2026-03-09T15:40:23.061Z

Ligabericht

Überraschungen an Spieltag 20: Soonwald und Simmertal nur mit Remis

Der Rückblick auf die A-Klasse Bad Kreuznach: Meisenheim II ist der Spieltagssieger, zusammen mit der SG Alsenztal, die spielfrei war +++ Soonwald mit 2:2 in Medard, Simmertal nur 1:1 gegen Hackenheim II +++ Benhur Bayir schießt zehn (!) Tore in nur einem Spiel

von Max Schäfer · Heute, 14:30 Uhr · 0 Leser
Die Hürde TuS Hackenheim II konnte der VfL Simmertal nicht überspringen. Hier im Duell: Die beiden Kapitäne Tim Hein (links, VfL) und Nico Schmidt (rechts, TuS).
Die Hürde TuS Hackenheim II konnte der VfL Simmertal nicht überspringen. Hier im Duell: Die beiden Kapitäne Tim Hein (links, VfL) und Nico Schmidt (rechts, TuS). – Foto: Gregor Wurdel

Bad Kreuznach. Bereits am Samstag eröffnete die SG 1946 Hüffelsheim II mit 4:0-Auswärtssieg beim TuS Pfaffen-Schwabenheim II den 20. Spieltag der A-Klasse Bad Kreuznach.

Am Sonntag gewann Karadeniz Bad Kreuznach gegen den Tabellenletzten FC Bavaria Ebernburg deutlich mit 13:1. Alleine zehn Treffer für die Hausherren steuerte dabei Goalgetter Benhur Bayir bei, der damit bereits bei 43 Saisontoren steht. Ebernburg hat damit in der Fremde weiterhin keinen einzigen Zähler eingefahren. Auswärtspunkte holte hingegen der formstarke FC Bad Sobernheim, der beim TSV Hargesheim mit 2:0 gewann.

Zwischen dem SV Medard und Primus SG Soonwald gab es beim 2:2 keinen Sieger. Ebenfalls ohne Gewinner endete die Partie zwischen dem Topteam VfL Simmertal und dem TuS Hackenheim II, die sich 1:1 trennten. Das gleiche Ergebnis stand auch im Duell der SG Gräfenbachtal gegen den TuS Waldböckelheim auf der Anzeigetafel.

Einen Heimsieg feierte die SG Meisenheim-Desloch-Lauschied II, die sich mit 4:1 gegen die SG Nordpfalz durchsetzte und durch den Patzer von Simmertal auf Tabellenrang zwei vorschob. Gut mit den Ergebnissen des Spieltags leben konnte auch die SG Alsenztal, die unter der Woche ihr Nachholspiel gegen den TuS Hackenheim II ganz spät mit 3:1 gewann und am Wochenende spielfrei war.

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Soonwalds Co-Trainer Sven Scholl sah insgesamt keine überzeugende Leistung seines Teams: „Wir wollten druckvoll in die Partie starten und genauso wie sonst aufspielen, das ist uns allerdings über fast die gesamte Spieldauer nicht gelungen.“ Lediglich in der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit habe sein Team eine stärkere Druckphase gehabt. Die Gastgeber setzten derweil vor allem auf viele lange Bälle, um zum Erfolg zu kommen.

Der SV Medard ging in der 31. Minute in Führung. Nach einem langen Einwurf sprang der Ball an die Hand eines Soonwalders – den fälligen Strafstoß verwandelte Nils Raab sicher zum 1:0. Die Gäste antworteten kurz vor der Pause: Nach einer Ecke setzte sich Tom Cross im Luftduell durch und köpfte zum 1:1 ein (41.). Die erneute Führung der Gastgeber entstand nach einem Einwurf an der Mittellinie. Soonwald verlor das Kopfballduell, Friedrich Münch nutzte die Situation und vollendete zum 2:1 ins lange Eck. Die SG stemmte sich anschließend gegen die drohende erste Saisonniederlage.

Nach einer Flanke aus dem Halbfeld spitzelte Robin Griesang den Ball an den Pfosten, Lukas Gohres reagierte am schnellsten und staubte zum 2:2 ab. Scholl sprach von einem „Tor des Willens“. In der 55. Minute hatte Torjäger Gohres noch die Chance auf die Führung vergeben: Mit einem Handelfmeter scheiterte er an Medards Keeper Jan-Niklas Marx. „Das Unentschieden war gerechtfertigt. Mehr hatten wir uns an diesem Tag nicht verdient“, bilanzierte Scholl. Zwar habe sein Team noch zwei weitere Chancen im Spielverlauf gehabt, die der Torhüter parieren musste, ansonsten habe es keine weiteren Möglichkeiten für den Spitzenreiter gegeben.

Mit Blick auf die kommenden Aufgaben richtet sich der Fokus nun nach vorne bei der SG: „Wir wussten vor dem Restrundenstart, dass speziell die beiden ersten Auswärtsspiele bei Karadeniz und in Medard ganz, ganz schwer werden. Jetzt gilt es, sich auf das Topspiel gegen Meisenheim II am kommenden Sonntag optimal vorzubereiten und in die Erfolgsspur zurückzukehren.“

Der Spielfilm: 1:0 Raab (31. Foulelfmeter), 1:1 Crass (41.), 2:1 Münch (79.), 2:2 Gohres (85.)

