
An der Heinrich-Wieland-Straße reiht sich Hiobsbotschaft an Hiobsbotschaft. Spielertrainer Ünal Tosun ist am Sonntag zurückgetreten.
München – Die schlechten Nachrichten bei Türkgücü München reißen nicht ab. Einen Tag nach der 1:2-Niederlage beim FC Deisenhofen hat Spielertrainer Ünal Tosun seinen Rücktritt erklärt. Der 33-Jährige gab seinen Abschied in den Sozialen Medien bekannt. Auch der Verein hat reagiert.
„Was für eine Reise. 7,5 Jahre voller Höhen und Tiefen mit über 200 Mitspielern, 20 Trainern und unzähligen Menschen, aus denen Freunde fürs Leben geworden sind“, schreibt Tosun. „Unvergessen bleibt mein Profi-Debüt im Jahr 2020. Ich bin dem Verein dankbar, dass er mir die Chance gegeben hat, mich als Spieler, Kapitän, Co-Trainer und Trainer zu beweisen. Jetzt ist für mich die Zeit gekommen, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Ich wünsche dem Verein und allen Beteiligten nur das Beste für die Zukunft.“
Der Tabellenletzte der Bayernliga Süd würdigt den Mittelfeldspieler als einen Leader, ein Vorbild und das Herz dieser Mannschaft: „Im Namen des gesamten Vereins sagen wir: Danke, Kapo für alles, was du für diesen Verein getan hast. Du hast Spuren hinterlassen, die bleiben werden“, schreibt der Klub. Viele im Klub hatten gehofft, er könnte nach dem Abgang von Alper Kayabunar eine ähnliche Ära prägen.
Auch Serdar Yilmaz kommt zu Wort. „Ünal war nicht nur unser Kapitän, sondern ein Teil der Türkgücü Familie“, wird der Vorstand zitiert. „Seine Loyalität und sein Charakter werden uns immer in Erinnerung bleiben. Danke für alles, Kaptiän.“
Wie es an der Heinrich-Wieland-Straße weitergeht, steht in den Sternen. Der Verein hat auch in dieser Spielzeit mit enormen finanziellen Problemen zu kämpfen. Tosun ist nach Slaven Skeledzic der zweite Trainer, der beim Regionalliga-Absteiger hingeworfen hat.