
Das anstehende Derby zwischen D/A II und A/O (Sa., 17 Uhr) hat in dieser Saison seine spezielle Vorgeschichte. Die Sichtweisen beider Trainer erklären das Machtverhältnis.
D/A II spielt eine bisher überragende Saison. Der Konkurrenz ist der Tabellenführer weit enteilt, aufgrund des starken Torverhältnisses fehlen den Drochtersern theoretisch nur noch zwei Siege aus den verbleibenden sechs Spielen, um die Meisterschaft klar zu machen.
„Das nervt natürlich“, sagt A/O-Trainer Kevin Speer, „wir können aber nur Respekt haben vor dieser konstanten Leistung.“ D/A II spiele schlicht den effektivsten Fußball. Was Speer besonders imponiert: Wie wenige Gegentore D/A II kassiert hat - 73:15 lautet das bisherige Torverhältnis.
„Wir haben zu viele Gegentore bekommen, die man so eigentlich nicht bekommt oder bekommen darf“, hadert Speer mit dem 66:36-Verhältnis des Tabellensechsten. Er nennt unglückliche Distanzeinschläge oder vermeidbare Konter.
Beide Team trafen schon zwei Mal aufeinander
Zudem darf D/A als Zweitvertretung erstmals am Bezirkspokal teilnehmen - und steht im Finale. Auf dem Weg dorthin, gewann die Mannschaft von Trainer Milan Schweiger auch in Ahlerstedt mit 3:0.
Nur eine Woche später trafen sie sich im Hinspiel der Liga wieder. Dieses Mal hieß es 2:2. „Das war ein umkämpftes Spiel, in dem ich mit dem Ergebnis leben konnte“, sagt Schweiger über die bisher einzige Punkteteilung der Saison. Die einzigen beiden Niederlagen kritisiert er: Das eine Mal habe D/A sich unter Wert verkauft, das andere Mal wurde das Tor einfach nicht getroffen.
Beim 2:2 gegen A/O, nach 2:1-Führung von D/A, vergab A/O in der Schlussminute einen Elfmeter. „Auch das ist ein Unterschied“, sagt Speer, D/A habe nur eine Woche später ein Ligaspiel noch in der 90. Minute für sich entschieden.
A/O kommt mit dem gezollten Respekt nach Drochtersen, will sich aber mit einem Sieg verabschieden. „Wir wollen sie natürlich ärgern - und die Meisterfeier zumindest ein wenig nach hinten verschieben“, sagt Speer.
Schweiger will vom Titel eh noch nicht reden. In dem sehr „ausgeglichen“ oberen Tabellendrittel müsse sein Team 100 Prozent abrufen. Im Derby selbstredend.