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Umbruch nach Bender-Abschied: Punktloses Brannenburg „kämpft für Klassenerhalt“

„Die Benders sind besonders“

von Luca Hayden · 12.09.2024, 13:39 Uhr · 0 Leser
Die Bender-Zwillinge im Trikot des TSV Brannenburg.
Die Bender-Zwillinge im Trikot des TSV Brannenburg. – Foto: Stefan Gulden

Im Winter verließen Sven und Lars Bender ihren Heimatverein TSV Brannenburg. Die Mannschaft steckt nach großem Umbruch tief im Abstiegskampf.

Vier Spiele, null Punkte und 14 Gegentore. Nach dem Bender-Abschied und einem großen Umbruch steht der TSV Brannenburg früh in der Saison mit dem Rücken zur Wand. Schon in der Sommervorbereitung gewann der TSV kein Spiel.

„Das ist wirklich bitter und tut weh“, leidet Sebastian Leppert, der den Verein kurz vor Saisonstart verließ, mit. Eldar Kavazovic, der früher Trainer des TSV war und inzwischen nur noch als Spieler im Einsatz ist, möchte der jungen Mannschaft helfen: „Wir kämpfen für den Klassenerhalt.“ Nach der Rückkehr der Benders sah lange alles gut aus, jetzt stehen dem Verein schwere Zeiten bevor.

Benders führen den Verein zurück in die Kreisliga

Im Sommer 2021 kehrten die Bender-Zwillinge zurück zu ihrem Heimatverein, dem TSV Brannenburg. Das sorgte im ganzen Inntal für große Euphorie. Vergangenen Winter war die Zeit von Sven und Lars Bender in Brannenburg wieder vorbei. Sven Bender wurde Co-Trainer in Dortmund, sein Bruder Lars Co-Trainer der Deutschen U17-Nationalmannschaft. Vor kurzem übernahmen die Ex-Profis nun Trainerrollen bei der Spielvereinigung Unterhaching.

„Sie waren ein Teil der Truppe“

Ex-Brannenburg-Torwart Sebastian Leppert über die Benders

Der Einfluss der Zwillinge in Brannenburg war groß. Mitspieler und Trainer finden auch im Nachhinein nur gute Worte. Leppert, der den TSV in diesem Sommer Richtung Raubling verließ, spielte über zwei Jahre mit den Benders. „Was die beiden dir im Training und auch in den Spielen für einen Input geben, ist mit nichts vergleichbar. Da nimmst du extrem viel mit“, schwärmt der Torwart von seiner Zeit mit den ehemaligen Spielern des TSV 1860 München.

Doch nicht nur auf dem Platz sollen die Benders eine Bereicherung gewesen sein, auch in der Kabine galten sie als sehr beliebt. Leppert meint: „Beide waren wahnsinnig lockere Typen. Sie waren ein Teil der Truppe. Das war halt geil.“

Brannenburg-Wegbegleiter trauen den Ex-Löwen eine große Trainerkarriere zu

Auch für die Trainer, die in der Zeit der Benders in Brannenburg trainierten, war das Intermezzo mit den ehemaligen Bundesliga-Stars ein Vorteil in jeder Hinsicht. „Ich hatte viel Spaß mit ihnen und habe viel gelernt“, sagt Eldar Kavazovic. Mit einem Schmunzeln ergänzt der ehemalige Profi aus Bosnien: „Ich hoffe, sie haben auch etwas von mir gelernt.“

Für die Karriere nach der Karriere glauben sowohl Kavazovic als auch Leppert, dass die Benders an der Seitenlinie ähnlich erfolgreich sein können. „Sie leben den Fußball voll und ganz. Die beiden haben so eine große Fußballkompetenz, das ist irre“, schwärmt Leppert. Und auch Kavazovic meint: „Ich habe mit vielen Profifußballspielern zusammengearbeitet, die Benders sind besonders. Sie haben viel Qualität.“

Klassenerhalt trotz Bender-Aus

Trotz des Abganges der Zwillinge schaffte Brannenburg in der vergangenen Saison den Klassenerhalt in der Kreisliga. Im Inn/Salzach-Gebiet schrieben den TSV damals schon viele ab, Brannenburg hielt die Klasse dennoch.

Kavazovic erklärte sich den Erfolg wie folgt: „Wir haben ohne sie mehr Punkte geholt als mit ihnen. Wir haben nicht mehr so offensiv gespielt und uns mehr auf uns konzentriert.“

Folgte der Umbruch wegen des Bender-Abschieds?

„Für einige waren die Benders sicherlich ein Grund, damals in die Kreisklasse zu gehen. Der aktuelle Umbruch musste aber vollzogen werden, weil einige altersbedingt aufgehört haben, andere wegen des Studiums, mit dem Abgang der Benders hatte das nichts zu tun“, sagt Leppert.

Mit einer jungen Mannschaft befindet sich Brannenburg nun im Abstiegskampf und muss auf einen baldigen Umschwung hoffen. Am kommenden Spieltag wartet mit dem TuS Prien ein Gegner, der im bisherigen Saisonverlauf auch Probleme hatte.