
Beim Bezirksligisten TV Aldingen gibt es einen überraschenden Trainerrücktritt.
Ein Trainer mit Herzblut und Charakter
Es sind große Fußstapfen, die Miran Rojko beim TV Aldingen hinterlässt. Er war bereits von 1999 bis 2001 als Trainer des damaligen Kreisligisten aktiv und kehrte 2022 zu einem deutlich gewandelten Verein zurück. Neben einer verbesserten Infrastruktur und einem weiterentwickelten Spielerumfeld fand Rojko eine neue Herausforderung vor – und meisterte sie eindrucksvoll.
Mit seiner authentischen und engagierten Art prägte Rojko den Verein nicht nur sportlich, sondern auch im Vereinsleben. Vom Kabinenumbau bis zur Trikotwäsche durch seine Frau Anita zeigte er vollen Einsatz, wie ihn der Amateursport selten sieht.
Sportlicher Erfolg auf Vereinsrekordniveau
Bereits in seiner ersten Saison nach der Rückkehr führte Rojko den TV Aldingen zu einem soliden fünften Platz in der Bezirksliga Enz/Murr. Die folgende Spielzeit 2023/24 war dann historisch: Mit Platz zwei erreichte der Verein das beste Ergebnis seiner Geschichte. In der aktuellen Saison steht der TVA mit 20 Punkten aus zwölf Spielen auf Rang fünf und hat sich in der Spitzengruppe etabliert.
Trotz dieser Erfolge entschied sich Rojko, nach knapp 2,5 Jahren zurückzutreten – ein Schritt, der vor allem für Außenstehende überraschend wirkt. Doch der Trainer begründete seine Entscheidung selbstlos: Es sei Zeit für neue Impulse, um die Entwicklung der Mannschaft voranzutreiben.
Herausforderungen des Amateurtrainings
Rojko betonte stets, dass der Amateursport eine Leidenschaft bleiben müsse. Die zunehmende Kritik-Mentalität mache es jedoch auch im Hobbybereich für Trainer zunehmend schwierig, ungestört zu arbeiten. Als Trainer sei man nicht nur Taktiker, sondern oft auch Psychologe, Seelsorger, Pädagoge und mehr.
Die Verantwortlichen des TV Aldingen würdigen ihn als „authentischen Menschen“ und als Vorbild für das Vereinsleben. Seine offene Art und sein Wille, Dinge zu verbessern, seien prägend gewesen.
Ein Abschied mit Dank und Respekt
Die Amtszeit von Miran Rojko wird dem TV Aldingen in Erinnerung bleiben – nicht nur wegen der sportlichen Rekorde, sondern vor allem aufgrund seiner menschlichen Qualitäten. „Bleib wie du bist: ein toller, authentischer Mensch“, heißt es in der Verabschiedung des Vereins. Eine abschließende Würdigung soll folgen, doch schon jetzt steht fest: Der TV Aldingen verliert einen Trainer, wie es ihn im Amateursport selten gibt.
In der Bezirksliga Enz/Murr geht es für den TVA ohne Rojko weiter. Aktuell beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter SV Leonberg/Eltingen sechs Punkte. Mit neuen Impulsen und Rojkos aufgebautem Fundament bleibt der Verein jedoch gut aufgestellt.