Der VfL Simmertal musste sich im Heimspiel gegen den TuS Hackenheim II mit einem 1:1 begnügen. Für den spielenden Co-Trainer der Heimelf, Ricardo Ridder, lag der Grund dafür vor allem in der mangelnden Torausbeute: „Unser Team hat eine solide und vernünftige Leistung gezeigt, lediglich die Chancenauswertung war nicht gut.“

In der ersten Halbzeit taten sich die Gastgeber zwar zunächst schwer, kamen aber bereits zu einigen Möglichkeiten. Kurz vor der Pause gingen jedoch die Gäste in Führung. Lukas Dudek fasste sich aus der Distanz ein Herz und traf mit einem Weitschuss zum 0:1 (44.). Die Antwort des VfL ließ allerdings nicht lange auf sich warten: Direkt nach dem Anstoß spielten die Hausherren einen sehenswerten Angriff über die Außen. Im Strafraum wurde der Ball auf Enes Sovtic quergelegt, der zum 1:1-Ausgleich einschob (45.).

Nach dem Seitenwechsel hatte Simmertal deutlich mehr Spielanteile. Die Gastgeber erspielten sich mehrere gute Gelegenheiten, konnten diese jedoch nicht nutzen. So blieb es am Ende beim Remis. „Aufgrund der kämpferischen Leistung ist der Punkt für Hackenheim nicht unverdient“, resümierte Ridder.

Der Spielfilm: 0:1 Dudek (44.), 1:1 Sovtic (45.)

„Sechs Stammspieler sind uns durch Krankheit, berufliche Verpflichtungen und andere Gründe ausgefallen“, erklärte SG-Trainer Heiko Meisenheimer. Da die zweite Mannschaft spielfrei hatte, konnte Meisenheimer seinen Kader jedoch auffüllen. Und die SG kam gut in die Partie, belohnte sich dann auch in der 28. Minute: Nach einem sehenswerten Angriff vollendete Jonas Wingenter zur verdienten 1:0-Führung.

Nur fünf Minuten später gelang den Gästen der Ausgleich. Nach einem strittigen Foulspiel im Strafraum entschied Schiedsrichterin Miriam Dietz auf Elfmeter – Christoph Andrae trat an und verwandelte sicher zum 1:1. Kurz vor der Pause wurde es noch einmal hektisch: Winterzugang Kieran Gätcke vom TuS Waldböckelheim sah in der 45. Minute wegen Ballwegschlagens die Ampelkarte. Zuvor wurde er bereits wegen eines Fouls verwarnt.

Trotz der Überzahl entwickelte sich im zweiten Durchgang ein ausgeglichenes Spiel. „Waldböckelheim war immer gefährlich“, musste Meisenheimer anerkennen. Überschattet wurde die zweite Hälfte von einer Verletzung: Luca Ender musste um die Stundenmarke mit einer schweren Schulterverletzung ausgewechselt werden. „Er fällt jetzt bestimmt sechs bis acht Wochen aus“, sagte Meisenheimer. Am Ende blieb es beim 1:1-Remis.

„Das Ergebnis geht in Ordnung, auch wenn wir leichte Spielvorteile über die gesamte Spielzeit hatten“, bilanzierte der SG-Trainer. Wichtig sei vor allem gewesen, nach der Vorwoche ein anderes Bild zu zeigen: „Wir wollten auf keinen Fall verlieren – das haben wir trotz der vielen Ausfälle geschafft.“ Lob gab es von Meisenheimer auch für die Spielleitung: „Die Referee-Leistung war in dem schwierig zu führenden Spiel sehr gut.“ Rund 110 Zuschauer verfolgten die Partie und sorgten für eine faire, stimmungsvolle Kulisse.

Der Spielfilm: 1:0 Wingenter (28.), 1:1 Andrae (33. Foulelfmeter)
Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rot für Gätcke (45./TuS Waldböckelheim/Unsportlichkeit)

Die weiteren Partien im Steno:

Tore: 0:1 Najda (2.), 0:2 Stankiewicz (14.), 0:3 Stankiewicz (39.), 0:4 Mathern (66.)

Tore: 0:1 Frick (8.), 1:1 König (37.), 2:1 Peters (45.), 3:1 Peters (66.), 4:1 Peters (78.)

Tore: 1:0 Bayir (11.), 2:0 Bayir (25.), 3:0 Joof (32.), 4:0 Bayir (33. Foulelfmeter), 5:0 Bayir (35. Foulelfmeter), 6:0 Bayir (41.), 7:0 Bayir (55.), 7:1 Seido (60.), 8:1 Bayir (66.), 9:1 Joof (71.), 10:1 Bayir (79.), 11:1 Bayir (83.), 12:1 Bayir (85.), 13:1 Joof (88.)

Tore: 0:1 Dehghan (26.), 0:2 Marquis (84.)

Nachholspiel unter der Woche:

Tore: 0:1 Dudek (57.), 1:1 Yildiz (88. Foulelfmeter), 2:1 Aff (90.), 3:1 Quast (90.+5)