
Trotz großem Einsatz und zahlreicher Chancen verliert der SSV Ulm 1846 Fußball heute in der 3. Liga beim 1. FC Saarbrücken mit 1:3. Der Anschlusstreffer von Marcel Seegert reichte nicht, um Zählbares mitzunehmen.
Ein schweres Auswärtsspiel
Nur wenige Tage nach dem umjubelten Sieg in Aachen mussten die Spatzen erneut in der Fremde antreten. Der Spielplan der englischen Woche führte sie ins Saarland, wo mit dem 1. FC Saarbrücken einer der Mitfavoriten um den Aufstieg wartete. Rund 250 Ulmer hatten die weite Reise in den Ludwigspark auf sich genommen, um ihr Team zu unterstützen. Von Beginn an war klar: Es würde ein harter Abend für die Mannschaft von der Donau.
Früher Schockmoment für die Spatzen
Die Ulmer starteten durchaus mutig. Leon Dajaku setzte in der 4. Minute mit einem schnell ausgeführten Freistoß das erste Ausrufezeichen, doch sein Schuss ging knapp vorbei. Fast im Gegenzug folgte der Rückschlag. Florian Pick nutzte in der 5. Minute die erste große Gelegenheit für die Gastgeber und traf ins lange Eck – Ulm lag früh zurück. Trotz des Schocks versuchte der SSV, sofort wieder ins Spiel zu finden. Paul-Philipp Besong bediente André Becker artistisch per Fallrückzieher, doch der Ball flog deutlich über das Tor.
Ortag hält Ulm im Spiel
Die Saarländer drängten auf das zweite Tor. Christian Ortag musste mehrfach retten, unter anderem gegen Kai Brünker und Rodney Elongo-Yombo. Doch Ulm setzte immer wieder Nadelstiche. Dennis Dressel kam nach einer Ecke zum Abschluss, Marcel Seegert scheiterte im Nachschuss. Kurz vor der Pause hatte Besong die beste Möglichkeit, sein Schuss strich nur knapp am Pfosten vorbei. Trotz der vielen Anstrengungen ging es mit 0:1 in die Kabine.
Die Spatzen schlagen zurück
Nach der Pause kam der SSV Ulm mit viel Energie zurück auf den Platz. Becker scheiterte zunächst im Strafraum, doch in der 55. Minute belohnten sich die Spatzen endlich. Einen Freistoß von Leon Dajaku verwandelte Marcel Seegert per wuchtigem Kopfball zum verdienten Ausgleich. Der Jubel im Gästeblock war riesig, die Spatzen waren wieder da. Saarbrücken spürte den Druck und musste sich neu sortieren.
Die Klasse von Pick entscheidet
Doch der Traum vom Punktgewinn hielt nicht lange. In der 67. Minute setzte sich Florian Pick erneut stark in Szene und stellte auf 2:1 für die Hausherren. Bitter für Ulm, das zuvor gerade wieder Oberwasser gewonnen hatte. Dennoch gaben die Spatzen nicht auf. Eine Flanke von Lukas Mazagg fand Elias Löder, doch der war so überrascht, dass er den Ball nicht mehr kontrollieren konnte. Die Hoffnung lebte, doch die Kaltschnäuzigkeit lag auf Seiten der Saarländer.
Entscheidung kurz vor Schluss
Ulm warf in der Schlussphase alles nach vorne, doch der nächste Treffer fiel auf der anderen Seite. In der 86. Minute bediente Tim Civeja den eingewechselten Patrick Schmidt, der Ortag keine Chance ließ. Damit war die Partie entschieden. Noch einmal hatten die Spatzen die Möglichkeit zur Ergebniskorrektur, als Lucas Röser den Ball auf Niklas Kölle querlegte. Doch Kölle traf den Ball nicht richtig, die große Chance zum 2:3 war vertan. Wenige Augenblicke später pfiff die Schiedsrichterin ab.
Blick nach vorn
Am Ende mussten die Ulmer anerkennen, dass sie trotz großen Kampfes und vieler Chancen mit leeren Händen dastanden. Entscheidend war die Effizienz des Gegners, allen voran Florian Pick, der die Partie mit zwei Toren entschied. Dennoch zeigte die Mannschaft Moral und ließ sich auch nach Rückständen nicht hängen. Mit sechs Punkten aus sechs Spielen steht der SSV Ulm 1846 Fußball nun im Mittelfeld der Tabelle.
Am Sonntag wartet im Donaustadion die nächste Aufgabe gegen Jahn Regensburg. Anstoß ist um 19.30 Uhr. Vor heimischem Publikum wollen die Spatzen zurück in die Erfolgsspur finden und die Niederlage von Saarbrücken vergessen machen.