljahr könnte für den SV Teutonia Groß Lafferde kaum anspruchsvoller sein. Am Sonntag (11 Uhr) gastiert das Tabellenschlusslicht der Bezirksliga 2 Braunschweig beim MTV Hondelage 1909, der aktuell auf Rang vier steht und zuletzt mit einem 4:1-Erfolg gegen den FC Wenden Selbstvertrauen tankte.
Teutonias Kapitän Tim Paul spricht offen von einem schwierigen Auftakt: „Undankbarer Rückrundenstart, um es ehrlich zu sagen. Wir sind personell aktuell arg gebeutelt.“ Beim ohnehin kleinen Kader gebe es mehrere Ausfälle, zudem sei die Vorbereitung alles andere als optimal verlaufen. „Wir konnten noch nicht einmal auf dem Platz trainieren und haben uns über Fitnesskurse, Soccerpark und ein Testspiel versucht, irgendwie für die Rückrunde vorzubereiten.“
Neben der Personallage erschwert auch die Spielstätte die Aufgabe. „Wir treffen nicht nur auf einen sehr starken Gegner, sondern vor allem auf einen Gegner, der physisch immer sehr viel abverlangt – auswärts auf einem sehr kleinen Kunstrasenplatz“, sagt Paul. Deshalb erwarte man in erster Linie ein intensives Spiel gegen den Ball: „Alles andere als ein Defensivfeuerwerk, bei dem wir versuchen werden, möglichst lange die Null zu halten und entgegenzuhalten, werden wir nicht erwarten.“
Trotz der schwierigen Voraussetzungen reist Teutonia nicht chancenlos an. „Wir versuchen natürlich, etwas mitzunehmen aus Hondelage. Wir fahren ja nicht hin, um zu verlieren. Aber wir sind uns bewusst, dass es ein sehr schwieriges Spiel wird.“ Das Hinspiel in Lafferde hatte Hondelage knapp mit 1:0 gewonnen.
Auch Hondelages Trainer Rafael Schindzielorz warnt davor, den Tabellenletzten zu unterschätzen: „Mit Lafferde wartet ein Gegner, der mit dem Rücken zur Wand steht, trotzdem werden sie bis zum Schluss alles versuchen, um die Liga zu halten. Dieser Gegner ist nicht zu unterschätzen. Das ist eine Kämpfertruppe, die uns alles abverlangen wird. Wir müssen konzentriert bleiben.“
Die Rollen sind klar verteilt: Hondelage geht als Favorit in die Partie, Lafferde kämpft weiter um den Anschluss ans rettende Ufer. Für Teutonia wird es darauf ankommen, defensiv stabil zu stehen und die wenigen Umschaltmomente konsequent zu nutzen.
Ob das für eine Überraschung reicht, wird sich am Sonntagvormittag zeigen. Sicher ist nur: Geschenkt wird dem Schlusslicht auch in Hondelage nichts.