
Der SV Germania Kassel hat sich in einer lange zähen, nach dem Seitenwechsel jedoch turbulenten Partie gegen HNK Hajduk 96 Kassel durchgesetzt. Vor rund 30 Zuschauern an der Marbachshöhe bewiesen die Gastgeber nach Rückstand Moral, ließen sich auch von einem verschossenen Elfmeter nicht aus der Bahn werfen und entschieden die Begegnung in der Schlussphase verdient für sich.
In der ersten Halbzeit boten beide Mannschaften zunächst viel Kampf, aber nur wenig Fußball. Germania verzeichnete die ersten harmlosen Abschlüsse durch Leandro Spangenberg, Hajduk suchte sein Glück vor allem über Kapitän Mario Peric. Erst kurz vor der Pause gewann die Partie an Tempo: Luca Bischoff und Fabian Bischoff scheiterten aufseiten der Gastgeber an Tomislav Andric, auf der Gegenseite vergab Jacob Andjelic die große Chance zur Gästeführung, als er nach einer Unsicherheit von Sascha Niemeyer das leere Tor verfehlte.
Eine Halbzeit Anlaufschwierigkeiten
Nach dem Seitenwechsel nahm das Spiel dann Fahrt auf. Hajduk ging in der 50. Minute in Führung, als Peric einen Freistoß gefühlvoll in den Strafraum brachte und Maurizio Bastijancic per Kopf zum 0:1 traf. Germania reagierte mit einem Doppelschlag seiner Einwechselspieler: Zunächst bereitete George-Florin Ciolan stark für Edgar Zavala Grance vor, der zum 1:1 einschob (58.), nur fünf Minuten später legte Ciolan erneut auf, diesmal für Stefan Lehmann, der die Partie mit einem platzierten Abschluss drehte (63.).
Die Heimelf war nun klar tonangebend, musste jedoch noch einmal einen Rückschlag hinnehmen. Nach einem Foul von Michael Tries an Bastijancic entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß, den Peric sicher zum 2:2 verwandelte (74.). Germania antwortete offensiv, vergab zunächst aber die große Chance zur erneuten Führung: Spangenberg scheiterte mit einem Foulelfmeter an Andric (77.).
Am Ende gingen die Kräfte aus
Die Gastgeber blieben dennoch am Drücker und wurden in der Schlussphase belohnt. Wieder war es ein Strafstoß, diesmal übernahm Kapitän Toni Bergmann Verantwortung und traf souverän zum 3:2 (84.). Spangenberg machte nach einem zunächst aberkannten Treffer kurz vor Schluss doch noch alles klar, als er in der 89. Minute zum 4:2-Endstand einschob.
So stand am Ende ein verdienter Heimsieg für Germania Kassel, weil die Mannschaft nach der Pause deutlich aktiver auftrat, spielerisch zulegte und in den entscheidenden Momenten den längeren Atem bewies. Hajduk schnupperte zwar zwischenzeitlich am Punktgewinn, konnte dem Druck der Gastgeber in der Schlussphase aber nicht mehr standhalten.