
In der Landesliga, Staffel 4, brachte die heutige Fortsetzung des 32. Spieltags ein Wechselbad der Gefühle. Im Fokus stand ein Duell, das von der ersten bis zur letzten Minute von enormer Bedeutung im Kampf um die Spitzenplätze geprägt war.
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Der FV Biberach schien das Derby lange im Griff zu haben, weil Deniz Baris Mrden mit seinen Treffern in der 11. und 30. Minute eine scheinbar komfortable Führung herausgeschossen hatte. Doch der Tabellenletzte aus Bad Schussenried gab sich nicht geschlagen, kam durch Tizian Linder in der 62. Minute auf 1:2 heran und erzwang in der Nachspielzeit durch Lukas Kraft noch das 2:2. Für Biberach ist dieses Remis trotz des Punktgewinns ein weiterer Rückschlag, weil die Mannschaft nun seit neun Spielen auf einen Sieg wartet und mit 25 Punkten auf Rang 16 bleibt. Bad Schussenried steht nach diesem späten Ausgleich bei 11 Punkten auf Platz 17 und konnte 2026 noch keinen Dreier verbuchen.
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Das Aufeinandertreffen hielt, was es im Vorfeld versprach, und bot den Zuschauern Dramatik bis in die Schlussphase. Die SSG Ulm 99 erwischte den besseren Start in diese wichtige Partie und ging in der 25. Spielminute durch einen Treffer von Philipp Strobel mit 1:0 in Führung. Mit diesem knappen Vorsprung ging es auch in die entscheidende Phase der Begegnung, in der sich die Ereignisse schließlich überschlugen.
Es lief bereits die 81. Minute, als Johannes Streiter für die Ulmer zur Stelle war und das vermeintlich vorentscheidende 2:0 erzielte. Doch der SV Mietingen steckte keineswegs auf und bewies enorme Moral. Nur fünf Minuten später, in der 86. Minute, verkürzte Marius Meneghini auf 2:1 und hauchte den Gästen noch einmal neues Leben ein. Am Ende brachten die Ulmer den knappen Vorsprung über die Zeit und feierten einen emotionalen Heimsieg.
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Türkspor Neu-Ulm ist mit 64 Punkten längst Meister, unterstrich aber zuletzt beim 5:1 in Weiler noch einmal seine Dominanz. Der SV Kressbronn steht mit 27 Punkten auf Rang 15, hat trotz feststehenden Abstiegs aber mit dem 2:1 gegen Staig gezeigt, dass die Mannschaft sich nicht kampflos verabschiedet. Das Hinspiel gewann Türkspor mit 3:2. Der Favorit ist eindeutig, doch Kressbronn möchte dennoch für eine Überraschung sorgen.
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